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Looper(Looper, 2012)
| Dt.Start: |
03. Oktober 2012
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Premiere: |
06. September 2012 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Action, Sci-Fi, Thriller |
| Länge: |
118 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Joseph Gordon-Levitt (Joe), Bruce Willis (alter Joe), Emily Blunt (Sara), Paul Dano (Seth), Noah Segan (Kid Blue), Piper Perabo (Suzie), Jeff Daniels (Abe), Pierce Gagnon (Cid), Tracie Thoms (Beatrix), Garret Dillahunt (Jesse), Nick Gomez (Dale), Marcus Hester (Zach) |
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Regie:
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Rian Johnson |
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Drehbuch:
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Rian Johnson |
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 Inhalt
"Looper" sind ausgebildete Killer, die für ihre Auftraggeber aus der Zukunft Menschen töten. Dadurch werden alle Spuren des Opfers effektiv verwischt. Die Auftragsmörder führen ein ausgelassenes Leben mit vielen Partys und Frauen, doch jeder "Looper" weiß, dass er selbst irgendwann ebenfalls eine potenzielle Gefahr für seine Arbeitgeber werden wird. Daher kommt für jeden Angestellten der Tag, an dem er sein eigenes Ich erschießen muss. Das Opfer ist gigantisch und die Belohnung nur auf den ersten Blick Gold wert! |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Über weite Strecken bietet Looper seinem Publikum einen wunderbaren Zeitreisethriller. Die Geschichte um einen Mann, der sein älteres Ich töten soll, gefällt und besticht vor allen Dingen durch ihre überaus gelungene Charakterzeichnung. Zwar übertreibt es Johnson hier und da mit einigen Dingen, aber über weite Strecken ist das Ganze sehr logisch, wunderbar komplex und stellenweise sogar richtig amüsant (z.B. die Diskussion über die Zeitreiselogik im Diner). An den Darstellerleistungen gibt es nichts auszusetzen, am Look sowieso nicht, jedoch lässt das Ende den Zuschauer etwas unbefriedigt zurück, da es noch genügend andere Alternativen hierzu gab. Letzten Endes jedoch ist das im Grunde der einzig größere Kritikpunkt eines überzeugenden Filmes.
Kurzkritik
von Markus Müller
Typisch für Zeitreisefilme ist, dass ein großer Teil des Publikums nach dem Abspann noch im Kinosessel verharrt, um angeregt die Logik der Geschehnisse zu untersuchen. So ist es ein amüsantes Highlight von Looper, wenn Bruce Willis im Film bereits die Aussichtlosigkeit dieser Diskussion vorweg nimmt. Doch im Bezug auf die Logik hinter den Zeitreisen gibt es ohnehin fast nichts zu beanstanden, schließlich ist der packende Plot durchgehend schlüssig und nachvollziehbar.
Hier und da schleichen sich aber doch kleine Fehler ein: So werden auch in der Zukunft Menschen mit Pistolen bedroht und erschossen, obwohl das Looper-System entwickelt wurde, da genau dies ja eigentlich nicht mehr möglich sein soll. Doch das schmälert den Filmgenuss kaum.
In Punkto Action, Atmosphäre und Spannung ist Looper ganz großes Kino und weiß von der ersten bis zur letzten Minute zu gefallen. Die grandiose Besetzung tut ihr übriges dazu, dass Rian Johnsons Film eines der Highlights des Jahres ist.
Kurzkritik
von Michael Schmidt
Looper ist ein guter, in Teilen sogar sehr guter Film. Speziell das erste Drittel bietet atmosphärischen Zeitreise-Thrill. Und Looper will neben der ohnehin vertrackten Grundthematik noch viel mehr und ist plot-technisch ein echtes Schwergewicht. In dieser Zukunftsvision treffen die Gegensätze von Armut und Dekadenz aufeinander. Zudem kommen weitere thematische Elemente wie menschliche Mutation und bedingungslose Liebe hinzu. So hat der Film an mancher Stelle doch etwas zu viel Storybalast. Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson schafft mit einer sehr ökonomischen und klaren Erzählstruktur zwar eine atmosphärische, an Noir-Filme angelehnte Grundstimmung zu etablieren, doch die vielen verschiedenen Elemente verhindern zeitweise eine genaue Fokussierung auf einen Plot-Teil und die Stimmung bleibt so nicht konstant. Das tut dem Film aber nur einen ganz leichten Abbruch, denn am Ende finden alle Stränge wieder zusammen. Man muss Johnson Respekt dafür zollen, ein so ambitioniertes und mutiges Stück Kino auf die Leinwand gebracht zu haben. Nur der Status als kleines SciFi-Meisterwerk bleibt ihm verwehrt.
Kritik
von Max Fischer
In Rian Johnsons (Brick)brachialem Zeitreise-Thriller treffen nicht nur zwei richtig harte Kerle aufeinander, sondern auch eine überraschend intelligente Geschichte auf einen berauschenden Inszenierungsstil. Die Zeit zum Zurücklehnen, die die Leinwandfiguren in keiner Sekunde haben, solltet Ihr euch für den Streifen nehmen. Looper ist bisher DER Film, den man 2012 gesehen haben muss!
In der fernen Zukunft sind Zeitreisen gerade erst erfunden worden, bevor auch gleich ein Verbot über ihrer Nutzung thront. Doch üble Gangster-Syndikate lassen sich davon natürlich nicht abschrecken und verwenden die fortschrittliche Technologie, um unangenehme Individuen vollständig aus dem Weg zu räumen. Dazu werden besagte Menschen eingefangen und 30 Jahre in die Vergangenheit geschickt. Hier werden die armen Seelen von sogenannten "Loopern" kaltblütig erschossen und verbrannt, sodass alle Spuren über ein mögliches Leben in der Zukunft verschwinden. Unsere Geschichte begleitet dabei den "Looper" Joe (Joseph Gordon-Levitt), dessen tägliches Werk es ist, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein, um seine Waffe sprechen zu lassen. Doch eines Tages passiert es: Der junge Joe trifft bei einem Auftrag auf sein zukünftiges Ich (Bruce Willis) und lässt es entkommen.
Der oben kurz zusammengefasste Stand der Dinge wird euch erneut direkt am Anfang des Werks erwarten, wenn Hauptdarsteller Joe mit bedeutungsschwangerer Stimme über die aktuellen Zustände der Welt und seine Arbeit sinniert. Und mehr sollte man von dem Film zu diesem Zeitpunkt auch gar nicht wissen, denn alles, was Looper so großartig macht, folgt in den nächsten gut 100 Minuten. Diese Zeitreise ist über weite Strecken einfach richtig smart, emotional und unverschämt lässig inszeniert und sichert trotz einiger Handlungssprünge stets den Überblick für sich und sein Publikum. Dass die komplette Darstellerriege dabei entwaffnend gut aufspielt, obwohl sie die meiste Zeit mit dicken Kanonen durch die Gegend stolziert, tritt dabei schon fast in den Hintergrund. Doch genug der flüchtigen Adjektive, hier kommt die spoilerfreie Qualitätsprüfung direkt aus der Zukunft!
Warum Looper smart ist? Der Film bemüht sich gar nicht erst, seine eigene Welt zu ergründen. Das Wichtigste wird zu Anfang klargestellt und den Rest muss oder kann sich jeder selbst zusammenreimen. Technische Gimmicks werden nur gezeigt und am Rande erwähnt. Der Streifen möchte kein neues Universum erschaffen, sondern schlicht diese eine Geschichte rund um Joe erzählen, und dafür werden alle Weichen in die eine Richtung gestellt. Auch müssen sich die Zuschauer nicht weiter ihren Kopf über das Zeitreisethema zerbrechen (was sie natürlich trotzdem können und sollten), denn Bruce Willis stellt schon relativ früh klar, dass diese Versuche im Nichts enden werden. So tappt zwar auch dieser Thriller irgendwann in die unausweichliche Logikfalle, doch das schmerzt, aufgrund der tollen, selbstreferenziellen Haltung des Werks, kaum. Stattdessen setzt Regisseur Johnson lieber auf den besonders trockenen Humor, den so ein zeitloser Umstand mit sich bringt.
Warum Looper emotional ist? Ja, warum eigentlich? Reicht es heute denn nicht aus, einfach smart zu sein? Muss ich mich auch noch auf eine schmalzige Liebesgeschichte und gebrochene Protagonisten einlassen? Ja, auf jeden Fall! Denn dadurch, dass sich Looper selbst den komplexen Spielereien seines Genres entzieht, muss ja ein adäquater Ersatz her, und der funktioniert hervorragend. Der Film zeigt nicht nur die ernüchternde gesellschaftliche Situation seiner Zeit, sondern stellt auch die moralischen Grundprinzipien des Zuschauers mehrmals auf die Probe. Dabei wird die Liebesgeschichte des Protagonisten nur angedeutet und vieles bleibt im Dunkeln. Und obwohl dann die ganz großen emotionalen Momente ausbleiben, kann man mitfühlen, mitleiden und schließlich auch verstehen.
Warum Looper toll inszeniert ist? Schaut es euch doch an! Ein Vorgeschmack: Johnsons Filmteam überzeugt mit einem einfallsreichen Schnitt, der verschiedenste Techniken miteinander verbindet und manchmal auch ganz simpel begeistert. Innovative Kamerafahrten sind selbstverständlich auch enthalten, während einige schwindelerregende Schwenks euer Auge verwöhnen. Die Beleuchtung und die Umgebung passen sich der Stimmung ihrer Bewohner an und wirken äußerst harmonisch. Die Action ist brutal ehrlich und behält diese Linie auch bis zum Schluss bei. Lediglich einige Effekte und die Musikuntermalung zeigen gelegentlich Abnutzungserscheinungen.
Ein Extralob gibt es an dieser Stelle abermals für die Schauspieler. Vor allem Joseph Gordon- Levitt überzeugt auf ganzer Linie, und das trotz des ganzen Make-ups in seinem Gesicht. In seiner besten Rolle seit Mysterious Skin zeigt er uns nicht nur einen gebrochenen, selbstverliebten Charakter mit einer undurchsichtigen Vergangenheit, sondern auch eine zielstrebige, verantwortungsbewusste Helferfigur. Es scheint fast so, als würden sich die verschiedenen Facetten der Stadt in seiner Person spiegeln. In dieser Welt werden keine Helden geboren, deswegen gibt es auch keine Rettung für ihn oder den alten Joe, aber vielleicht für jemand anderen?
Looper ist kein perfekter Film geworden. Er wirft zwar viele interessante Fragen auf, drückt sich aber frech vor anderen. Dennoch oder gerade wegen seiner Undurchsichtigkeit kann man jedem diese frische Kinoreise nur empfehlen. Über Looper wird man reden. Ob man ihn feiert oder verflucht ist nebensächlich, denn Diskussionen werden folgen, über den Film selbst und seine Vorgänger und zukünftigen Nachkommen. Und ein größeres Kompliment kann es für ein solches Werk gar nicht geben.  Weitere interessante Filme
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