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Drumline

(Drumline, 2002)

Dt.Start: 18. März 2004
DVD: 15. Mai 2004
Premiere: 07. August 2002 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 119 min Land: USA
Darsteller: Nick Cannon (Devon Miles), Zoe Saldana (Laila), Orlando Jones (Dr. Aaron Lee), Leonard Roberts (Sean Taylor), Gregory Qaiyum (Jayson), Jason Weaver (Ernest), Earl C. Poitier (Charles), Candace Carey (Diedre), Shay Roundtree (Big Rob), Miguel Gaetan (Trey), J. Anthony Brown (Mr. Wade), Afemo Omilami (Direktor Wagner), Omar J. Dorsey (Bertrum), Angela Gibbs (Dorothy), Tyreese Burnett (Henry), Brandon Christopher Hirsch (Buck Wild)
Regie: Charles Stone
Drehbuch: Tina G. Chism, Shawn Schepps


Inhalt

Devon Miles ist ein junger Drummer aus Harlem, der aufgrund seines musikalischen Talents ein Stipendium für eine Universität in Atlanta bekommt. Dort möchte er schließlich in der hauseigenen Marschkapelle spielen, stößt jedoch nicht bei all seinen neuen Kommilitonen auf Sympathie.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Drumline hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 60%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Drumline hat eine Wertung von 60%
Trotz der ziemlich mauen Leistungen fast aller Darsteller, den teilweise sehr unsympathischen Charakteren und einer etwas zu langen Laufzeit ist Drumline nicht enttäuschend. Denn es werden einem wundervolle Choreografien diverser Spielmannszüge dargeboten, sowie eine wunderbare Feel Good-Atmosphäre, die diesem typischen amerikanischen Sportfilm das gewisse Etwas verleiht um den Film auf einem gehobenen Niveau zu halten.

Bild aus Drumline Mit eineinhalb Jahren Verspätung kommt nun doch der Spielmannszugfilm Drumline in die deutschen Kinos. Wer sich wie ich fragte, wie man aus einem Film über diese Züge einen ganzen Film füllen kann, der dürfte überrascht werden, denn er bietet fast alles was ein typisch amerikanischer Sportfilm zu bieten hat, leider auch die negativen Elemente.

Devon Miles aus dem Ghetto ist ein sehr guter, aber leider auch überaus selbstgefälliger Drummer. Aufgrund seines Talents bekommt er ein Stipendium an einer der erfolgreichsten Unis der USA. Zwar gelingt es ihm nach hartem Training als einziger Frischling in das A-Team zu kommen, doch seine Starallüren werden den Teammitgliedern und auch seinem Coach schnell zuviel.

Über die Story braucht man eigentlich kaum Worte verlieren, denn sie kopiert konsequent von US-Sportfilmen wie Gegen jede Regel oder Cleaveland Indians und das gar nicht mal so schlecht, denn anfangs gelingt es dem Film sogar mit ironischen Seitenhieben auf das Genre für eine gewisse Sympathie zu sorgen. Nach einiger Zeit jedoch, wird der Film immer ernster und so ziehen sich die Problemchen der Hauptcharaktere und einige Trainingsstunden doch zu sehr in die Länge, vor allem aufgrund der Vorhersehbarkeit der Handlung wirkt dies sehr nervtötend.

Was den Film jedoch ausmacht ist eher die Atmosphäre, welche ein richtiges Feel-Good-Gefühl hinterlässt und dies liegt größtenteils an den umwerfenden Spielmannszugchoreografien. Was die Bands hier auf die Beine stellen ist mehr als nur großartig und auch wenn man mit dieser Art von Musik überhaupt nichts anfangen kann, dürfte man schnell von den Drums hingerissen sein.

Die Darsteller und deren Charaktere sind leider alles andere als überzeugend. Vor allem Hauptdarsteller Nick Cannon leidet unter der Identifikationsfigur seines Charakters, der im Grunde für mich der Unsympath des kompletten Filmes ist. Auch Orlando Jones kann sein durchaus vorhandenes Talent nur spärlich entfalten, da er nur das Stereotyp des Sporttrainers routiniert runterleiern darf. Der restliche Cast, darunter auch Fluch der Karibik-Schönheit Zoe Saldana und Hip Hopper Petey Pablo in einer kleinen Rolle, ist kaum einer Erwähnung wert.

Obwohl der Film nur aus knapp zwei Stunden Standardware besteht und er kaum Höhepunkte vorzuweisen hat, gelingt es dem Regisseur durch die überzeugende Atmosphäre, sowie den großartigen Performances der Spielmannszüge Drumline noch über dem Durchschnitt anzusiedeln.



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