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Sinister

(Sinister, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

75%



Inhalt

Der ambitionierte Krimi-Autor Ellison mag es gerne morbid und sucht sich seine Inspiration bevorzugt in wahren Schicksalen. Als er vom Tod einer fünfköpfigen Familie durch Erhängung erfährt, zieht er mit seiner skeptischen Frau Tracy und ihren zwei Kindern, Ashley und Trevor, in das Haus der Verstorbenen ein. Die mysteriösen Ereignisse, die vor einigen Monaten noch das Haus plagten, sollen Ellison als Grundlage für ein neues Buch dienen. Doch als er eine Schachtel mit Super-8-Video-Aufnahmen findet, auf denen er das Sterben weiterer Familien sieht, bringt er alle um sich in Gefahr.

Kritik

von Markus Mller

Wertung Kritik

75%

Sinister mischt geschickt Found-Footage-Horror mit einer konventionellen, aber stimmigen Inszenierung und rückt eine sehr interessante Figur in den Mittelpunkt. Die Schockeffekte sitzen, die Atmosphäre ist düster und bedrohlich und die Spannung hält sich über die komplette Laufzeit. Leider hat man jedoch viele offensichtliche Chancen, aus Sinister einen wahren Geniestreich zu machen, ungenutzt gelassen und ein recht uninspiriertes, enttäuschendes Ende geschaffen. Dennoch ist Scott Derricksons fünfte Regiearbeit gruselig und spannend genug, um jedem Horrorfan empfohlen werden zu können.

Bild aus Sinister Nach seinem vielseitig gelobten Der Exorzismus von Emily Rose aus dem Jahre 2005 kehrt Scott Derrickson nun wieder als Regisseur ins Horrorgenre zurück. Sinister, so der simple aber treffende Titel seines neuesten Werkes, kommt dabei als eine interessante Mischung aus klassischem Horror a la "Familie-zieht-in-Gruselhaus" und Found-Footage-Mysteryhorror daher. Garniert wird das Ganze mit einigen innovativen Ideen und sehr ausgefeilten Charakterzeichnungen, die darüber hinwegtrösten, dass mit Sinister das Rad keinesfalls neu erfunden wird, obwohl die Ansätze dafür sogar da gewesen wären.

Das eigentliche Highlight und zugleich das charakteristischste Element sind die Szenen, in denen sich der Krimiautor Elison Oswalt die schockierenden, zufällig auf dem heimischen Dachboden gefundenen Super 8-Aufnahmen ansieht. Diese geschickte Einbindung von im wahrsten Sinne "Found Footage"-Material ist ein interessanter Genrekniff, der ausgesprochen gut funktioniert. Natürlich stellt sich zwangsläufig die Frage, wer sich die Arbeit gemacht hat, die teilweise aus den 60er Jahren stammenden Filme fachmännisch zu bearbeiten und mit einem unheimlichen, atmosphärischen und professionell produzierten Score zu unterlegen. Doch eigentlich ist Sinister viel zu spannend, um dies während des Sehens zu hinterfragen und sich so den kompletten Film zu versauen. Die wirklich haarsträubenden Logikfehler kommen ohnehin erst am Ende - dafür dann aber geballt.

Mit Elison Oswalt besitzt Sinister einen hochinteressanten, vielseitigen Charakter, der von Ethan Hawke (Training Day) fantastisch gespielt wird. Er ist nicht wirklich ein Sympathieträger, sondern ein Egomane und Workaholic und entspricht teilweise dem klassischen Bild des exzentrischen Schriftstellers. Oswalt ist regelrecht versessen darauf, einen neuen Erfolg zu veröffentlichen, nachdem sein letzter großer Hit nunmehr zehn Jahre zurückliegt. In den unheimlichen Geschehnissen, die sich um die Familien in seinem neuen Wohnhaus und auf den Super 8-Bändern ereigneten, wittert er, sicherlich nicht zu Unrecht, den perfekten Stoff. Doch in Anbetracht der mysteriösen Geschehnisse, die ihm widerfahren, verfällt er beinahe dem Wahnsinn. Immer wieder hat man den Eindruck, dass es sich bei den Vorkommnissen vielleicht auch um Wahnvorstellungen von ihm handeln könnte, und dies würde nicht nur einige Logikfehler entschuldigen, sondern könnte dem Film eine hochinteressante zweite Ebene geben und dabei helfen, eine stimmige Pointe zu formulieren. Die Möglichkeiten, die sich daraus besonders im Hinblick auf das Ende ergeben hätten, wären fantastisch - bleiben aber weitgehend ungenutzt. Scheinbar wollte Derrickson nicht Gefahr laufen, zu nahe an Stanley Kubricks Shining zu rücken, wobei man um den Gedanken an die berühmte Stephen-King-Verfilmung aufgrund der zahlreichen Parallelen ohnehin nicht herumkommt. Letztlich gab man sich in den letzten Minuten mit einer fast schon klassischen Horrorfilmentwicklung und einer beinahe albernen Wendung zufrieden, was jedoch rückblickend mehr als schade ist.

Sinister hätte mit einem etwas konsequenteren Ausbau der durchaus originellen Ideen, etwas mehr Tiefgang und einem originelleren Ende sicherlich das Zeug gehabt, ein Horrorklassiker zu werden. Trotz einiger Abstriche ist er dennoch ein sehr spannender und atmosphärischer Horrorstreifen, der definitiv sehenswert ist.

Keine weitere Wertung


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