The Impossible Poster

Film-Seite zu The Impossible
Trailer zu The Impossible
Poster zu The Impossible
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
PDF zu The Impossible

The Impossible

(The Impossible, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

72%



Inhalt

Maria und Henry verbringen zusammen mit ihren Kindern 2004 die Weihnachtszeit in einer Ferienanlage in der thailändischen Küstenstadt Phuket. Als sie am Morgen des 26. Dezembers am Pool entspannen, wird die Ruhe jäh durch eine riesige, sich auf die Familie zu bewegende Tsunamiwelle unterbrochen. Sie werden voneinander getrennt und es beginnt eine Suchaktion in von Wasser verwüsteter Landschaft, bei der die Familie mitbekommt, wie wichtig Zielstrebigkeit, Mut und Hilfsbereitschaft sind.

Kritik

von Benjamin Schieler

Wertung Kritik

72%

Der Name ist Programm. Kann es gelingen, eine Familiengeschichte über eine der größten und weitreichendsten Naturkatastrophen der vergangenen zehn Jahre zu erzählen - den Tsunami im Indischen Ozean an Weihnachten 2004 - ohne allzu sehr ins Melodramatische abzurutschen? Fast unmöglich. Der Spanier Juan Antonio Bayona (Das Waisenhaus) hat es versucht. Es ist ihm fast gelungen. Naomi Watts erhielt Nominierungen für die Golden Globes und den Oscar, doch aus der eindrucksvollen Darstellerriege sticht ein Debütant hervor.

Bild aus The Impossible Am 24. Dezember 2004 brechen Henry (Ewan McGregor, Lachsfischen im Jemen) und Maria (Naomi Watts, J. Edgar) mit ihren drei Söhnen Lucas (Tom Holland), Thomas (Samuel Joslin) und Simon (Oaklee Pendergast) zu einem Weihnachtsurlaub ins paradiesische Khao Lak auf. Zwei Tage später finden sie sich in einer Katastrophe wieder. Ohne Vorwarnung brechen gewaltige Flutwellen auf sie ein. Die Familie schafft es nicht mehr rechtzeitig, am Pool zusammenzubleiben. Maria und Thomas werden ins Landesinnere gespült, retten sich auf einen Baum und landen mit Hilfe von Einheimischen in einer Klinik, in der die schwerverletzte Maria ums Überleben ringt. Henry stapft kraftlos durch die Ruinen seines Hotels - und begibt sich verzweifelt auf die Suche nach dem Rest seiner Familie.

Es gilt in Literatur und Film der Grundsatz, dass Werke vor allem dann eine starke Wirkung auf ihre Rezipienten haben, wenn diese eine mittel- oder unmittelbare Verbindung zu dem Geschehen haben. Der Tsunami des zweiten Weihnachtsfeiertages 2004 hat mehr als 230.000 Menschen aus aller Welt das Leben gekostet, die Fernsehbilder hat wohl keiner vergessen. Aus einer mikroskopischen realen Perspektive - Vorbild waren die Spanier Enrique und Maria Belon sowie ihre drei Söhne - hat sich Juan Antonio Bayona des kaum Fassbaren angenommen.

Da der Zuseher bis zu einem bestimmten Punkt weiß, was passieren wird, erlebt er bereits die friedlichen ersten Minuten in höchster emotionaler Anspannung. Wenn die Familie ihren ebenen Bungalow direkt am Strand bezieht, möchte man ihr zurufen, doch um Gottes Willen weit weg zu rennen. Dann erfassen die Wassermassen das Hotel samt seiner schutzlosen Gäste mit einer visuellen Wucht, die nur das Kino erzählen kann. Die Welle und ihre Kraft sind Horror pur, da braucht der Experte Bayona keine zusätzlichen Schocker-Elemente. Als inszenatorischer Fehlgriff erweist sich allerdings die Entscheidung des Regisseurs, die Bilder vom Einschlagen der Welle gegen Ende des Films zu wiederholen. Das ist der Melodramatik dann doch zu viel. Die Frage, welche zuvor eingeführte Figur überleben wird, hält denjenigen in Atem, der es vermeidet, zuvor mehr als nötig über den Film zu lesen oder den Trailer anzusehen. Dieser nimmt der Geschichte einiges an Spannung.

Als Opfer mit unbändigem Willen zum Überleben und der nie enden wollenden Hoffnung, ihren Mann und ihre beiden jüngsten Söhne wiederzusehen, macht Naomi Watts eine starke Figur. Der junge Brite Tom Holland aber, der sich im Krankenhaus nützlich zu machen versucht, um der Konfrontation mit bösen Befürchtungen auszuweichen, übertrumpft sie noch und erhielt für seinen Durchbruch zurecht zwei Darstellerpreise. Kurze, aber sehenswerte Auftritte haben zudem die Granddame Geraldine Chaplin (Und wenn wir alle zusammenziehen?) sowie der Deutsche Sönke Möhring (Inglorious Basterds).

Keine weitere Wertung


Weitere interessante Filme


Leider haben wir derzeit keine Vorschläge zu diesem Film.
Film vorschlagen

 

© 2014 MovieMaze.de