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Jäger des verlorenen Schatzes

(Raiders of the Lost Ark, 1981)

Dt.Start: 29. Oktober 1981
DVD: 04. November 2003
Premiere: 12. Juni 1981 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Action, Abenteuer
Länge: 115 min Land: USA
Darsteller: Harrison Ford (Indiana Jones), Karen Allen (Marion Ravenwood), Paul Freeman (Rene Belloq), Ronald Lacey (Toht), John Rhys-Davies (Sallah), Denholm Elliott (Dr. Marcus Brody), Alfred Molina (Sapito), Wolf Kahler (Dietrich), Anthony Higgins (Gobler), Vic Tablian (Barranca), Don Fellows (Colonel Musgrove), William Hootkins (Major Eaton), Bill Reimbold (Bureaucrat), Fred Sorenson (Jock)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Lawrence Kasdan


Inhalt

Die meiste Zeit über ist der Archäologe Dr.Jones als Dozent an einer Uni beschäftigt und führt ein ganz normales Leben, doch bisweilen reist er auch um die Welt, stürzt sich in waghalsige Abenteuer und jagt altertümliche Schätze, die er dann hiesigen Museen zur Aufbewahrung und Ausstellung übergibt. So macht er sich auch auf die Suche nach der Bundeslade, in der Moses laut Bibel die Zehn Gebote aufbewahrte. Dabei kommen ihm jedoch die Nazis in die Quere und als diese in den Besitz des religiösen Relikts gelangen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Jäger des verlorenen Schatzes hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 100%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julian Reischl
Jäger des verlorenen Schatzes hat eine Wertung von 100%
Der Archäologe Indiana Jones sucht die Bundeslade, damit die den Nazis nicht in die Hände fällt. Der Film ist ein einziges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und den Nazis, die einen berühmten französischen Archäologen für denselben Zweck angeheuert haben. Absolut sympathischer und zeitloser Kinoklassiker, der man einfach gesehen haben muss.

Bild aus Jäger des verlorenen Schatzes Der Archäologieprofessor Dr. Henry Jones, genannt "Indiana", ist ein eher untypischer Akademiker: Im Gegensatz zu den meisten Kollegen geht er tatsächlich vor die Tür, um historische Gegebenheiten aus erster Hand zu erforschen und, wenn möglich, für das Museum und seinen Freund, den Kurator Dr. Marcus Brody, zu beschaffen. Im Jahre 1936 war dies noch durchaus an der Tagesordnung und galt nicht als Kulturdiebstahl oder Grabräuberei.

Als Indiana Jones erfährt, dass die Nazis offenbar ausgemacht haben, wo die Bundeslade aufbewahrt wird, macht er sich auf den Weg nach Ägypten. Denn eine Nazi-Armee ausgerüstet mit den unheimlichen Kräften dieses biblischen Artefaktes wäre kaum besiegbar. Schon bald wird klar, dass die Deutschen den französischen Star-Archäologen Réne Belloq angeheuert haben, um die Lade zu finden. Belloq mag ein charakterloser Mensch sein, doch ist er auch ein hochkompetenter Archäologe, ihm kann es durchaus gelingen, die Bundeslade für die Nazis zu finden. Die Zeit drängt also.

Der Legende nach erholten sich Steven Spielberg und George Lucas, langjährige Freunde, auf Hawaii von den Strapazen des Filmemachens. Lucas hatte gerade Star Wars mehr als erfolgreich in die Kinos gebracht, Spielberg Unheimliche Begegnung der dritten Art. Beim Sandburgenbauen sollen sie spaßeshalber auf den Typ des Action-Archäologen als Filmfigur gekommen sein und später immer weiter auf dieser Idee aufgebaut haben. Mit Harrison Ford, dessen Schreinerkarriere durch die eher zufällige Besetzung der Rolle des Han Solo in Star Wars abrupt beendet wurde, war auch schon ein ansehnlicher, charmanter und beim Publikum mehr als beliebter "loveable rascal" zur Hand. Nach einigen Jahren (und dem Dreh von 1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood? von Steven Spielberg) konnte Indiana Jones schließlich in Angriff genommen werden.

Das Publikum liebte den Archäologen, der schon kurz nach Das Imperium schlägt zurück in einer ganz neuen, nicht weniger aufregenden Rolle zu sehen war, und Hollywoods Lieblinge George Lucas und Steven Spielberg machten sich mit den heutigen Produktionslegenden Frank Marshall und Kathleen Kennedy daran, eine zweite Saga auf die Beine zu stellen.

Der Film selbst ist eine kurzweilige, unterhaltsame, historisch nicht unbedingt exakt wahrheitsgetreue Achterbahnfahrt voller Esprit. Bauten und Ausstattung sind dermaßen solide, dass an keiner Stelle auch nur der Eindruck einer Kulisse entsteht. Die exotischen Schauplätze in aller Welt gelten als eines der Markenzeichen der Reihe. Bis heute gilt Spielbergs Filmsprache as Musterbeispiel für filmische Erzählkunst, denn gerade durch das Weglassen von Vorgeschichten und Erklärungen entsteht das bunte und reichhaltige Universum des Indiana Jones, der in den Nazis natürlich für Filmzwecke ideale, unbeschwert massenhaft tötbare, abgrundtief böse Gegner vorfindet.



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