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Frankreich privat - Die sexuellen Geheimnisse einer Familie

(Chroniques sexuelles d'une famille d'aujourd'hui, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

20%



Inhalt

In der Familie des 18-jährigen Romain geht es sexuell recht bunt zu: Der Großvater besucht regelmäßig eine Prostituierte, die Eltern schlüpfen im Schlafzimmer gerne in andere Rollen und auch die Geschwister lassen ihren Bedürfnissen freien Lauf. Da wird es Zeit, dass auch Romain ein paar sexuelle Erfahrungen macht.

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Frankreich privat - Die sexuellen Geheimnisse einer Familie

Kritik

von Markus Mller

Wertung Kritik

20%

Frankreich Privat: Die sexuellen Geheimnisse einer Familie ist nicht viel mehr, als die bemühte Umsetzung einer gescheiterten "Freie-Liebe-Hippie-Fantasie". Irgendwo zwischen schlechtem Kunstfilm und Porno hangelt sich die hauchdünne Story von einer langweiligen Sexszene zur nächsten, ohne dabei einen sinnvollen Anspruch zu haben oder überhaupt irgendeine Wirkung zu erzielen. Bestenfalls der Mut der Darsteller ist eine lobende Erwähnung wert.

Die beiden französischen Filmemacher Pascal Arnold und Jean-Marc Barr versuchen mit ihrem auf pornographischen Szenen gestützten Independentfilm, der sich im Deutschen mit dem Wühlkistenporno-Titel Frankreich Privat: Die sexuellen Geheimnisse einer Familie herumschlagen muss, Arthaus und Pornographie zu kombinieren. Das ist an sich nicht neu, doch ihr Kunstfilm, oder wie auch immer man das nun nennen will, soll der Tabuisierung von Sex entgegen wirken und einen neuen Zugang zum Thema ermöglichen, indem man Sex naturalistisch zeigt. Während letzteres weitgehend gelingt, ist alles weitere jedoch höchstens gut gemeint.

So wie im vorliegenden Schmuddelkunststreifen läuft das ungezwungene Reden über Sex in der Realität allerdings nicht ab: Wirklich niemand, ganz gleich wie weltoffen, liberal oder "sexophil" er ist, redet so über das Thema, wie dies der Film zu suggerieren versucht. Wahrscheinlich ist das aber auch gut so - oder ist die Vorstellung, dass die eigene Ehefrau mit ihrem Schwiegervater über dessen Sexualleben spricht wirklich erstrebenswert? Sollte wirklich die Prostituierte, unter der selbiger älterer Herr beim Sex starb, nach der Beerdigung mit der Schwiegertochter des Verblichenen im Schlafzimmer sitzen und sich von ihr für den erfüllenden Sex mit Schwiegerpapi loben lassen? Bitte nicht!

Die zumindest in der deutschen Synchronfassung flachen, angestrengten Dialoge verbinden aber eigentlich auch nur die Sexszenen miteinander. So ergibt sich eine flatterige Struktur und eine überaus holprige und ereignislose Dramaturgie. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass es weder Konflikte, noch wirklich erzählenswerte Ereignisse gibt. Irgendwie haben sich hier alle lieb, nur Romain ist frustriert, weil er keinen Sex haben darf. Armer Romain. Dieser Romain ist überhaupt eines der größten Probleme des Filmes, denn er ist absolut unsympathisch. Dass er dann auch noch als Erzähler aus dem Off agiert, ist dann natürlich eher ungünstig. Statt einer spannenden oder zumindest einigermaßen interessanten Geschichte zeigt der Film einzelne unbeleuchtete Figuren und ihr Sexualleben. Dieses steht bei ihnen im Mittelpunkt des kompletten Seins. Da fragt man sich schon mal, ob in dieser merkwürdigen Familie irgendjemand noch etwas anderes macht, außer zu vögeln oder zumindest darüber zu sprechen.

Frankreich Privat: Die sexuellen Geheimnisse einer Familie will offensichtlich mehr sein als ein Porno. Doch alles, was fernab der Sexszenen passiert, ist im Grunde uninteressant. So stellt sich über kurz oder lang die Frage nach dem Sinn des Ganzen. Eine Diskussion zum Thema Sex kann der Film jedenfalls nicht anstoßen. Dies liegt zum einen daran, dass Sex, zumindest in Deutschland, längst nicht das gesellschaftliche Tabuthema ist, als das es Arnold und Barr anprangern. So wirkt der Film irgendwie, wie aus der Zeit gefallen.

Keine weitere Wertung


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