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Lawless

(Lawless, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

73%



Inhalt

Virginia, 1931: Bundesagent Charlie Rakes wird auf die gerissenen Brüder Jack, Forrest und Howard Bondurant aufmerksam, die Alkohol produzieren und schmuggeln. Sogar die Polizei sieht weg, doch Rakes möchte den Machenschaften ein Ende bereiten - dabei schreckt er auch vor roher Gewalt nicht zurück. Die drei Brüder stehen dem in nichts nach und so entwickelt sich ein immer gefährlicherer Kampf. Gleichzeitig tut sich bei den Bondurants etwas in Sachen Liebe. Ein schlechter Zeitpunkt für Gefühle.

Kritik

von Benjamin Schieler

Wertung Kritik

62%

In The Dark Knight Rises war er der bärenstarke Bösewicht mit der seltsamen Maske, in Lawless leistet sich Tom Hardy als wortkarger Alkoholschmuggler Forrest Bondurant ein herrliches Duell mit dem schmierigen Special Deputy Charlie Rakes (Guy Pearce, Prometheus - Dunkle Zeichen). Der starbesetzte Streifen von John Hillcoat (The Road) aber kann sich nicht entscheiden, ob er Western, Krimi, Drama oder Actionfilm sein will. Darunter leiden die Stimmung und die Stimmigkeit.

Bild aus Lawless In Franklin County, Virginia, gehen zu Zeiten der Prohibition 1931 drei Brüder einem lukrativen Geschäft nach. Unter dem Deckmantel einer Tankstelle brennen und verkaufen Forrest (Hardy), Howard (Jason Clarke, Der große Gatsby) und Jack Bondurant (Shia LaBeouf, Transformers 3) Hochprozentiges - geduldet vom Sheriff, der einer ihrer fleißigsten Abnehmer ist. Als ein korrupter Staatsbeamter namens Mason Wardell einmarschiert und gemeinsam mit seinem bissigen Mann fürs Grobe, dem Special Deputy Charlie Rakes, ein Stück vom Kuchen abhaben will, macht Forrest auf stur. Ein Bondurant lässt sich nicht erpressen oder einwickeln, er teilt nicht. Mit seiner unmissverständlichen Ansage stellt er die Weichen auf Krieg. Denn Rakes ist nicht bereit, so mit sich umspringen zu lassen.

"The Wettest County in the World" heißt die 2008 erschienene Vorlage zu dem Film, geschrieben von Matt Bondurant, dem Enkel von Jack, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Das wirkt sich nicht gerade zum Vorteil des Opas aus. Jack ist ein Halbstarker, der sich als Al Capone geriert, aber mehr Möchtegern als Gangster ist. Wie in solchen Fällen längst Standard, wird im Vorspann darüber informiert, dass es sich um eine auf wahren Begebenheiten basierende Story handelt. Doch das ändert für den Zuseher nichts, der Film erhält dadurch keine Würze, die Charaktere keine zusätzliche Tiefe, die emotionale Bindung zu ihnen wird nicht vorangetrieben.

Das liegt womöglich an der Kühle des wortkargen Forrest, die Tom Hardy schauspielerisch fein zu vermitteln vermag. Oder daran, dass Jack mit seinen Versuchen, mehr zu sein als der Fahrer und Stubenfeger für die dominanten Brüder, kaum Sympathien für sich gewinnen kann. Am ehesten ist aber die Konstruktion der Geschichte an sich schuld, die sich nicht entscheiden kann, was sie nun eigentlich sein will. So gehen Stars wie Gary Oldman (Dame, König, As, Spion) und die unlängst mit Zero Dark Thirty für den Oscar nominierte Jessica Chastain im Genremix unter. Letztere fällt allein dadurch auf, dass sie ihre Brust entblößt, wodurch sie Einlass fand in eine Riege von Kolleginnen, die Oscar-Host Seth MacFarlane in seinem "Boob-Song" veralberte. Der Australier Nick Cave, seinerseits in erster Linie bekannt durch musikalische Welthits wie das Kylie-Minogue-Duett "Where the Wild Roses Grow", schrieb das Drehbuch zu Lawless. Es ist nicht der erste Ausflug ins Filmgeschäft, aus Caves Feder stammen unter anderem die Filmmusik zu Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford und das Skript zu The Proposition, es ist aber auch bei weitem nicht der gelungenste.

Das ist symptomatisch für das Projekt, das zumindest in Deutschland unter keinem guten Stern stand. Trotz einer Nominierung von Regisseur Hillcoat für die goldene Palme von Cannes reichte es nicht für einen Kinostart. Lawless erschien im März 2013 direkt auf BluRay und DVD.

Kurzkritik

von Markus Müller

Wertung Kurzkritik

84%

Basierend auf einem Drehbuch von Nick Cave, der nicht nur einer der größten Musiker unserer Zeit sondern auch ein durchaus fähiger Schriftsteller und Drehbuchautor ist, inszenierte John Hilcoat mit Lawless ein durchgehend unterhaltsames und atmosphärisches Gangsterfilmchen.
Die Story ist dabei im Grunde eine altbekannte Gangsterklamotte um Alkoholschmuggel und illegale Schnapsbrauereien in der Zeit der Prohibition und den obligatorischen ehrgeizigen Ermittler, der gegen die bösen Buben vorgeht.
Was Lawless aber ausmacht, sind das eher unübliche Setting in einem Dorf, die interessant gezeichneten Charaktere und nicht zuletzt die grandiose Besetzung. Dabei macht einmal mehr Tom Hardy eine besonders gute Figur, wobei auch Shia LaBeouf überraschend in seine Rolle passt. Guy Pearce darf sich als schmieriger Großstadtermittler Charlie Rakes austoben und schafft es, seine skurrile und erheblich überzeichnete Figur nicht albern wirken zu lassen - was eine bemerkenswerte Leistung ist. Schade ist nur, dass die Figur von Gary Oldman viel zu kurz kommt. Die Momente, die sein Floyd Banner aber hat, gehören zu den Highlights des Films.



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Dt. Start: 17. Jan 2013
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