Der neue Seagal-Film reiht sich nahtlos in die schwachsinnigsten Action-Filme des Jahrhunderts ein. Nach Under Siege 2: Dark Territory musste er ja unbedingt noch einen drauflegen - jetzt bekommt er die Quittung.
Oh mein Gott! Das kann ja wohl nicht wahr sein... Selten war ich so enttäuscht von einem Actionfilm, denn trotz Steven Seagal, bei dem man ja nie sonderlich viel erwarten kann, dachte ich mir doch, dass ich meinen Spaß haben könnte. Doch selbst das wurde einem verweigert, denn der Film hat eine gnadenlos schlechte Story, die vor Fehler nur so strotzt. Deshalb kann zu keinem Zeitpunkt wirkliches Action-Fun-Gefühl aufkommen.
Aber nun zur schon angesprochenen Handlung des Filmes: Sascha Petrosevitch (Steven Seagal) wird in die Gangsterorganisation von Sonny (Richard Bremner) aufgenommen und kurz darauf auch gleich von der Polizei hoch genommen. Bei einer Schießerei wird Sascha angeschossen und ist dadurch für 22 Minuten klinisch tot. Acht Monate später wird Sascha, der sich wieder erholt hat, in das neue Alcatraz eingeschlossen. Dieses Super-Gefängnis ist das angeblich sicherste seiner Art. Doch schon nach kurzer Zeit stürmen einige Terroristen das Gefängnis, um an die Information über das geheime Versteck von Goldbarren zu kommen, die ein Todeskandidat in Alcatraz mit sich trägt.
Wie ihr sicher merkt, erinnert die Geschichte doch sehr an The Rock - Entscheidung auf Alcatraz. Aber eigentlich ist es Halbtot gar nicht wert, mit einem solchen Topfilm verglichen zu werden, denn was uns hier geliefert wird, ist nicht nur von der Handlung, sondern auch von den Effekten mehr als übel: Hubschrauber stürzen ab und bleiben in Glasdächern stecken ohne einzubrechen, Bühnenscanner werden als Halogenscheinwerfer eingesetzt und jede Explosion zeigt deutlich, dass es sich hier um einen Filmeffekt handelt.
So kommt während des ganzen Filmes immer mehr und mehr die Aggression gegen die Macher in einem hoch. Am Ende freut man sich nur noch, dass es endlich vorbei ist. Die Schauspieler tun ihr übriges, um zur miserablen Leistung des Filmes beizutragen, denn von überzeugendem Schauspiel kann man hier nun wirklich nicht sprechen und so ist klar, dass wir hier einen Streifen haben, denn man besser meiden sollte, denn selten hat man so schlechtes Action-Kino gesehen.