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Jack and the Giants

(Jack the Giant Killer, 2013)

Durchschnittliche Redaktionswertung

68%



Inhalt

Der Landarbeiter Jack möchte die entführte Prinzessin Isabelle retten und handelt dabei leichtsinnig. Er tritt in die Welt der Riesen ein und öffnet damit das Tor zwischen zwei Welten: die der Menschen und die der Riesen. Das hebt den Frieden zwischen den Völkern auf und es droht ein unheilvoller Krieg. Plötzlich befindet sich Jack in einem großen Abenteuer, denn auch wenn er den Ärger angerichtet hat, so ist er doch der Einzige, der die gigantischen Widersacher der Menschen aufhalten kann.

Kritik

von Markus Müller

Wertung Kritik

90%

Aus den unterschiedlichen Versionen des Märchens Hans und die Bohnenranke zusammengemischt, erzählt Jack and the Giants die abenteuerliche Geschichte der Befreiung einer Prinzessin aus den Fängen von Riesen und deren Wunsch, die Menschheit zu unterwerfen. Das Ergebnis ist ein vielseitiger und äußerst sympathischer Action-Märchenfilm, der seine Zuschauer des Öfteren ins Staunen versetzt. Mit seinen wunderschönen Ideen und dem rasanten Tempo, bietet er durchgängig gute Unterhaltung und wird insgesamt den Erwartungen gerecht.

Bild aus Jack and the Giants Bryan Singers Filmographie ist zweifellos vielseitig: Nach seinem ersten erfolgreichen Spielfilm Die üblichen Verdächtigen von 1996, der auch gleich mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, folgten unter anderem Der Musterschüler, die durchaus gelungenen ersten beiden X-Men-Filme, Superman Returns und Operation Walküre. Nun bringt er mit Jack and the Giants ein gewaltiges Projekt, dessen Produktionskosten über 190 Millionen Dollar betragen haben sollen, in die Kinos. In den USA legte das 3D-Spektakel leider einen schwachen Start hin, der Erinnerungen an den desaströsen Flop John Carter wach werden ließ. Doch das amerikanische Desinteresse an Jack and the Giants lässt sich nur schwer nachvollziehen, denn Singer gelang ein wunderbares, actiongeladenes Märchen, das über die komplette Spielzeit rasante Unterhaltung bietet und einfach Spaß macht.

Die Geschichte basiert auf dem Märchen Hans und die Bohnenranke, von dem es zahlreiche Varianten gibt. Das Märchen eines britischen Autors, das im Original den Titel Jack and the Beanstalk trägt, scheint momentan in Mode zu sein: So floss es vor gar nicht allzu langer Zeit auch schon in den Shrek-Ableger Der gestiefelte Kater mit ein. Die für Jack and the Giants angepasste Version der Geschichte folgt in ihren Grundzügen klassischen Märchenkonventionen: Da gibt es den Jungen aus der Unterschicht, der die Prinzessin retten soll, den machtgierigen, intriganten Fiesling, gigantische Ungeheuer, bedrohte Königreiche und alles, was sonst noch dazu gehört. Die Geschichte ist dabei nicht immer frei von Logikfehlern. So darf man sich durchaus fragen, warum man die Welt der Riesen an wolkenlosen Tagen nicht von unten sieht oder was mit dem Wasser passiert, das aus einem Wasserfall von der schwebenden "Rieseninsel" fließt - um nur einige Beispiele zu nennen. Doch bei einem Märchen sind derartige Details keine großen Störfaktoren.

Die CGI-Technik ist nicht auf dem allerneuesten Stand, aber insgesamt sehr ordentlich. Aus der Reihe fällt dabei die durchgängig animierte Anfangssequenz, die aussieht, wie aus längst vergangenen Videospielzeiten. Entweder entstand diese viele Jahre zuvor oder die altbackene Grafik war beabsichtigt; in jedem Fall ist sie erst einmal abschreckend. Spätere Aufeinandertreffen mit den Riesen und vor allem die finale Schlacht sind jedoch echte Kinoerlebnisse und machen auch optisch einiges her. Zudem strotz der Film vor liebenswerten und originellen Ideen. Ob nun Ewan McGregor, der herrlich souverän einen eitlen Ritter spielt, als Würstchen im Schlafrock vor einem überdimensionierten Backofen liegt oder Riesen mit brennenden Bäumen nach Soldaten werfen - das Potenzial einer Geschichte mit bösen, martialischen Riesen und physisch unterlegenen Menschen wurde vorbildlich ausgenutzt. Desweiteren ist Jack and the Giants zweifellos einer der Filme, die durch den 3D-Effekt sehr gewinnen. Die 3D-Optik sieht insgesamt sehr gut aus und ist besonders in den Schlachten eindrucksvoll.

Jack and the Giants ist ein runder, faszinierender Film, der durchgehend spannend und actionreich unterhält. Dabei wurden einige schöne Ideen umgesetzt und bei all dem Effektspektakel die Geschichte nicht vernachlässigt. Somit ist er ein ganz klarer Tipp für das Kinojahr 2013.

Kurzkritik

von Michael Schmidt

Wertung Kurzkritik

46%

Was ist los, Mr. Singer? Der Autor dieser Zeilen mag kein großer Freund des fantastischen Films sein, und dennoch haben grade Sie es geschafft, durch die gelungene Etablierung des X-Men-Universums auf der Leinwand auch solche Zuschauer zu überzeugen. Da war die Vorfreunde auf das knapp 200 Millionen Dollar teure Spektakel doch irgendwie vorhanden, nachdem auch die Trailer ein charmantes Abenteuer der alten Schule versprachen. Herausgekommen ist jedoch ein Flop in qualitativer, wie finanzieller Hinsicht. Schon der animierte Einstieg lässt den Zuschauer die Stirn runzeln, wenn Animationen zu sehen sind, die einem so hohen Budget nicht würdig sind. Und auch im weiteren Verlauf des Films ist kaum Besserung auszumachen. Die Darsteller sind bemüht, jedoch chancenlos gegen das inspirationslose und bisweilen undurchdachte Drehbuch. Und auch der Unterhaltungswert geht gen Null bei manch störender Nebenfigur und den eher anstrengenden humoristischen Einlagen. Nur Ewan McGregor hilft da ein wenig mit seinem Charme.
Nein, Mr. Singer. Hoffentlich sind Sie bei Ihrer eigenen baldigen Fortführung des X-Men-Universums wieder besser aufgehoben. Das hier war ein Fehlgriff.



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