Ben Cronin kann eigentlich mit seinem Leben glücklich sein. Er ist ein erfolgreicher Sportler, sehr angesehen bei seinen Freunden und hat eine hübsche Freundin. Doch dann taucht Madison auf...
Der Film soll laut den Angaben der Produzenten "auf der Augenhöhe der Jugendlichen sein". Ich zähle mich jetzt mal frecherweise zu den noch "Junggebliebenen" und muss sagen: Sorry Jungs, so eine Schrottstory habe ich selten gesehen! Da der Film ein Thriller sein soll (was ja bekanntermaßen eines meiner Lieblingsgenres ist) war ich anfangs richtig gespannt, was uns die Produzenten von In the Bedroom so zauberten. Doch nach einigen Minuten wurde mir klar: Die hätten lieber bei Dramen bleiben sollen!
Die Story ist ab Minute eins vorhersehbar. Kurz nach der Blitzvorstellung der Charaktere taucht Madison auf, die sehr attraktiv auf den erfolgreichen Ben Cronin wirkt. Dummerweise bekommt die blonde Schönheit ihren Spind nicht auf und so kommen Ben und Madison das erste Mal in Kontakt. Bereits hier ist dem Zuschauer schon klar, was passieren wird; Ben, glücklich verliebt mit Amy, wird mit Madison fremdgehen. Amy bekommt Wind davon und macht Schluss. Madison wittert ihre Chance und versucht alles, um an Ben ranzukommen.
Ihr seht schon: Spannung pur! Das Einzige, das nicht direkt vorhersehbar war, sind die Aktionen die Madison startet, um an Ben ranzukommen und ihn von Amy wegzubekommen. Doch leider kann das natürlich keinen Film füllen und daher ist eben jener an vielen Stellen sehr langwierig und überflüssig. Doch nicht, dass sich damit Produzenten und Regisseur begnügt hätten, Nein! Es musste noch schlimmer kommen, so wurde jedes auch noch so schlechte Klischee ausgekostet und das in einer so extremen Form, dass ich manchmal kurz vor dem Verlassen des Kinosaals war.
Über Swimfan gibt es nicht viel mehr zu sagen, als dass der Film nicht mehr als eine Seifenblase unter dem Fuß eines Elefanten ist. Kaum wirkungsvoll als Thriller, kaum widerstandsfähig gegen Kritik und vor allem: Vorhersehbar von vorne bis hinten. Einzig und allein Shiri Appleby (Amy) und Erika Christensen (Madison) können durch gutes Aussehen glänzen, aber mehr leider auch nicht (aber dafür können die Beiden wirklich nichts). Jesse Bradford (Ben) macht seine Sache eigentlich recht gut, aber in einigen Szenen kauft man ihm seine Gefühle nicht so wirklich ab (was aber auch am Drehbuch oder Regisseur liegen könnte). Zu mehr als einem schlechten Mittelklassefilm ohne Sonderausstattung reicht es nicht.