Nachdem das ganz auf Terence Hill zugeschnittene Werk von Regisseur Enzo Barboni einen charmant-unterhaltsamen Anfang hinlegt, fällt der Film im Laufe der Spieldauer deutlich ab. Dies liegt in erster Linie an der episodenhaften und inhaltsleeren Handlung, die keinen einzigen Spannungsmoment bietet.
Es hieße wohl Eulen nach Athen tragen, wenn man einmal mehr Worte über den Erfolg des Duos Bud Spencer und Terence Hill verlieren würde. Mit Renegade - Terence Hill und der faulste Gaul der Welt ist Terence Hill nun einmal mehr ohne seinen Partner in einem Prügelklamauk zu sehen. Und auch in dem Werk von Enzo Barboni fällt das gleiche Problem auf, wie in den meisten Soloproduktionen der beiden Darsteller: Es wurde weitgehend das bewährte Schema der Spencer/Hill-Filme übernommen - nur, dass logischerweise einer der beiden Partner fehlt.
Dieses Vorgehen sorgte leider dafür, dass es keine besondere Leinwandchemie gab, welche die horrende Inhaltslosigkeit der Handlung irgendwie kaschieren könnte. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, besann man sich in späteren Produktionen wie dieser häufig darauf, den beiden einen anderen Partner zur Seite zu stellen. In diesem Fall übernimmt diesen Part Ross Hill, Terence Hills viel zu jung durch einen Autounfall verstorbener Sohn. Und obwohl Ross Hill seine Rolle als aufsässiger Teenager durchaus gut ausfüllt und daher nicht ganz so nervig und unnötig daherkommt wie viele der anderen Sidekicks, ist er nun einmal beim besten Willen kein Bud Spencer, der allein durch seine Präsenz schon einen gewissen Unterhaltungswert bietet.
Viel mehr zu der komplett auf Terence Hill zugeschnittenen Story gibt es ansonsten nicht zu sagen, denn der Film verläuft wie weiter oben bereits erwähnt nach dem bekannten Muster der Prügelklamaukfilme. Die Rahmenhandlung verbindet lose unzählige kleine Episoden, die allesamt keinen einzigen Spannungsmoment bieten und meist mit dem Rest der Handlung nur sehr wenig zu tun haben.
In Szene gesetzt wurde das Ganze von Enzo Barboni, der bereits unzählige Filme dieser Art, begonnen bei Die rechte und die linke Hand des Teufels, inszenierte und daher auch hier einmal mehr routiniert zu Werke ging. Barboni weiß, wie er seinen Star Terence Hill in Szene setzen muss, und tut dies auch so, wie es die Fans lieben - nicht mehr und nicht weniger. Der Restliche Cast hat daneben keine Möglichkeit, wirklich zu glänzen, da alle anderen Rollen wohl weit mehr Cameo-Auftritte darstellen, als wirkliche Nebenrollen.
So entpuppt sich Renegade - Terence Hill und der faulste Gaul der Welt am Ende als ein Film von vielen, der dem Genre des Prügelklamauks nichts Neues hinzuzufügen hat. Allerdings muss man Barboni zugestehen, dass der Film hier das Standardschema zumindest kurzweilig und charmant abspult, weshalb er Fans in jedem Fall gefällt und alle anderen zumindest nicht langweilen wird.