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Harry Potter und der Gefangene von Askaban(Harry Potter and the Prisoner of Azkaban, 2004)
| Dt.Start: |
03. Juni 2004
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Premiere: |
Juni 2004 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Fantasy |
| Länge: |
141 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Daniel Radcliffe (Harry Potter), Rupert Grint (Ronald 'Ron' Weasley), Emma Watson (Hermione Granger), Robbie Coltrane (Hagrid), Sean Biggerstaff (Oliver Wood), David Bradley (Caretaker Argus Filch), John Cleese (Nearly Headless Nick), Emily Dale (Katie Bell), Warwick Davis (Professor Filius Flitwick), Alfred Enoch (Dean Thomas), Tom Felton (Draco Malfoy), Pam Ferris (Aunt Marge), Michael Gambon (Aldus Dumbledore), Richard Griffiths (Uncle Vernon Dursley), Joshua Herdman (Gregory Goyle), Matthew Lewis (Neville Longbottom), Miriam Margolyes (Professor Sprout), Harry Melling (Dudley Dursley), Devon Murray (Seamus Finnigan), Gary Oldman (Sirius Black), James Phelps (Fred Weasley), Oliver Phelps (George Weasley), Chris Rankin (Percy Weasley), Alan Rickman (Professor Snape), Fiona Shaw (Aunt Petunia), Maggie Smith (Professor McGonagall), Timothy Spall (Peter Pettigrew), Leilah Sutherland (Alicia Spinnet), Danielle Tabor (Angelina Johnson), Jim Tavare (Tom, Landlord Of The Leaky Cauldron), David Thewlis (Professor Lupin), Julie Walters (Mrs. Weasley), Jamie Waylett (Vincent Crabbe), Mark Williams (Mr. Weasley), Bonnie Wright (Ginny Weasley), Luke Youngblood (Lee Jordan) |
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Regie:
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Alfonso Cuaron |
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Drehbuch:
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J.K. Rowling, Steven Kloves |
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Inhalt
Harrys drittes Schuljahr in der Zauberer- und Hexenschule Hogwarts steht anscheinend unter einem schlechten Stern: Ein vermeintlich gefährlicher Massenmörder, Sirius Black, ist aus Askaban - dem Zauberergefängnis - entflohen, und jeder glaubt, dass er kommt, um den berühmten Harry Potter zu töten. Als Harry lernt mit den schrecklichen Dementoren, die nach Hogwarts geschickt wurden um ihn zu beschützen, fertig zu werden, lernt er die beunruhigende Geschichte von Sirius Black und dessen Verbindung zu Harrys Familie kennen. |  |
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Der Zauber kehrt zurück in die deutschen Kinos! In "Harry Potter and the Prisoner of Azkaban" geht es noch wilder und noch gruseliger zur Sache als in den beiden Vorgängern. Der neue Regisseur Alfonso Cuaron bringt frischen Wind ins routinierte Team und zeigt, was er handwerklich alles drauf hat. Ein wahres Vergnügen, nicht nur für Potter-Fans!
Zwar nicht zur Vorweihnachtszeit, aber besser jetzt als noch später hat das Warten auf das dritte Abenteuer von Harry Potter ein Ende. Und es hat sich wahrlich gelohnt: Endlich darf man den inzwischen 13-jährigen Zauberlehrling wieder bei seinem unerbittlichen Kampf gegen die dunklen Mächte begleiten. Und mit dem Spaß geht's auch unvermittelt los: Nachdem Harry seine verhasste Tante in die Luft gejagt hat, folgt auch schon eine rasante Busfahrt mit dem Fahrenden Ritter, um ihn zurück in die Welt fern aller Muggels zu bringen, in der er sich trotz lauernder Gefahren am wohlsten fühlt.
Gleich zu Beginn wird klar, dass diesmal ein neues Regiegenie am Werk ist. Mit kreativen Einstellungen, virtuosen Schnitten, herrlich surrealen Bildern und ausgereiften Spezialeffekten stellt sich Kritikerliebling Alfonso Cuaron eindrucksvoll vor. Er verschwendet die doch recht knapp bemessene Zeit nicht mit kleinen Details, die der aufmerksame Fan bereits aus Teil 1 und 2 bzw. den Büchern kennt, denn immerhin wollen über 450 Romanseiten in 135 Minuten Film gepackt werden. Schlag auf Schlag treibt er die Handlung voran und kommt wesentlich schneller zur Sache, als sein Vorgänger in den beiden ersten Teilen. Und obwohl man am Ende das Gefühl hat, dass die Hälfte des Buches fehlt, so kann man sich doch an keine wichtigen Einzelheiten erinnern, die ignoriert wurden - denn im Film findet sich alles, was da auch sein muss.
Erwartungsgemäß ist Der Gefangene von Askaban noch düsterer und unheimlicher als die anderen Teile. Harry, Ron und Hermine stecken mitten drin im Kampf gegen den, dessen Namen man lieber nicht ausspricht - da bleibt keine Zeit mehr für Kindereien. Immerhin sind die drei jetzt Teenager und kennen sich in der Zauberwelt bestens aus. Noch dazu steht Harrys Leben ernsthaft auf dem Spiel, denn Sirius Black, der bisher im gefürchteten Gefängnis Askaban eingesperrt war und damals dafür gesorgt hatte, dass Harrys Eltern ins Jenseits befördert wurden, hat überraschend den Ausbruch geschafft. Noch dazu umzingeln die seelenfressenden Gefängniswärter, die Dementoren, das Areal der Zauberschule Hogwarts und rauben Harry so manches Mal das Bewußtsein. Ebenso bekommen allerhand Fabelwesen ihren großen und großartigen Auftritt, allen voran der stolze Hippogreif Seidenschnabel.
Doch nicht nur Cuaron versteht sein Handwerk und scheut sich nicht davor, es experimentierfreudig einzusetzen. Auch die jungen Hauptdarsteller haben merklich dazugelernt und tragen zu einem wesentlich vielseitigeren und reiferen dritten Teil bei. War Daniel Radcliffes großer Vorteil bisher seine optische Ähnlichkeit zur Romanfigur, zeigt er jetzt bedeutend mehr Bandbreite in seinem Spiel. Die wachsende Wut und der zunehmende Tatendrang des Hogwarts-Schülers lassen sich förmlich spüren. Emma Watson wächst als Hermine endlich über ihr Streberdasein hinaus, und Rupert Grint hat die Lacher wie immer völlig auf seiner Seite. Leider bekommt er diesmal wenig Gelegenheit, Einsatz zu zeigen, und sorgt überwiegend für die nötige Auflockerung. Für Überraschungen sorgen jedoch Alan Rickman als verhasster Professor Snape, David Thewlis als neuer Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste, Emma Thompson als unglaublich kurzsichtige Wahrsagerin Professor Trelawney und natürlich ganz besonders Gary Oldman als Sirius Black. Die Wahl der Neuzugänge verdient wieder einmal großes Lob, ebenso Michael Gambon, der seinen Dumbledore genauso gut verkörpert, wie sein verstorbener Vorgänger Richard Harris.
Dass bei der ausgezeichneten Romanvorlage von J.K.Rowling, dem traumhaften Set und der routinierten und Fan-geprüften Besetzung im dritten Teil kaum etwas schief laufen konnte, war zu erwarten. Immerhin stand Ex-Harry Potter-Regisseur Chris Columbus als Produzent mit Rat und Tat zur Seite. Doch dank des neuen Regisseurs Alfonso Cuaron können sich die Anhänger des nicht mehr ganz so kleinen Zauberschülers auf ein Abenteuer gefasst machen, das noch besser, noch düsterer und noch aufregender ist, als die beiden ersten Teile. Es gibt also rein gar nichts, das einen von einem Kinobesuch abhalten könnte. Deshalb sollte man sich schleunigst in den nächsten Fahrenden Ritter, den Hogwarts-Express, auf den hauseigenen Hippogreif oder auch seinen Feuerblitz begeben und sofort das nächste Kino aufsuchen! |  | | von Bettina Friemel |

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