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Dieser Horrorthriller schafft durch die in jedem herrschende Angst vor der Dunkelheit die perfekte Voraussetzung für gutes Horrorkino.
Als ich mich über diesen Film informierte fiel mir natürlich als erstes der Platz 1 in den US-Kinocharts auf. Wir alle wissen, dass die Amerikaner sehr schnelllebig sind, wenn es um Filme geht, aber dennoch: Ein Horrorthriller auf Platz 1? Das verwunderte mich doch ein wenig und so wuchs die Spannung auf diesen anscheinend atemberaubenden Film noch mehr. Als ich dann sah, wer für die Special Effects zuständig war, wurde mir warm ums Herz: Stan "der Guru" Winston (für alle, denen der Name nichts sagt: Aliens, Terminator 2, Jurassic Park mit insgesamt 4 Oscars)! Er ist sicherlich einer der Besten (wenn nicht sogar der Beste) wenn es um gutes Make-Up oder bombastische Special Effects geht und eben dieser Mann jetzt in einer Horrorgeschichte um eine Zahnfee? Jetzt war ich auf dem absoluten Siedepunkt und konnte es kaum erwarten den Film zu sehen!
Die Geschichte an sich ist von Jonathan Liebesman, der mit Der Fluch von Darkness Falls sein Spielfilmdebüt gibt, perfekt in Szene gesetzt: Matilda Dixon lebte sehr zurückgezogen vor über 150 Jahren und wurde liebevoll "Die Zahnfee" genannt, weil sie den Kindern Geldstücke und Süßigkeiten für ihre Milchzähne gab. Eines Tages jedoch wurde sie ungerechtfertigter Weise des Mordes an zwei vermissten Kindern beschuldigt und als Hexe verbrannt. Am nächsten Tag tauchten die verschwundenen Kinder wieder lebend auf! Seit diesem Tag schwebte über dem Örtchen Darkness Falls der Fluch der Zahnfee Matilda Dixon! - So erzählt man sich die Geschichte bis heute in dem Wohnort von dem kleinen Kyle, der wiedermal nicht schlafen kann. Gerade seinen letzten Milchzahn verloren, spürt er, dass er nicht allein im Zimmer ist: Die böse Zahnfee schwebt über ihm und wartet nur darauf, dass Kyle sie ansieht, denn nur dann kann sie ihn töten. Doch Kyle entkommt dank seiner Taschenlampe, da Matilda jedes Licht meiden muss...
Der Fluch von Darkness Falls spielt regelrecht mit der Angst vor der Dunkelheit (und seien wir mal ehrlich: auch wenn man erwachsen ist, hat man noch ein ungutes Gefühl) und der Legende der Zahnfee, die hier vollkommen auf den Kopf gestellt ist. Diese Kombination macht diesen Film so grandios. Wir alle kennen die liebe gute Zahnfee, die uns was im Austausch gegen unsere Milchzähne gegeben hat und in diesem Film erleben wir auf einmal die "Zahnhexe" die uns beim Abholen des Zahns gleich mal umbringt! Das Ganze wird auch nicht irgendwie plump heruntergespult sondern mit schönen Kamerafahrten und genialen Lichtspielchen fast schon zelebriert. Für die schwierige Gratwanderung bei den Nachtszenen wurde der erfahrene Kameramann Dan Laustsen (Mimic, Nightwatch, Der Pakt der Wölfe) verpflichtet, der sein wahres Können zeigt und die perfekte Stimmung herstellt.
Aber weiter mit der Geschichte: Mehr als 10 Jahre später erhält Kyle einen Anruf von seiner alten Schulfreundin Caitlin, die ihn darum bittet, wieder in seine Heimatstadt zurückzukommen, um ihrem Bruder zu helfen. Der kleine Michael leidet an einer übermäßigen Angst vor der Dunkelheit und sie hofft, dass Kyle ihr helfen kann, da er an den gleichen Symptomen leidet. Kyle zögert erst, aber sieht dann eine Chance, die Vergangenheit zu verarbeiten und kommt der Bitte Caitlins nach. In Darkness Falls angekommen, kommt es zum Treffen zwischen ihm und Matilda Dixon, die auch den kleinen Michael heimsuchte, aber bisher nicht töten konnte. Und so kommt es zu einem "Katz und Maus-Spiel" um Leben und Tod!
Gerade bei der Darstellung der Zahnfee hat sich Stan Winston größte Mühe gegeben. Sie ist wirklich der Inbegriff des Schaurigen und obwohl sie immer nur schattenartig und schemenhaft erscheint, hat sie dennoch immer wieder die Kraft einem gehörig in die Glieder zu fahren. Der gesamte Film baut sehr auf Schockeffekte und die andauernde Dunkelheit, was den Film nicht sonderlich innovativ aber dafür sehr effektiv macht. Gerade heutzutage darf man sich wohl kein Meisterwerk der Horrorkunst erwarten, aber man merkt, dass Der Fluch von Darkness Falls sehr starke Einflüsse der 70iger Jahre und deren Horrorfilme hat. Genau diese Einflüsse sind es wohl auch, die den Film besser machen als so vieles Andere, das uns in letzter Zeit in diesem Genre vor die Nase gesetzt wurde. Daher halte ich diesen Film für einen der besseren Horrorstreifen in der heutigen Zeit und empfehle jedem, der Lust auf einen horrormäßigen Abend hat, sich diesen Film anzuschauen. |