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Der Pate 3

(The Godfather: Part III, 1990)

Dt.Start: 21. Februar 1991
DVD: 02. Oktober 2001
Premiere: 25. Dezember 1990 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Krimi, Drama
Länge: 162 min Land: USA
Darsteller: Al Pacino (Michael Corleone), Diane Keaton (Kay Adams), Talia Shire (Constanzia 'Connie Corleone), Andy Garcia (Vincent Mancini-Corleone), Eli Wallach (Don Altobello), Joe Mantegna (Joey Zasa), George Hamilton (B.J. Harrison), Bridget Fonda (Grace Hamilton), Sofia Coppola (Mary Corleone), Raf Vallone (Cardinal Lamberto), Franc D'Ambrosio (Anthony Corleone), Donal Donnelly (Archbishop Gilday), Richard Bright (Al Neri), Helmut Berger (Frederick Keinszig), Don Novello (Dominic Abbandando)
Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola


Inhalt

Der alternde Don Michael Corleone möchte den Familienbetrieb legalisieren und sich langsam aus dem Geschäft zurückziehen. Während er sich als Förderer der katholischen Kirche versucht, macht ihm vor allem ein Mensch zu schaffen: Vincent Mancini, Michaels zukünftiger Schwiegersohn und potentieller Nachfolger. Dieser schmiedet nämlich ganz andere Pläne.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Der Pate 3 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 89%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
Der Pate 3 hat eine Wertung von 89%
Der Pate 3 ist der durchaus gelungene Abschluss von Coppolas grandiosem Mafiaepos. Auch wenn er unumstritten der Schwächste der drei Filme ist, kann er am Ende doch überzeugen, was er vor allem seiner eingängigen Erzählweise verdankt. Auch wenn einige Konflikte ab und an doch ein wenig zu sentimental geraten sind, ist das Gesamtbild durchaus stimmig und spannend. Ein im Verhältnis zu seinen Vorgängern unterschätzter Film, den man gesehen haben muss.

Bild aus Der Pate 3 Als Francis Ford Coppola 1990, sechzehn Jahre nach dem zweiten Teil, Der Pate 3 in die Kinos brachte, brach er damit sein Versprechen, niemals einen dritten Teil umzusetzen. Doch da die meisten Regisseure einen latenten Zwang haben, Trilogien zu drehen, und Coppola damals finanzielle Probleme gehabt haben soll, änderte er schließlich seine Meinung. Das Ergebnis ist bis heute umstritten. Nicht wenige verfluchen diese Fortsetzung, doch tatsächlich ist Der Pate 2 ein guter Film, der sicherlich seine Schwächen hat, alles in allem aber doch überzeugt.

Die Geschichte für den Abschluss der Familiensaga entwickelten Francis Ford Coppola und der Autor der Romanvorlage Mario Puzo eigens für den Film. Damit ist er der einzige Teil, der sich über die komplette Spielzeit nicht direkt am Roman orientiert. Die Story selbst folgt gewohnten Mustern, erreicht zwar nicht die Dimensionen des ersten Teils und nicht die Komplexität des zweiten Films, dafür ist der letzte Teil im Vergleich zu Der Pate 2 auch fast eine dreiviertel Stunde kürzer geraten, was ihm sichtlich gut tut. Auffällig ist, dass in diesem letzten Film die Frauen eine wesentlich größere Rolle als in den beiden Vorgängern spielen. Hatten sie in den beiden Vorgängern absolut nichts zu melden oder waren mehr oder weniger Beiwerk, sind sie in Form von Michaels Schwester oder seiner Tochter Schlüsselfiguren des Films. Leider geht damit jedoch auch eine nicht von der Hand zu weisende Sentimentalität in den Konflikten einher, was besonders in der Beziehung zwischen Vincent und Mary deutlich wird.

Darstellerisch kommt der letzte Teil nicht ganz an seine Vorgänger heran. Natürlich, Al Pacino (Scarface), ist einmal mehr grandios, doch ist seine Rolle im dritten Teil natürlich nicht ansatzweise so anspruchsvoll, wie sie es noch im ersten Teil war. In seine Fußstapfen soll nun also Andy Garcia (Smokin' Aces als Vincent, der uneheliche Sohn Sentinos, treten. Ähnlich wie sich Michael im ersten Teil vom schüchternen Jüngling ohne Ambitionen zum Familiengeschäft systematisch zum Don entwickelte, ist es nun an Vincent vom unkontrolliert temperamentvollen, naiven Außenseiter zum Mittelpunkt der Familie zu wachsen. Man muss zugeben, dass man von der Leistung des damals 34 jährigen Garcia durchaus positiv überrascht sein wird. Zwar kann er natürlich in keiner Weise mit Marlon Brando, Al Pacino oder Robert de Niro mithalten, doch storybedingt ist das eigentlich sogar ganz passend. Nachdem Wynona Rider (Night on Earth) für die Rolle von Michael Corleones Tochter Mary ausfiel, sprang Francis Ford Coppolas Tochter Sofia Coppola ein. Auch wenn man gestehen muss, dass sie nicht mit den anderen Akteuren mithalten kann, ist ihre Leistung sicherlich in Ordnung. Die herbe Kritik, die sie zusammen mit zwei goldenen Himbeeren (schlechteste Nebendarstestellerin und schlechteste Nachwuchsdarstellerin) einstecken musste, war definitiv nicht gerechtfertigt. So oder so, ihr wahres Talent liegt viel mehr beim Filme machen, wie sie nicht zuletzt beim grandiosen Lost in Translation bewies.

Der Dritte und Letzte ist ohne Zweifel der schwächste der drei Filme, doch bei den Maßstäben, die seine Vorgänger gesetzt haben, ist das auch absolut nicht dramatisch. Seinen schlechten Ruf hat er definitiv nicht verdient und insgesamt muss man festhalten, dass man es mit Der Pate 3 mit einem absolut würdigen Abschluss einer der größten Filmtrilogien aller Zeiten zu tun hat.



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