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Back in the Game(Trouble with the Curve, 2012)
| Dt.Start: |
29. November 2012
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Premiere: |
19. September 2012 (USA) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
111 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Clint Eastwood (Gus), Amy Adams (Mickey), Chelcie Ross (Smitty), Raymond Anthony Thomas (Lucious), Ed Lauter (Max), Clifton Guterman (Neil), George Wyner (Rosenbloom), Bob Gunton (Watson), Jack Gilpin (Schwartz), Matthew Lillard (Phillip Sanderson), Robert Patrick (Vince), John Goodman (Pete Klein), Scott Eastwood (Billy Clark) |
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Regie:
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Robert Lorenz |
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Drehbuch:
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Randy Brown |
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 Inhalt
Um einen vielversprechenden Baseball-Spieler zu beobachten, begibt sich der alternde Talentsucher Gus Lobel trotz schwindender Gesundheit nach North Carolina. Begleitet wird er dabei von seiner Tochter Mickey, die ihrem Vater nicht verzeihen kann, dass er einst ihre Familie im Stich ließ. Doch die gemeinsame Reise deckt bei den beiden Streithähnen ganz neue Seiten auf. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Michael Schmidt
Ein Sportfilm, bei dem Baseball im Zentrum als Katalysator für die privaten und beruflichen Konflikte der Protagonisten steht. Und auch ganz direkt will in der Sportart ein Erfolg errungen werden. Dabei wurde in diesem Fall bei der Besetzung und auch mit dem dramatisch-komödiantischen Ton ein ganz sicherer Weg eingeschlagen. Der Film besteht nahezu aus bekannten Standardsituationen über den alten Mann, der es nochmal allen zeigt, hin zu einer Familienzusammenführung aus Vater und Tochter und einer Liebesgeschichte. Das alles spielt sich recht kurzweilig ab. Jedoch fehlen größere Momente und Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Es ist angenehme Unterhaltung, die nie von ihren dramatischen Momenten überschattet wird. Und auch die Darsteller spielen launig auf. Das ist in Ordnung, aber von einer Reaktivierung von Clint Eastwood als Akteur hat man doch sicherlich mehr erwartet.
Kurzkritik
von Daniel Licha
Clint Eastwood meldet sich aus seinem Schauspieler-Ruhestand zurück und darf im Regiedebüt seines langjährigen Weggefährten Robert Lorenz einmal mehr den grumpy old man geben. Dies macht er gewohnt gut, doch ist es überraschend, dass er für ein doch sehr einfach gestaltetes Vater-Tochter-Drama seinen Ruhestand aufgegeben hat. Back in the Game ist ein sehr altmodisches und ruhiges Drama, bei dem nahezu alles vorhersehbar ist und nach Schema F abläuft. Dennoch kann man ihm einen gewissen Charme nicht absprechen und dank der tollen Darstellerriege wird der Zuschauer letzten Endes noch ganz gut bei der Stange gehalten. Insgesamt ein Film, der wohl schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwinden wird, dennoch ist es schön gewesen, Eastwood noch einmal in seiner Paraderolle zu sehen.
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Es scheint nicht mehr wirklich seine Zeit zu sein. Gus ist ein Relikt aus einer Zeit, als Baseball noch Seele besaß und die Spieler nicht mittels vom Computer erstellten Leistungsstatistiken rekrutiert wurden. Für ihn ist das nichts. Als Baseball-Scout vertraut Gus dem, was er sehen kann. Damit beginnt das Dilemma in Back in the Game, denn Gus' kann seinen Augen nicht mehr trauen. Netter kleiner Film mit einem überragenden Clint Eastwood und einer ordentlich agierenden Amy Adams. Für bleibende Eindrücke reicht es allerdings nicht. Dafür verliert der Film zu oft seinen Fokus und geht auch selten wirklich in die Tiefe.
Er ist zurück. Zurück im Spiel, zurück auf der großen Leinwand - der große Clint Eastwood. Nach Filmen wie Invictus, Hereafter und J. Edgar, in denen er nur noch hinter der Kamera agierte, die jedoch auch nicht mehr derart überzeugen konnten, wie seine Regiearbeiten zuvor Million Dollar Baby oder Der Fremde Sohn, kehrt der mittlerweile 82-jährige Hollywood-Veteran noch einmal in einer Hauptrolle zurück. In Back in the Game spielt er den gealterten Baseball-Scout Gus Lobel, der bei der Auswahl von neuen Spielern für seinen Club, den Atlanta Braves, lieber seinem Instinkt und seinen Augen vertraut, als sich auf Computer-Analysen zu stützen.
Seine Augen sind es allerdings, die ihn in seinem Alter allmählich in Stich zu lassen beginnen. Der alte Sturkopf will es sich zunächst weder eingestehen, noch sich mit dem Gedanken anfreunden, in den Ruhestand zu gehen; zumal es auch noch eine wichtige Aufgabe gibt, die er zu Ende führen möchte. Helfen könnte seine Tochter Mickey (Amy Adams), die ebenfalls eine ausgesprochene Kennerin des Spiels ist, derzeit jedoch vollauf damit beschäftigt, als Anwältin Karriere zu machen. Dementsprechend wenig Begeisterung bringt sie für die Idee auf, ihn bei einem Einsatz als Scout zu begleiten. Menschlich liegt zwischen den beiden überdies eine Menge im Argen, was jedwede Kommunikation zusätzlich erschwert.
Blut ist aber bekanntlich dicker als Wasser, also raufen sich die beiden zusammen. Leicht wird das Ganze dennoch nicht. Immer wieder kommt es zu Streitereien und auch Mickey schleppt einiges an emotionalem Ballast mit sich. Vor allem die Liebe ist bei der jungen attraktiven, jedoch auch Karriere beflissenen Frau bisher eindeutig zu kurz gekommen. Das ändert sich, als der junge Scout Johnny Flanagan (Justin Timberlake) den Weg der beiden überraschend kreuzt. Die Zeit drängt aber, und Gus will beweisen, dass er mit seiner Methode der Talentrekrutierung immer noch ins Schwarz trifft.
Ein "echter Eastwood" ist das nicht, auch wenn es noch so schön sein mag, diese Ikone des Kinos noch einmal in Action erleben zu dürfen. Die Regie gab der Altstar diesmal dann auch an seinen langjährigen Regieassistenten und Protegé Robert Lorenz ab, mit dem er erstmalig in Die Brücken am Fluss zusammen arbeitete. Für Lorenz ist Back in the Game sein Erstling, und das merkt man dem Film auch an. Stilistisch zeigt er sich relativ nüchtern und inszenatorisch erinnert er besonders zu Beginn deutlich an das letzte Meisterstück seines Lehrers, Gran Torino. Eastwood selbst scheint zunächst auch einfach seine Filmfigur aus diesem weiter zu spielen: einen alten knorrigen Griesgram (wenn auch diesmal eher in einer Light-Fassung), der einen schönen Ford-Oldtimer fährt und in einem kleinen vorstädtischen Reihenhaus wohnt.
Damit erschöpfen sich allerdings die Ähnlichkeiten. Die Story kann nicht annähernd mit der aus Gran Torino mithalten. Insbesondere die Romanze zwischen Amy Adams (On the Road - Unterwegs) und Justin Timberlake (In Time - Deine Zeit läuft ab) scheint nicht mehr als ein Zugeständnis an ein jüngeres Publikum zu sein, das mit zwei attraktiven Schauspielern und ein wenig Romantik ins Kino gelockt werden soll. Dabei gelingt es Adams, als toughe Frau in einer von Männern dominierten Businesswelt durchaus zu überzeugen. Neben Eastwood fällt ihre Strahlkraft hingegen bescheidener aus. Zudem wirkt der Vater-Tochter-Konflikt etwas zu gewollt und der Film pendelt auch zu oft zwischen den einzelnen Konfliktherden hin und her, was ihm dramaturgisch schadet, da eine wirkliche Zuspitzung nicht wirklich zustande kommt. Dass es Adams dennoch gelingt, auch insgesamt einen guten Eindruck zu hinterlassen, liegt sicherlich ein Stückweit daran, dass sich Eastwood deutlich zurücknimmt und überdies nicht übermäßig viel Leinwandzeit für sich allein beansprucht.
Back in the Game kann gewissermaßen als Gegenentwurf zum Moneyball - Die Kunst zu gewinnen angesehen werden. Die Baseball-Fachsimpelei ist auch hier aber eher was für Kenner und Liebhaber der Sportart oder allgemein Sportinteressierte. Viel vom Spiel an sich wird zudem nicht einmal gezeigt, sondern mehr darüber geredet. Dieses Übermaß an Gequatsche ist ein Problem, das dem Film durchgängig anhaftet. Die Story ist dünn, viel passiert nicht, also wird möglichst viel geplappert, um den Raum zu füllen. Das erzeugt fühlbar unangenehme Längen. Dass der Streifen dennoch noch als "ganz nett" eingestuft werden kann, verdankt er vor allem dem grantigen Charme Eastwoods, der mit jeder Furche und Falte in seinem Gesicht mehr und mehr zu tragen kommt und einem sehenswerten Cast, der sich bis in die Nebenrollen erstreckt; so geben sich beispielsweise noch John Goodman (Argo) und auch Robert Patrick, der als T-1000 aus Terminator 2 - Tag der Abrechnung bekannt wurde, die Ehre.  Weitere interessante Filme
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