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The Man with the Iron Fists

(The Man with the Iron Fists, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

54%



Inhalt

Ein geheimnisvoller, talentierter Schmied lebt in einem Dorf im feudalen China des 19. Jahrhunderts. Eines Tages kommen verschiedene Kämpfer in dem idyllischen Ort zusammen, um einen legendären Goldschatz zu finden. In den blutigen Kämpfen spielen die Waffen des Schmieds ebenso eine entscheidende Rolle, wie die leichten Mädchen von Madame Blossom.

Kritik

von Markus Müller

Wertung Kritik

72%

Der Typ von Wu-Tang hat einen Film gemacht! Und er hatte dabei Unterstützung von Quentin Tarantino! Was viele Filmfans neugierig macht, offenbart sich als sehr stylisher und zeitweise wirklich spaßiger Streifen, der inhaltlich jedoch komplett nichtssagend ist. The Man With the Iron Fists ist für Fans leicht verdaulicher Martial-Arts-Action sicherlich interessant und auch nach zehn Bier noch ohne Verluste verständlich. Vielleicht hätte RZA noch ein wenig mehr an der Trash-Schraube drehen müssen, um einen Kultfilm zu erschaffen.

Bild aus The Man with the Iron Fists Quentin Tarantino präsentiert mal wieder einen Film. Das muss an sich noch nicht viel heißen, doch da hinter The Man With the Iron Fists kein geringerer als Wu-Tang-Clan-Legende und Kung-Fu-Fan RZA steckt, wird die Sache spannend. RZA soll sich von Tarantino einige Ratschläge für seinen Film geholt haben und man kann nicht leugnen, dass man dies dem fertigen Werk auch ansieht. Streckenweise sieht RZAs Film aus wie Kill Bill, was vielleicht auch ein wenig an Lucy Liu liegt. Ebenfalls mit an Bord war Hostel-Regisseur und Tarantino-Kumpel Eli Roth, der zusammen mit RZA das Drehbuch schrieb.

Tatsächlich ist The Man With the Iron Fists ein stylisher, cooler Film geworden, der geschickt mit seinem Musikeinsatz (der recht Wu-Tang-lastig ist) spielt und von der ersten Minute an, im wahrsten Sinne auf den Zuschauer einprügelt. Dazu kommen extrem übertriebene Gewaltspitzen, die das reizüberflutete Publikum im Kinosaal mit herrlichem Splatterhumor zum Lachen bringen. Gekrönt wird das Spektakel durch eine außergewöhnliche Besetzung, die neben RZA selbst in der Hauptrolle mit Russel Crowe (A Beautiful Mind), Lucy Liu (Lucky Number Slevin) auch dem früheren Wrestler und MMA-Kämpfer Dave Bautista (Wrong Side of Town) aufwartet.

Keine Frage, The Man With the Iron Fists hätte das Zeug zum Kultfilm. Doch es gibt ein Problem: Er ist nahezu vollkommen inhaltslos! Das Drehbuch von RZA und Roth kann nur aus besoffen auf ein Blatt gekritzelten Stichpunkten bestanden haben, und so hält der Film den Zuschauer nur durch die vielen absurden Ideen in einzelnen Szenen oder die comic-haften Kämpfe und amüsant überspitzten Gewaltdarstellungen bei Laune. Leider reicht dies nicht, um den Film über die gesamt Laufzeit spannend zu halten, und so kommt es zwischenzeitlich immer wieder zu dramaturgischen Durchhängern, die auf Dauer den Gesamteindruck erheblich schmälern.

Die Figuren sind wunderbar überzeichnet und grotesk witzig, allerdings bleiben sie, abgesehen vom von RZA verkörperten Schmied, allesamt ohne Geschichte und sind somit im Grunde genommen nicht viel mehr als immer wiederkehrende Running Gags oder bloße Actionakteure, wie Dave Bautista als Brass Body - einem scheinbar unbesiegbaren Hünen, der eine Art Goldpanzer über seine Haut ziehen kann und somit unverwundbar wird. Das ist nicht nur irgendwie reizlos, sondern auch nach dem dritten Einsatz seines Edelmetallpanzers recht nervig. Bei Siegfried dem Drachentöter wusste man, dass er in Drachenblut gebadet hat und dadurch (fast) unverwundbar ist, bei Brass Body erfährt man nichts über die Gründe für seine Fähigkeiten. Man muss einfach hinnehmen, dass er eben manchmal aus Gold besteht.

Man müsste sich hieran nicht stören, schließlich ist RZAs Film voller trashiger Elemente, doch leider wurde der Trash-Ansatz nicht konsequent genug umgesetzt. Dafür ist The Man With the Iron Fists in seinen Grundtönen fast schon zu ernst. In den richtigen Momenten hätte es noch mehr verrückt geniale Einfälle, wie die rotierende Messerpistole, mit der Russel Crowe als Jack Knife hantieren darf, gebraucht.

Paradox ist, dass literweise Blut spritzt und eine Jugendfreigabe kaum zu erwarten sein dürfte, aber fast schon peinlich genau darauf geachtet wurde, keine Brüste zu zeigen. Nun sind Brüste nicht essentiell für einen gelungenen Film, doch wenn man die Handlung unbedingt über weite Strecken in einem Bordell ansiedeln muss, ist es merkwürdig, wenn die Damen in den Sexszenen immer noch einen Hauch von Stoff am Körper haben oder der Kamera nur ihren Rücken zuwenden.

RZAs Regiedebüt kann das schwache Drehbuch über weite Strecken durch optische Schauwerte und einige originelle Ideen abfangen und gefällt durch einen eigenen Charme. Dennoch ist es schade, wie viel Potenzial vergeben wurde.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

35%

Viel gewollt, aber nur wenig gekonnt. Dabei waren die Voraussetzungen für The Man with the Iron Fists optimal. Man hat Tarantino als Produzenten an Bord, Eli Roth war am Drehbuch beteiligt und vor der Kamera gab sich eine durchaus nahmhafte Darstellerriege die Ehre. Doch heraus kam leider eine belanglose Kopie der zitierten Filme, die keinen roten Faden vorweisen kann und vor allen Dingen an RZA scheitert. Wer auch immer auf die Idee kam, einen klassischen Martial-Arts-Film mit Hip-Hop zu untermalen, gehört gesteinigt, nimmt dies doch jegliche Atmosphäre und Ästhetik. Die Dialoge sind selbst für eine trashige Aufarbeitung des Genres zu schlecht, um zu unterhalten, und als Hauptdarsteller ist RZA ebenfalls ein absoluter Totalausfall. Dass der Film selbiges letzten Endes zumindest nicht komplett ist, liegt vor allen Dingen an einigen wenigen Szenen, in denen durchaus ein wenig Kreativität aufzublitzen vermag und der gänzlich unterforderte Russell Crowe ein wenig chargieren darf. Ansonsten leider selbst für Freunde des Genres eine absolute Enttäuschung.



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