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Perfekt auf Hugh Grant und Sandra Bullock zugeschnittene romantische Komödie mit viel Witz und Charme.
In Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück spielte er einen oberflächlichen und arroganten Chef. In About a boy oder der Tag der toten Ente verkörperte er einen egozentrischen und reichen Schnösel. Die Rede ist von Hugh Grant. In seinem aktuellen Film verschmilzt er die beiden oben genannten Charaktere zu einem und verfeinert das Resultat mit einer Prise Dekadenz und einfältiger Schlagfertigkeit. Das Ergebnis ist der milliardenschwere und smarte Grundstücksmakler George Wade, der wohl witzigste und vielleicht sogar beste Hugh Grant seit langem. Seine Filmpartnerin Sandra Bullock darf sich ebenfalls in einem ihr auf den Leib geschriebenen Charakter austoben und spielt die idealistische Anwältin Lucy Kelson. Sie hat zwar einen Harvard-Abschluss in der Tasche, denkt aber gar nicht an den großen Profit, sondern vielmehr an ihre soziale Verpflichtung und Verantwortung. Dementsprechend läuft sie als unauffällige Öko-Frau durch die Gegend und kämpft verbissen gegen Leute wie George Wade.
Die beiden Protagonisten finden in Ein Chef zum Verlieben über die Arbeit zueinander, genauer gesagt willigt Lucy Kelson ein, bei der Wade Corporation als Chefanwältin zu arbeiten, nachdem ihr George verspricht, das Gemeindezentrum in Lucys Viertel nicht abzureißen. Den Rest der Handlung lässt Drehbuchautor und Regisseur Marc Lawrence, der übrigens nach Miss Undercover und Auf die stürmische Art das dritte mal mit Sandra Bullock zusammenarbeitet, nach genretypischen Spielregeln ablaufen: Die beiden verstehen sich zunehmend besser, verlieben sich ohne es zu merken ineinander, werden auf Grund widriger Umstände getrennt und finden schließlich doch zusammen.
Der Film funktioniert in erster Linie auf Grund der stimmenden Chemie zwischen Sandra Bullock und Hugh Grant. Die beiden ergänzen sich in ihrem Humor großartig und bringen die Gegensätze ihrer Charaktere - arm und reich, unruhig und cool, weiblich und männlich - stets gekonnt in ihre Dialoge ein. Diesbezüglich muss man zum wiederholten Male betonen, dass sowohl Charaktere als auch die Handlung perfekt auf die beiden abgestimmt wurden. Daraus resultiert auch ein Übergewicht der komischen Komponente gegenüber der romantischen, das vor allem im ersten Teil des Films zum Tragen kommt.
Obwohl die meisten Witze und Slapstickeinlagen von Ein Chef zum Verlieben bereits mehr als einmal im Kino zu sehen waren, erzielen sie ihre Wirkung und führen zur Erheiterung des Publikums. Dieser Umstand ist wiederum den Darstellern zu verdanken, die ihre Pointen in einer ganz einmaligen Art präsentieren. Dabei werden neben der Ausdruckswiese auch noch Mimik und Gestik in einer stets witzigen Weise ins Spiel gebracht. Hugh Grant treibt es sogar so weit, dass man ihn schon lustig findet, bevor er überhaupt den Mund aufmacht. Unterm Strich ist Ein Chef zum Verlieben eine sehr gelungene romantische Komödie mit zwei blendend aufgelegten Darstellern, einer unoriginellen aber funktionierenden Story und einem schönen Happy End. |