Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute Poster

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Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute

(Black Out, 2012)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 11. April 2013
Premiere: 26. Januar 2012 (Niederlande)
FSK: ab 18 Genre: Action, Komödie, Krimi
Länge: 93 min Land: Niederlande
Darsteller: Raymond Thiry (Jos Vreeswijk), Kim van Kooten (Caroline), Bas Keijzer (Bobbie), Renee Fokker (Coca Inez), Edmond Classen (Charles), Katja Schuurman (Charity), Birgit Schuurman (Petra), Willie Wartaal (Wally), Kempi (Björn), Simon Armstrong (Vlad), Ursul de Geer (Rudolf), Alex van Warmerdam (André), Chico Kenzari (Youssef), Robert de Hoog (Gianni), Horace Cohen (Rex)
Regie: Arne Toonen
Drehbuch: Gerben Hellinga, Melle Runderkamp


Inhalt

Jos wacht eines Morgens neben einer Leiche auf, die Knarre noch in der Hand. Nur blöd, dass er sich an nichts erinnern kann. Als dann auch noch sämtliche Drogenbosse ihr angeblich gestohlenes Kokain wiederhaben wollen, muss Jos schnell eine Lösung finden - denn morgen will er seine große Liebe Caroline heiraten und sein Kriminellen-Dasein hinter sich lassen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 80%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Bettina Friemel
Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute hat eine Wertung von 80%
Black-Outs sind immer ein hervorragender Ausgangspunkt für eine spannende Geschichte. Hangover, Memento oder Die Bourne Identität haben sich die Gedächtnislücken bereits erfolgreich zu eigen gemacht. Jetzt kommt eine niederländische Gangster-Komödie und benennt sich auch gleich danach. Der große Vorteil: Die Hauptfiguren erleben dieselben Überraschungen wie der Zuschauer - und die können manchmal ganz schön ungewöhnlich sein.

Bild aus Black Out - Killer, Koks und wilde Bräute Wenn man am nächsten Morgen neben einer entstellten Leiche aufwacht, was würde man tun? Vielleicht die Polizei rufen. Aber das ist keine Option, wenn man selber Dreck am Stecken hat. Vor allem, wenn man sich nicht mehr an den vergangenen Tag erinnern kann. Alles, was Ganove Jos noch weiß, ist, dass er morgen heiraten will. Also muss die Situation schnell bereinigt, die Leiche weggeschafft und Spuren beseitigt werden. Zu blöd nur, dass bereits sämtliche Drogenbosse Schlange stehen und ihr gestohlenes Koks zurück haben wollen.

Wer Filme von Guy Ritchie mag, kann mit Black Out nichts falsch machen. Die Story bietet immer wieder neue Überraschungen und ist geschickt verknüpft, das Drehbuch unterhält mit spaßigen Dialogen und ausreichend schwarzem Humor, die Figuren sind wunderbar skurril und originell und der Erzählfluss lässt von der ersten Minuten an keine Langeweile aufkommen. Der Niederländer Arne Toonen steht mit seiner Gangster-Komödie offensichtlichen britischen Vorbildern wie Snatch oder Layer Cake in nichts nach und hat einen weiteren kleinen Geheimtipp des Genres geschaffen.

Die Hauptfigur Jos besetzte er mit Raymond Thiry, der seine besten Jahre als charismatischer Krimineller schon hinter sich hat, aber dennoch noch einen gewissen Daniel-Craig-Charme besitzt. Während Jos und seine Verlobte Caroline, gespielt von Kim van Kooten, noch die Normalsten im fröhlichen Koks-Roulette sind, stechen die beiden Drogenbosse Vlad und Charles schon eher aus der Welt der Gangster heraus. Vlad, ein ehemaliger Ballett-Tänzer - natürlich schwul - foltert gerne mal mit Bambus, Charles, den alle aufgrund seiner 83 Jahre nur Grandpa nennen, scheint ein wenig zu sehr in der Welt der Paten-Filme zu Hause zu sein. Dazu gesellt sich noch ein eher trotteliges Kleinkriminellen-Duo, das tagsüber einen Hundesalon betreibt und sich nebenbei mit Gaunereien gefährliche Feinde macht, und ein Möchtegern-Pate, der pünktlich zum Essen daheim bei seiner Mama sein muss.

Die amüsante Konstellation der schrägen Typen macht unheimlich Spaß, der Showdown auf der Bowlingbahn bietet Raum für neue Ideen und manche Szenen lassen einen einfach nur laut loslachen. Black Out ist am Ende ein chilliger und kurzweiliger Gangster-Film, der einen über die gesamte Laufzeit bestens unterhält.



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