James Camerons Terminator entwickelte sich schnell zum Kultfilm - und ebnete sowohl Cameron, als auch Arnold Schwarzenegger den Weg für große Karrieren. Tatsächlich ist Terminator ein packender, durchgehend stimmiger Streifen, der B-Movie-Trash, Autorenfilm und Blockbusterkino verbindet und dabei auf interessante Weise sogar tiefgründig ist.
Mit einem verhältnismäßig geringen Budget von nur 6,5 Millionen US-Dollar schuf der frühere Lastwagenfahrer James Cameron einen der berühmtesten Actionfilme aller Zeiten. Zuvor hatte er 1981 mit dem für ihn extrem enttäuschenden Piranha 2 seinen ersten größeren Spielfilm realisiert. Der große Durchbruch kam für ihn aber erst drei Jahre später mit Terminator, zu dem er auch das Drehbuch schrieb.
Ein Grund für den Erfolg ist natürlich die faszinierende Grundidee, die zwar durchdacht, aber dennoch nicht unnötig komplex auf die Leinwand gebracht wurde. Tempo, Action, Story und die Zeichnung der Charaktere befinden sich in einem wunderbar ausgewogenen Verhältnis, wodurch Terminator vom stumpfsinnigen Actionspektakel weit entfernt ist, sich aber auch unnötige Längen spart. Obwohl auch allen, die den Streifen zum ersten Mal sehen, inzwischen nahezu alle Elemente bekannt sein dürften, ist er bis heute spannend und unterhaltsam. Das einzige, was ein wenig angestaubt wirkt, sind die Effekte, aber natürlich muss man im Hinblick auf den damaligen Stand der Tricktechnik damit leben, dass einige Modelle sehr offensichtlich als solche erkennbar sind und die Animationen des Terminator-Skeletts teilweise recht kantig aussehen.
Schwarzeneggers "I'll be back" gehört zu den berühmtesten Zitaten der Filmgeschichte. Sehr viel mehr hat er als Terminator auch nicht zu sagen, was Schwarzeneggers begrenzten rhetorischen Fähigkeiten sehr entgegen kommt. So steht natürlich das im Vordergrund, was ein Terminator braucht: Immense Präsenz eines beeindruckend überlegenen Körpers. Tatsächlich ist Arnie eine großartige Besetzung. Zwischenzeitlich sieht er durch die Maske zwar relativ albern aus, hauptsächlich wenn er mit abgebrannten Augenbrauen umherfährt, aber insgesamt überzeugt er auf ganzer Linie. Selbst seine steifen Bewegungen kann er hier zum Vorteil der Figur einbringen.
Mit dem Terminator wurde ein hochinteressanter, aus damaliger Sicht innovativer Gegenspieler geschaffen. Seine Emotionslosigkeit und sein Kalkül lassen ihn unaufhaltsam seinem Ziel näherkommen, ohne dass es für seine potentiellen Opfer eine Chance auf Erbarmen gibt. Er scheint nahezu unbesiegbar, hält Pumpgun-Schüssen stand und lässt sich auch durch Feuer nicht aufhalten. Nur sein menschliches Äußeres, Fleisch und Haut, nehmen Schaden, was sein noch bedrohlicher wirkendes Metall-Skelett offenbart und ihn in seiner Gefährlichkeit kaum einschränkt. Das Potenzial eines solchen Gegenspielers für den Aufbau von Spannung ist enorm - und es wird ausgenutzt.
James Cameron setzte, nachdem er 1986 mit Aliens und 1989 mit Abyss zwei weitere große Blockbuster in die Kinos brachte, die Terminator-Geschichte 1991 mit dem rundum gelungenen Terminator 2 fort. Für diese Fortsetzung stand ihm ein Budget von etwa 100 Millionen Dollar zur Verfügung. Der Erfolg des ersten Filmes und sein gestiegenes Ansehen als Regisseur spektakulärer, technisch aufwändiger Filme machten dies möglich. Unabhängig davon ist aber auch der erste Film um den Killer-Cyborg ein Action-Klassiker, den wirklich jeder gesehen haben muss.