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Martin Scorseses Meisterwerk über die Machenschaften und den Niedergang der Mafia im Sündenbabel Las Vegas.
Martin Scorsese berichtet in diesem filmischen Meisterwerk nahezu drei Stunden über die Geschäfte der Mafia in Las Vegas. Nicholas Pileggis Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert, ist die Grundlage für Casino, dem Nachfolger von Goodfellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia- zwischen den beiden Filmen besteht aber kein direkter Zusammenhang. In diesem Mafia-Drama spielen Robert De Niro und Joe Pesci die Hauptrolle, wobei Ace (Robert De Niro) Geld für die Mafia im "Tangiers"-Casino beiseite schaffen, und ihm dabei Nicky Santoro (Joe Pesci), der mit äußerster Brutalität vorgeht, den Rücken freihalten soll.
In einer knapp einstündigen Einleitung, in der die Methoden der Geldabzweigung und die Reichweite der Mafia in Las Vegas geschildert werden, kommt Robert Richardsons brillante Kameraarbeit besonders zum Tragen. Wunderbar gefilmt, erzählen die Protagonisten in Form von Voice-Overs ihre Geschichte. Schon in dieser Einleitung zeigt der "wilde Stier" Scorsese was er kann. Wunderschöne Bilder, untermalt von einem mehr als passenden Soundtrack, stimmen den Zuschauer auf den Hauptteil des Films ein. Hier wird die die Mafia erst als Initiator der "Geldbeschaffungsmaßnahmen" entlarvt. Sie schickt Ace und Nicky also ins hiesige Casino um Geldfluss zu garantieren. Als Ace sich in die Prostituierte Ginger verliebt und sie schließlich zudem noch heiratet, beginnt der ganze Ärger, denn Ginger Ginger ist geld-, drogen- und äußerst geltungssüchtig. Als sie schließlich bei Nicky Zuflucht sucht, geraten die Dinge völlig außer Kontrolle.
Wie immer in Scorseses Werken sind die darstellerischen Leistungen sehr sehr gut. Robert De Niro und Joe Pesci leisten sich keinerlei Blöße. Das eigentliche Glanzstück ist aber Sharon Stones emotionales Spiel, die als Ginger im Sündenbabel von Las Vegas in all dem Glanz und Glitter zugrunde geht. Scorsese beweist mit diesem Opus wieder einmal seine Brillanz: Visuell stimulierend wirken die Bilder, was den Zuschauer förmlich direkt mit in das Geschehen katapultiert. Dies gelingt ihm mit virtuosen Bilderfolgen und allen nur erdenklichen filmischen Kniffen. So kann man sich von der knallhart dargestellten Thematik nicht mehr loslösen. In seinem gewohnten Metier beschreibt Scorsese also hier hemmungslos die Machenschaften und das Ende der Mafia in der Glitzerwelt von Las Vegas, wobei ihm mit diesem stilvollen Gangsterepos weiterer Genrehöhepunkt geglückt ist. |