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Flight

(Flight, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

73%



Inhalt

Bei einem Flugzeugabsturz gelingt es Pilot Whip Whitaker, durch ein waghalsiges Manöver das Leben der Insassen zu retten. Nach der anfänglichen Euphorie über die heldenhafte Tat stoßen die Ermittler bei der Suche nach der Ursache des Absturzes jedoch auf immer mehr Unklarheiten. Vor allem auch im Zusammenhang mit Whips Flugtauglichkeit.

Kritik

von Bettina Friemel

Wertung Kritik

82%

Eigentlich möchte man meinen, ein Pilot, der ein vollbesetztes Flugzeug vor dem sicheren Absturz bewahren konnte, müsste jeden Respekt und Anerkennung bekommen. Doch was, wenn er bis kurz vor dem Abflug noch Alkohol und Drogen konsumiert hat und damit das Leben zahlreicher Menschen ohnehin aufs Spiel gesetzt hat? Robert Zemeckis widmet sich der Frage in einem eindringlichen und spannenden Drama, in dem sich Denzel Washington einmal mehr zu einer Oscar-Nominierung gespielt hat.

Bild aus Flight Whip Whitaker ist ein hervorragender Pilot. Sozusagen Pilot aus Leidenschaft, flog er doch schon als kleiner Junge mit seinem Vater über die Felder. Deshalb hätte es wohl auch gar nicht glücklicher kommen können, dass er kurzfristig für einen Routineflug eingeteilt wurde - in einer defekten Maschine. Als sämtliche Funktionen versagen und sich das Flugzeug bereits im Sturzflug befindet, behält Whip einen kühlen Kopf und fliegt ein waghalsiges Manöver, kann damit fast hundert Leben retten und wird als Held gefeiert. Doch erst im Nachhinein kommt ans Licht, dass Whitaker die Maschine gar nicht hätte besteigen dürfen, schon gar nicht als Pilot.

Flight hat nur auf den ersten Blick mit einem Flugzeugabsturz zu tun. Auf den zweiten Blick erschließt sich der Titel mehr und mehr als die andere Bedeutung des Wortes: Flucht. Die Flucht in ein Leben voller Lügen, in dem der Protagonist selbst nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist. Zu sehr hat ihn die Alkoholsucht im Griff. Denzel Washington verschwindet hinter der tragischen Figur, die nach außen den tollkühnen Helden gibt, in Wahrheit jedoch schon seit Jahren ein seelisches Wrack ist, das sich die Ausmaße der Sucht nicht eingestehen kann.

So ist und bleibt Whip Whitaker für seine Mitmenschen ein Mann voller Geheimnisse. Obwohl er von den Medien als Held und Retter gefeiert wird, erfährt die Öffentlichkeit doch eigentlich nichts über den Piloten, der 96 Passagiere vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Der im richtigen Moment das Richtige getan hat, obwohl er voll mit Wodka und Kokain war. Nicht einmal sein eigener Sohn, der nach der Trennung der Eltern bei seiner Mutter lebt, weiß, was für ein Mann sein Vater ist, zu sehr war Whip immer darauf bedacht, die Fassade aufrecht zu erhalten.

Robert Zemeckis hat mit Flight ein hervorragendes und eindringliches Porträt eines Alkoholikers geschaffen und mit Denzel Washington eine perfekte Wahl für die Hauptrolle getroffen. Man kann dem Film einzig vorwerfen, dass er vielleicht auch hätte ein wenig kürzer sein können. Wenn man sich nicht von der Thematik abschrecken lässt und sich nicht zu sehr auf ein Flugzeug-Crash-Drama einstellt, kann man sich hervorragend von Denzel Washington durch die verschiedenen Phasen seiner Abhängigkeit tragen lassen. Bis zu seiner Katharsis ist es zwar ein langer und steiniger Weg, doch dafür kommt der Moment der Erkenntnis umso härter.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

82%

Man sollte sich vom Marketing des Filmes nicht täuschen lassen, denn es handelt sich bei Robert Zemeckis neuestem Streich nicht um einen Film, der einen Flugzeugabsturz oder eine Gerichtsverhandlung als zentrales Thema hat, sondern die Abgründe eines suchtkranken Menschen thematisiert. Die Idee, das Ganze in eine solche Geschichte zu verpacken, ist innovativ, zudem sehr glaubwürdig gezeichnet und umschifft dabei die gängigen Klischees. Darstellerisch gibt es kaum was zu meckern und der Platzhirsch Denzel Washington überrascht mit einer zurückhaltenden und eindrucksvollen Performance. Unterm Strich ist Flight ein ehrliches und teilweise sogar ergreifendes Suchtdrama, das man in einer solchen Präsentation bislang noch nicht gesehen hat. Man sollte nur nicht mit der falschen Erwartung herangehen, das im Trailer suggerierte Gerichtsdrama geboten zu bekommen.

Kurzkritik

von Florian Lieb

Wertung Kurzkritik

48%

Nach Jahren der Mo-Cap-Filmerei und der Erkenntnis, dass sich damit 1. kein Geld machen und 2. dementsprechend kein Budget generieren lässt, ist Robert Zemeckis nach über einem Jahrzehnt wieder im Live-Action-Kino gelandet. Als Material diente dabei ein eindringliches Alkoholiker-Drama rund um das Kino-Schwergewicht Denzel Washington. Dieser schnabuliert in Flight alles, was mehr als 0,1 Prozent Alkoholgehalt hat und nicht bei drei auf den Bäumen ist, dabei kontinuierlich alle Figuren um sich herum niederreißend - abgesehen in einem Moment von Gottes Gnade, wenn er im Vollsuff ein Passagierflugzeug vor dem Absturz bewahrt. Das größte Problem von Zemeckis filmischer Rückkehr ist dabei nicht das stereotyp alle Klischees von Alkoholikern und Drogensüchtigen abarbeitende Drehbuch, sondern dass dieses öfters als ihm lieb sein kann in komödiantische Gefilde driftet. Das aufgesetzte kathartische Ende, das so aus heiterem Himmel hereinbricht wie die abstürzende Maschine zum Schluss des ersten Aktes, tat ebenfalls nicht Not am Mann.

Kurzkritik

von Markus Müller

Wertung Kurzkritik

80%

Flight gehört zu den Filmen, nach denen man sich mehrfach überlegt, ob man jemals wieder in ein Flugzeug steigt. Ungeachtet dessen handelt es sich hier aber um einen wirklich gelungenen Film. Die zugrundeliegende moralische Frage ist allein schon interessant genug, um den Film zu tragen - den Rest macht Denzel Washington. Denn trotz vieler Qualitäten hat Zemeckis' Film auch mit einigen Längen zu kämpfen. Dem gegenüber stehen allerdings fantastische Szenen und ein phänomenaler Hauptdarsteller.



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