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Fünf Freunde 2

(Fünf Freunde 2, 2013)

Dt.Start: 31. Januar 2013 Premiere: 31. Januar 2013 (Deutschland)
FSK: o.A. Genre: Familie
Länge: 85 min Land: Deutschland
Darsteller: Valeria Eisenbart (George), Quirin Oettl (Julian), Justus Schlingensiepen (Dick), Neele-Marie Nickel (Anne), Oliver Korittke, Peter Lohmeyer, Kristo Ferkic (Hardy), Stefan Konarske (Max)
Regie: Mike Marzuk
Drehbuch: Enid Blyton, Peer Klehmet


Inhalt

Die fünf Freunde George, Dick, Julian, Anne und Hund Timmy sind zurück und erleben wieder gefährliche Abenteuer. Diesmal reisen sie in das legendäre Katzenmoor, in dem laut zahlreichen Legenden einst das "Grüne Auge", ein riesiger Smaragd, versteckt wurde. Dort lernen sie auch den wohlhabenden Jungen Hardy kennen, mit dem es kurze Zeit später zu einer fatalen Verwechslung kommt.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Fünf Freunde 2 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 80%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Harald Witz
Fünf Freunde 2 hat eine Wertung von 80%
Erneut finden die Freunde in den Ferien das Abenteuer. Aufgrund einer Verwechslung wird Dick (Justus Schlingensiepen) entführt. Seine drei Freunde (Valeria Eisenbart, Quirin Oettl, Neele Marie Nickel), Hund Timmy sowie der reiche Schnösel Hardy (Kristo Ferkic) eilen zu Hilfe. Nach dem Erfolg von Enid Blytons Fünf Freunde im letzten Jahr legen Mike Marzuk und sein Team nach.

Bild aus Fünf Freunde 2 Ein Jahr geht schnell vorbei. Noch im Januar 2012 feierte Mike Marzuks turbulenter Abenteuerfilm Fünf Freunde nach den Romanen von Enid Blyton seine Premiere in München und eroberte von dort die Herzen der Kinogänger (800.000 Zuschauer). Am vergangenen Sonntag, 27.01., gab es wieder eine Premiere. Dieses Mal für die Fortsetzung, denn die Produzenten Andreas Ulmke-Smeaton und Ewa Karlström hatten sich schnell für ein weiteres Abenteuer der Freunde Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen), Anne (Nele Maria Nickel), George (Valeria Eisenbart) sowie Hund Timmy entschieden.

Das lag zum einen an dem sehr präzise und einzigartigen Ton, den der Rock it-Macher Marzuk für seine Erzählung gefunden hatte, der sowohl der Vorlage als auch den Seh- und Lebensgewohnheiten des jungen Zielpublikums gerecht wurde. Zum anderen überzeugten die jungen Darsteller als attraktives Ensemble. Diese beachtliche Chemie spielt auch im neuen Abenteuer die entscheidende Rolle, wenn es um die Gefühle zwischen den Charakteren und die Identifikation des Publikums mit ihnen geht.

Die Themen Freundschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl bilden den Kern der Fortsetzung, wenn sich zu den vier Kindern ein fünftes hinzugesellt. Der schnöselige, weil reiche Hardy wird von Kristo Ferkic gespielt. Dieser hat im letzten Frühjahr mit dem Mysterythriller Haus der Krokodile ebenfalls einen tollen Erfolg gefeiert und blickt wie Valeria Eisenbart bereits auf eine imposante Karriere zurück. Der einsame Hardy ist am Ende so fest in der Gruppe integriert, dass man sogar von "6 Freunde" sprechen kann.

Auch das neue Abenteuer der Freunde beginnt in der zeitlosen Romantik eines ewigen Sommers. Die vier Kinder und Hund Timmy machen auf ihrer Fahrradtour Halt an einem pittoresken Bergsee in der Nähe des berühmten Gaffensteinfelsens. Dort liegt das Katzenmoor, das seinen Namen einst von einem berüchtigten Dieb erhalten hat. Dieser hat angeblich dort irgendwo einen wertvollen Edelstein versteckt. Statt des Diebes lernen George, Julian, Dick und Anne den gleichaltrigen Hardy (Ferkic) kennen.

Hardys Vater (Heio von Stetten) ist schwer reich, weshalb Hardy auch auf einem coolen Quad durch die Gegend herumbraust und einen Hi-Tech-Roboterhund als Haustier hat. Natürlich kann Dick einer Probefahrt auf dem vierrädrigen Vehikel nicht widerstehen und wird prompt von den beiden Möchtegern-Ganoven Max (Stefan Konarske) und Fil (Oliver Korittke) entführt. Natürlich wollten sie eigentlich Hardy und glauben Dicks Beteuerungen nicht. Ihr Boss Rookey (Peter Lohmeyer), gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen, vermutet nämlich, dass Hardy den Schlüssel zu jenem sagenhaften Smaragd der Schwarzen Katze besitzt. Doch Hardy und schon gar nicht Dick wissen, was dies für ein Schlüssel sein kann. Natürlich machen sich die Freunde sofort auf, um Dick zu retten. Hardy schließt sich ihnen natürlich an.

Mit dem großen Lohmeyer, Korritke, Konarske, von Stetten sowie Anatole Taubman (Kurzauftritt als Agent Turner) sind auch die erwachsenen Rollen bestens besetzt. Mit gewitztem Overacting sorgen sie dafür, dass die Helden ihr Abenteuer mit dem nötigen Ernst einer aufregenden Kinderunterhaltung bestehen. Regisseur Marzuk hat dafür eine klare Rollenverteilung definiert. Lohmeyer gibt den Waffen fuchtelnden Bösewicht, der nur unwesentlich schlauer ist als seine beiden Handlanger. Der Geltungssüchtige Max himmelt den Chef an und schikaniert den tollpatschigen Bruder, der ohnehin viel lieber Zirkusclown geworden wäre. Trotz ihres Missetäter-Status sorgen sie für die Lacher.

Die sechs Freunde sind ja mit der Action beschäftigt. So muss Julian schon mal eine Burgmauer hinunter und wieder hinaufklettern, und unter "Kampfgasen" muss er ebenfalls leiden. George, Anne und Hund Timmy sind dagegen für die Denkarbeit zuständig.

Marzuks Inszenierung fokussiert auf ein junges Publikum zwischen 5 und 12 Jahren. Handlung, Spannung und Gags sind darauf abgestimmt und entfalten ein Flair wie zuletzt die Vorstadtkrokodile und das bereits erwähnte Haus der Krokodile. Den Drehbuchautoren Peer Klehmet und Sebastian Wehlings gelingt eine sanfte Emanzipation von der Vorlage, ohne diese zu verraten.

Enid Blytons Idee von Freundschaft und Solidarität bildet noch immer den Kern der turbulenten Ereignisse, nur wurde der Abenteuercharakter gegenüber dem Detektivspiel des Originals verstärkt. Das Konzept der 1969 verstorbenen Autorin - 100 Millionen verkaufte Jugendbücher sprechen eine klare Sprache - ist dank der Modernisierungen weiterhin aktuell und faszinierend. Marzuk fügt seiner Leinwandvision ein wenig Nostalgie mittels eines Wanderzirkus bei, für Mystery sorgt die Hintergrundgeschichte um ein ominöses Volk, das ohne den Smaragd vom Pech verfolgt wird.

Der Erfolg an der Kinokasse ist also eine ausgemachte Sache. Der Regisseur deutete im Interview bereits die Möglichkeit einer weiteren Fortsetzung an. Angesichts der großartigen Voraussetzungen spricht nichts gegen eine weitere Premiere im Januar 2014. Das ist auch gar nicht lange hin, denn so ein Jahr geht bekanntlich schnell vorbei.



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Fünf Freunde
Dt. Start: 26. Jan 2012
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