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Eine weitere Stephen King-Verfilmung kommt in die deutschen Kinos: Diesmal wird das Buch "Duddits" auf die Leinwand gebannt.
Bevor ich das Kino betrat, wusste ich nicht viel mehr über den Film, als das er eine Romanverfilmung von Stephen Kings "Duddits" ist und über 2 Stunden Laufzeit hat. Ich hatte keine Ahnung vom Inhalt und konnte mir so also vollkommen unvoreingenommen den Film ansehen. Die erste halbe Stunde war ich auch richtig begeistert und verfolgte gespannt die Handlung, doch dann kamen die Aliens ins Spiel und ich traute meinen Augen und Ohren kaum.
Man merkt dem Film sehr deutlich an, dass es auf einem Stephen King-Roman basiert. Die Romane des berühmten US-Schriftstellers zeichnen sich vor allem durch die sehr detaillierte und meist metaphorische Ausdrucksweise aus. Alles wird bis ins Detail hinein beschrieben (meist mit einem solch starkem Realismus, dass einem der Schauer über den Rücken läuft) und nichts wird ausgelassen. Bei den meisten bisherigen Verfilmungen wie Misery, Pet Sematary oder The Green Mile wurden diese Details im Sinne des roten Fadens weggelassen, doch diesmal nicht. Obwohl auch William Goldman, der schon bei Misery das Drehbuch schrieb, wieder mit von der Partie war, finde ich die Drehbuchadaption zu wenig auf das Wesentliche beschränkt.
Was anfänglich noch nicht so deutlich wurde, wird einem nach spätestens einer Stunde völlig klar: Der Film kann und will sich nicht in ein Genre einordnen lassen. Dies ist aber leider nichts Positives, denn wir haben hier eine Mischung aus Action, Science-Fiction, Horror und Fantasy oder anders gesagt: Einen Independence Day mit Hannibal, James Bond und Frodo in den Hauptrollen! Dass das nicht gut geht, ist wohl jedem klar. So dümpelt der Film mit seiner übertriebenen Liebe zum Detail dahin und man fragt sich von Minute zu Minute mehr, ob der Regisseur und Drehbuchautor beim drehen bzw. schreiben dieses Films wirklich nüchtern waren.
Persönlich muss ich sagen, dass ich ein Fan von Kings Art bin. Seine Bücher sind einzigartig und vor allem Werke wie Misery, It oder Pet Sematary haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch die Filme zu diesen Büchern fand ich grandios, doch der Unterschied war: Man hat die Story ganz klar von Kings "Füllmaterial" getrennt und einen Film aus dem Destillat gemacht. Bei Dreamcatcher hatte diese Destillation keinen Erfolg: Man zeigt Dinge, die für die Story nicht relevant sind bzw. nicht so ausführlich gezeigt werden müssten. Nach zwei Stunden im Kino ist man dann heil froh, wenn es dem Ende zugeht.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass die Darsteller eine durchwachsene Leistung zeigen, die keine weitere Erwähnung verdient und die Story im Großen und Ganzen ganz nett ist, aber eben (wie schon gesagt) zu viele Genres ineinander verwebt. Dies führt leider zu einem totalen Story- und Detail-Overkill, der dem Film natürlich nicht gut tut. Jeder, der jetzt noch nicht abgeschreckt genug ist, dem wünsche ich viel Spaß im Kino und wehe es sagt hinterher einer, ich hätte ihn nicht gewarnt! |