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Dieser undurchsichtige Militär-Thriller bedarf einiger Stunden Analyse bis man sich durch die Story gehangelt hat. Auch die Darsteller können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film mehr als einen Plot-Twist zu viel hat.
Lange, sehr lange, habe ich darüber nachgedacht, wie ich diesen Film bewerten soll. Anhand welcher Kriterien ich ihn überhaupt einordnen kann und dennoch bin ich nicht sicher, ob ich dem Film nicht unrecht tue. Einerseits war ich von der Komplexität begeistert, die der Film an den Tag legte, doch andererseits war ich von den übermäßig gestreuten Plot-Twists, die nur verwirrten, aber nichts zur Qualität des Films beitrugen, schwer enttäuscht.
John McTiernan schafft es anscheinend nicht mehr aus dem Tief herauszukommen, denn auch Basic bleibt auf dem Niveau seines Super-Gaus Rollerball und kann nicht mal annähernd in der Liga von Stirb Langsam oder Jagd auf Roter Oktober spielen. Trotz der Spitzenbesetzung mit John Travolta und Samuel L. Jackson, die nach Pulp Fiction erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera standen, will der Film nicht überzeugen. An Komplexität fehlt es dem Film sicherlich nicht, eher an einer Struktur, denn die Abertausend Plot-Twists sind auf die Dauer nicht nur verwirrend, sondern auch äußerst nervend!
Obwohl ich gerne Filme wie Eine Frage der Ehre und Militär-Thriller im allgemeinen sehe, kann ich Basic keine positive Bewertung geben. Nicht nur, dass es dem Film an Überzeugungskraft fehlt, sondern auch die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven, die in sich völlig unterschiedlich sind und komplett andere Geschichten derselben Situation erzählen, machen es dem Zuschauer sehr schwer zu folgen oder gar am Ende einen Sinn hinter dem Komplott des Drehbuchautors zu erkennen.
So ist dies leider die traurige Geschichte eines guten Ansatzes, der völlig übertrieben und dadurch vollkommen unansehnlich wurde. Trotz des tollen Staraufgebotes, das auch seine Rollen gut spielte, kann ich diesem Film nicht viel Positives abgewinnen. Mein Tipp an alle Kinobetreiber wäre eine Art Talk about the movie nach dem Film, denn nur so versteht vielleicht der Ein oder Andere was er gerade zu sehen bekam. |