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Francis Ford Coppolas zeitloser Mafiaklassiker zählt unumstritten zu einem der besten Filme aller Zeiten. Das vielfach ausgezeichnete Meisterwerk überzeugt in jeder Hinsicht und war Vorbild für zahllose weitere Mafiafilme. Die grandiosen Leistungen der Darsteller sind es vor allem, die den Film ausmachen und die komplexe Geschichte, die durchgehend überzeugend aus der Romanvorlage übernommen wurde, tragen. Keine Frage, diesen Film muss man gesehen haben!
Wenn ein großartiger Roman wie Mario Puzos "Der Pate" von einem genialen Regisseur wie Francis Ford Coppola (Apokalypse Now) verfilmt wird, ist es recht wahrscheinlich, dass ein Film entsteht, der zumindest sehenswert ist. Doch aus Der Pate wurde sehr viel mehr, nämlich einer der besten und erfolgreichsten Filme aller Zeiten.
Entgegen vieler Romanverfilmungen wurde hier die Geschichte im Vergleich zum Buch nicht all zu stark verfremdet. Zwar wurden einzelne, wenig bedeutsame Handlungsstränge weggelassen, oder zumindest stark komprimiert, alles in allem hält sich der Film aber sehr stark an die Ursprungsgeschichte. Dass dies authentisch wirkt und auch ein Fan des Buches vom Film zwangsläufig begeistert sein wird, liegt vor allem an dem großartigen Cast. Sowohl Marlon Brando als Don Vito Corleone als auch die komplette restliche Besetzung sind absolut ideal gewählt, jede Rolle wurde mit einem Darsteller besetzt, der perfekt auf die jeweilige Figur passt. Nun gut, fast jede, bei Luca Brasi hat man sich leider völlig vergriffen. Im Buch ist der Killer der Corleones ein skrupelloser, eiskalter Charakter, der sogar Babys in den Ofen schmeißt, im Film ist er ein großer tollpatschiger Dümmling ohne jedes Profil.
Aber sich an solchen Kleinigkeiten aufzuhalten wäre bei diesem Meisterwerk unsinnig. Allein die Leistung von Al Pacino, dessen Vater ürbrigens aus Corleone stammt, entschädigt für alles. Wie er die Entwicklung des Michael Corleone spielt, ist absolut faszinierend. Seine Performance in Der Pate ist in etwa vergleichbar mit seiner Rolle als Tony Montana in Brian De Palmas Klassiker Scarface, wobei seine Figur in Coppolas Film einen noch viel größeren Wandel durchlebt.
Viele Worte müssen zu diesem Klassiker wahrlich nicht verloren werden. Der Pate ist absolut rund, stimmig, atmosphärisch und in wirklich allen Belangen überzeugend. Ein Film, den man gesehen haben muss und selbst dann gut finden wird, wenn man sich sonst nicht mit der Mafia-Thematik auseinandersetzt. |