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Nach dem Buch des Krimi-Autors James Ellroy (L.A. Confidential) entwirft Regisseur Ron Shelton (White Men Can't Jump) ein eher düsteres Bild des LAPD.
Ein schonungsloser Film über die alltägliche Polizeiarbeit und deren dunkle Hintergründe. So hätten die Macher des Films Dark Blue es wohl gerne. Teilweise ist ihnen das auch geglückt, denn man fragt sich wirklich des Öfteren, ob es nicht wirklich beim LA Police Department so zugeht oder ob es sich hier nur um erfundene Intrigen und Korruption handelt. Die Story stammt aus der Feder von James Ellroy, von dem ja längst bekannt ist, dass er spannende Bücher schreiben kann. Spätestens seit L.A. Confidential hat er einen Platz bei den Bestsellerautoren. Auch der Cast kann sich mit Kurt Russel, Brendan Gleeson und Ving Rhames wirklich sehen lassen, also eigentlich die perfekte Vorraussetzung für einen guten, beeindruckenden und vielleicht sogar schockierenden Film, aber wo ist dann der Haken?
Erstmal ein wenig zur bereits angesprochenen Story: Eldon Perry (Kurt Russel) ist bekannt für seine harten Methoden und seine zügellose Aggression. Sennoch ist er einer der besten Polizisten bei einer Sondereinheit des LAPD. Durch den rauen Alltag überschreitet Perry immer öfter die Grenzen des Erlaubten und übt oftmals Selbstjustiz. Doch genau das ist dem stellvertretenden Polizeichef ein Dorn im Auge und so wartet Holland (Ving Rhames) nur auf seine Chance Perry dingfest zu machen. Als Perry und sein Partner auf einen Überfall angesetzt werden, bei denen vier Menschen kaltblütig getötet werden, wittert Holland seine Chance.
Die Geschichte wirkt im Großen und Ganzen sehr schlüssig und gut durchdacht, leider ist sie nicht so umgesetzt, wie es vielleicht der Wunsch von Ellroy gewesen wäre. Denn oftmals wirken die Ermittlungen der beiden Cops sehr undurchsichtig und vor allem unzusammenhängend. Auch wenn die schauspielerische Leistung durchweg stimmt - Ving Rhames und Kurt Russel spielen ihre Rollen sehr überzeugend - so kann man den Gedankengängen oft nur schwer (oder mit viel Fantasie) folgen und das stößt bei einem solchen Film doch recht sauer auf. Eine vollkommen durchgängige und klare Handlung hätte hier klare Pluspunkte gebracht.
Leider geht der Film nicht näher darauf ein, inwiefern das Gezeigte wirklich recherchiert ist und damit der Wahrheit entspricht. Wäre der Film deutlich als based on a true story markiert, hätte die Korruption, die hier gezeigt wird, sicherlich einen wesentlich größeren Eindruck auf den Zuschauer. Doch auch so ist die Story sicherlich sehenswert und bietet mehr als viele andere Thriller. Auch die schon angesprochenen guten Leistungen der Darsteller sorgen für einen spannenden Samstagabend, bei dem man das Eintrittsgeld nicht bereut. |