House at the End of the Street Poster

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House at the End of the Street

(House at the End of the Street, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

53%



Inhalt

Auf der Suche nach einem neuen Zuhause landet die geschiedene Sarah mit ihrer Tochter Elissa in einem kleinen Ort und kauft dort ein Haus. Doch die scheinbare Idylle hält nur kurz. Mysteriöse Dinge geschehen im Ort und schon bald entdecken sie ein düsteres Geheimnis: Im Nachbarhaus ermordete ein kleines Mädchen vor einigen Jahren seine Eltern und verschwand spurlos. Als Elissa beginnt, sich mit Ryan, dem Bruder des verschwundenen Mädchens, anzufreunden, verstricken sie sich immer weiter in eine unheimliche Geschichte.

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House at the End of the Street

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

50%

Horror muss nicht immer von Geistern, Dämonen oder ähnlich übernatürlichem Viehzeugs handeln. Auch Kettensägenmassaker sowie diverse Folterhorrorderivate sind nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. House at the End of the Street versucht es auf die subtile Art, in dem er ein geheimnisvolles Puzzle um den letzten Überlebenden eines brutalen Mordes herum aufbaut. Leider braucht das aber viel zu lange, um wirklich zu packen. Und die Rahmenhandlung darf sich gleich ganz geschenkt werden.

Bild aus House at the End of the Street Für ein atmosphärisches Horror-Movie oder einen Suspense-Thriller braucht es im Prinzip nicht viel. Ein paar gewinnende Protagonisten, um die das Publikum Angst und Bange sein kann, einen gruseligen Schauplatz - beispielsweise ein abgelegenes Haus mit dunkler Vergangenheit - einen schrägen Einsiedler und vielleicht noch ein paar urbane Legenden, um die Fantasie anzuheizen. Soweit erfüllt Mark Tonderais (Hush) House at the End of the Street diese Kriterien. Ordentliche Zutaten allein machen ein gutes Gericht aber noch lange nicht aus.

Die frisch geschiedene Sarah (Elisabeth Shue) ist mit ihrer fast erwachsenen Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) gerade in eine kleine Waldvilla unweit einer beschaulichen Kleinstadt gezogen. Ruhig ist es dort - sehr ruhig - und auch abgelegen. Das einzige andere Haus, das sie durch die Fenster ihres neuen Domizils sehen können, liegt auf dem nachbarschaftlichen Grundstück und ist soeben durch die Bäume des anliegenden Waldes auszumachen. Auf diesem Haus lastet ein düsteres Geheimnis: Vor einigen Jahren wurde dort ein Ehepaar von der gemeinsamen Tochter Carrie-Ann (Eva Link) im Schlaf erschlagen. Das Mädchen rannte anschließend in den Wald und verschwand, ohne eine Spur zu hinterlassen.

Trotz des Schattens, der auf der Nachbarschaft lastet, versuchen Sarah und Elissa in ihrem neuen Zuhause nach vorne zu blicken. Elissa geht zur Schule und schließt neue Freundschaften, und auch Sarah, die in der örtlichen Klinik arbeitet, bemüht sich, ein Teil der kleinstädtischen Gemeinschaft zu werden. Das vermeintlich leerstehende Haus zieht Elissa jedoch in seinen Bann. Eines Tages entdeckt sie, dass dort immer noch jemand lebt. Der Sohn des ermordeten Ehepaars, Ryan (Max Thieriot), der am Tage der Gräueltat nicht im Hause war und überlebte. Elissa findet Gefallen am spröden und introvertierten jungen Mann, den etwas Mysteriöses umgibt. Sie ahnt nicht, dass sie mit ihrer bloßen Gegenwart ein furchtbares Geheimnis zu offenbaren droht.

Nach einem vergleichsweise fulminanten Einstieg, einem Flashback, der den Mord am Ehepaar in wirren, beinahe surrealen Bildern nachzeichnete, geht es lange recht gemächlich weiter. Für einen Thriller, der sich um Intensität und Atmosphäre bemüht, eindeutig zu gemächlich. Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem, X-Men: Erste Entscheidung) und Elisabeth Shue (Hollow Man) sind zwar nett anzuschauen und laufen auch die meiste Zeit über mit ärmellosen wie teils üppig dekolletierten Tops herum, das allein wird auf Dauer aber selbst dem männlichen Publikum langweilig. Gleiches gilt für die sozialen Aktivitäten der beiden, samt gekünstelten Mutter-Tocher-Konflikten, die sich wohl immer ins Drehbuch verirren, wenn eine Geschichte erzählt wird, in der die eine Protagonistin ein Teenager ist.

Die Rahmenhandlung darf man also getrost vergessen. Zudem ist alles wieder mal deutlich klischeebeladen, und die Charaktere sind auch zu stereotyp gezeichnet. Interessant wird es ohnehin erst, als sich die Geschichte dem Geheimnis um den überlebenden Sohn nähert; und hier verdient sich Max Thieriot (Chloe) eigentlich als einziger schauspielerische Lorbeeren, wegen seines differenzierten Spiels. Insgesamt erreicht House at the End of the Street dann auch erst im letzten Drittel spürbar mehr als ordentliches TV-Format. Ein paar dezente Anleihen beim Hitchcock-Klassiker Psycho sind zudem nicht zu leugnen. Die Auflösung besitzt dennoch eine gewisse Originalität. Leider wurde, quasi postfinal, auf eine wenig sinnige Rückblende nicht verzichtet, die im Nachhinein mehr Konfusion erzeugt und Fragen aufwirft, die sich nicht wirklich aufdrängten, als dass sie zur Vervollständigung des Puzzles beiträgt.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

55%

Über einen recht langen Zeitraum dümpelt House at the End of the Street gemächlich und ohne große Überraschungen vor sich hin. Es ist vermutlich auch dem überraschenden Kniff geschuldet, dass der Zuschauer schon sehr früh weiß, was Sache ist, und man dementsprechend eigentlich nur auf das Finale wartet. Daraus entwickeln sich dann einige Längen, über die auch die beiden sympathischen Hauptfiguren nicht hinweg täuschen können. Unterm Strich weiß die Geschichte sogar richtig gut zu gefallen, auch weil sie erst in ihren finalen Momenten ihr ganzes Potenizal offenbart. Bis dahin hat man dummerweise den Zuschauer schon auf halbem Wege verloren. Schade eigentlich.



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