Parkland Poster

Film-Seite zu Parkland
Trailer zu Parkland
Poster zu Parkland
PDF zu Parkland

Parkland

(Parkland, 2013)

Durchschnittliche Redaktionswertung

60%



Inhalt

Am 22. November 1963 geschieht in Dallas das Unfassbare: Auf den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy wird geschossen. Umgehend wird er in das nächstgelegene Krankenhaus, das Parkland Memorial eingeliefert. Für den einzigen diensthabenden Arzt vor Ort, den Assistenzarzt Charles Carrico, beginnt ein harter Kampf um Kennedys Leben. Gleichzeitig fahnden die amerikanischen Behörden fieberhaft nach dem Scharfschützen.

Kritik

von Florian Tritsch

Wertung Kritik

60%

Der Film von Peter Landesman überzeugt durch gute Darstellerleistungen, eine hervorragende Kameraarbeit und seine detailgetreue Rekonstruktion der Vorkommnisse. Dennoch lässt Parkland seine Zuschauer seltsam kalt, denn das Übermaß an Figuren und Handlungssträngen wirkt einfach zu voll und chaotisch, um ernstlich zu berühren.

Bild aus Parkland Sobald sich ein Spielfilm mit der Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy befasst, werden in der Regel alle möglichen, mal mehr, mal weniger glaubhaften Verschwörungstheorien bemüht. In dieser Masse von Filmen sticht eine Produktion wie Parkland, welche die Frage, ob der mutmaßliche Attentäter Lee Harvey Oswald tatsächlich der (einzige) Schuldige war, konsequent ausklammert und stattdessen von den Schicksalen einiger Menschen im Umkreis von JFKs Ermordung erzählt, grundsätzlich schon einmal positiv heraus.

Und bezüglich Authentizität und Faktentreue enttäuscht der Film des gelernten Journalisten Peter Landesman, der sich auch für die Regie verantwortlich zeigte, diese positiven Erwartungen nicht. Auch die Inszenierung des Regiedebütanten kann sich sehen lassen. Von den in kühlem Blau gehaltenen Handkameraaufnahmen über das konsequent hohe Tempo bis zu den perfekt getimten Schnitten wirkt sein Film die gesamte Spielzeit über lebendig und spannend.

Dennoch vermag es Parkland in keinem Moment, ernstlich zu berühren. Denn Landesman gelingt es nicht, seine Erzählung dem Publikum wirklich zugänglich zu machen. Dies liegt in erster Linie an der nicht wirklich überschaubaren Menge an Figuren, von denen einige zwar durchaus das Zeug zu einer Hauptfigur hätten, jedoch allesamt derart wenig Zeit zugestanden bekommen, dass einem der Zugang zu ihnen die gesamte Laufzeit über verwehrt bleibt und sie somit allesamt austauschbar und belanglos erscheinen.

Da hilft es auch nicht, dass Landesman nahezu alle Rollen hochkarätig besetzen konnte. Denn der Cast, der bekannte Namen wie Marcia Gay Harden (If I Were You), Paul Giamatti (12 Years A Slave), Tom Hanks' Sohn Colin (Unterwegs mit Mum), Jackie Earle Haley (Dark Shadows), Billy Bob Thornton (The Baytown Outlaws), Tom Welling (Final Destination 3) oder Zac Efron (That Awkward Moment) vorweisen kann, bemüht sich vergebens, seinen Figuren Profil zu verleihen. Alle wirken wie wenig relevante Nebendarsteller und werfen bei ihrem zweiten oder spätestens dritten Auftritt größtenteils unweigerlich die Frage auf: "Wer ist das denn nochmal?"

Anstatt eines roten Fadens und einer Hauptfigur, die durch den Film führt, springt Parkland chaotisch zwischen unzähligen Protagonisten und Handlungsmomenten umher. Es scheint fast so, als vergaß Landesman in der Unmenge an Figuren und Fakten, dass es das wichtigste an einem Film ist, eine Geschichte zu erzählen.

Keine weitere Wertung


Weitere interessante Filme


Leider haben wir derzeit keine Vorschläge zu diesem Film.
Film vorschlagen

 

© 2014 MovieMaze.de