Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln Poster

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Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln

(Rang zidan fei, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

60%



Inhalt

Nach einem missglückten Überfall auf einen Zug kommt Stadthalter Ma Bangde auf eine lebensrettende Idee: Der Gangster Pocky Zhang soll seinen Platz einnehmen und könnte somit durch die Steuern einen großen Reibach verdienen. Was sich zu Beginn noch nach einem tollen Plan anhört, könnte schnell tödliche Folgen haben, denn der Gangsterboss Huang sieht es gar nicht gerne wenn in seinem Revier gewildert wird.

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Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

60%

Trotz seiner opulenten Ausstattung und einem namhaften Cast hat Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln doch so einige Probleme. Vor allen Dingen der Mix aus Gewalt und Humor lässt sich innerhalb der Geschichte nur selten in Einklang bringen. Dank der gut aufspielenden Darstellerriege bleibt der Zuschauer bei diesem überlangen und nicht einfach zu durchschauenden Werk jedoch über weite Strecken bei der Stange und kann doch noch kurzweilig unterhalten werden.

Bild aus Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln war in seinem Heimatland ein riesiger Blockbuster, vergleichbar etwa mit den Erfolgen von Bullys Komödien um Der Schuh des Manitu hierzulande. Mit einem namhaften Ensemble um Veteranen wie Chow Yun-Fat (A Better Tomorrow) und Carina Lau (Infernal Affairs) ausgestattet, schuf Drehbuchautor, Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion Wen Jiang (Rotes Kornfeld) ein selbstironisches Werk, das nach Avatar - Aufbruch nach Pandora der erfolgreichste Film aller Zeiten in seinem Heimatland wurde.

Im Jahre 1920 überfällt Pocky Zhang mit seiner Bande den Zug des Stadthalters Ma Bangde. Da sie keinerlei Beute aus diesem Überfall ziehen können, kommt der Stadthalter auf eine lebensrettende Idee. Er gibt sich als sein Assistent aus und erzählt Zhang, dass er als Stadthalter selbst viel Geld machen könnte, indem er die Steuern der Stadt einkassiert. Doch so einfach ist das Unterfangen nicht, zieht er doch den Unmut des Gangsterbosses Huang damit auf sich.

Wen Jiangs Film entpuppt sich als intrigenreiches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Figuren gerne Mal die Seiten wechseln und der Zuschauer oftmals Mühe hat herauszufinden, wer denn nun Freund oder Feind ist. Aufgebauscht in eine überlange Spielzeit von etwas mehr als zwei Stunden besteht zudem das Problem, auch nur einen wirklichen Sympathieträger ausfindig zu machen, mit dem sich der Zuschauer identifizieren kann. Dies ist auch dem Umstand zu verdanken, dass der Film nicht so ganz weiß, welchem Genre er angehören möchte. Denn die unzähligen Stilbrüche, hierbei klar der Humor- und Gewalteinsatz hervorzuheben, sorgen dafür ,dass sich der Film zwar in vielen Momenten selbst nicht ganz ernst nimmt, jedoch gleichzeitig die an sich brutal erzählte Geschichte verharmlost wird.

Inszenatorisch gibt es nur wenig Grund zur Klage. In farbenfrohen Bildern besticht die pompöse Ausstattung, wie man es von einem historisch angehauchten chinesischen Film fast schon gewohnt ist. Hinzu kommt noch eine eindringliche Musikuntermalung von Hayao Miyazakis Haus und Hof Komponisten Joe Hisaishi (Chihiros Reise ins Zauberland), die das Ganze hervorragend abrundet. Zwar sieht man vielen Actionszenen ihre Herkunft aus dem Rechner deutlich an, jedoch ist deren Choreografie meist so gut, dass sie die optischen Schwächen einigermaßen kaschieren kann.

Letzten Endes sollte man schon eine gewisse Hingabe zum asiatischen Kino besitzen, um an Let the Bullets Fly - Tödliche Kugeln Gefallen zu finden, da er für Zuschauer, die westliche Filme gewohnt sind, nur schwer zugänglich sein wird. Besonders die unsympathisch gestalteten Charaktere sowie der extrem blödel-lastige Humoreinsatz mit gewalttätigen Spritzen ist gewöhnungsbedürftig. Auch wenn Chow Yun-Fat einmal mehr eine beeindruckende Leinwandpräsenz an den Tag legt, so ist es letzten Endes dennoch nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet dieses Werk zum erfolgreichsten chinesischen Film aller Zeiten in seinem Heimatland wurde.

Keine weitere Wertung


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