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Eine Verschwendung an Bruce Willis! - So könnte der Untertitel von diesem melodramatischen Schwachsinn lauten. Zum Glück glauben nicht alle Leute, dass was ihnen im Kino gezeigt wird!
Tränen der Sonne erzählt eine fiktive Heldengeschichte, wie sie alltäglich passiert, wenn das US Militär im Einsatz ist. Zumindest soll man das glauben. Bruce Willis muß mit seiner Elitetruppe zwischen Befehl und Menschlichkeit entscheiden und beweist, dass sogar ein knallharter Lieutenant ein Herz hat. Dabei wird auch der eigentlich vorprogrammierte Tod gerne in Kauf genommen. Eine großmütige Geste, die durchaus Anerkennung verdient. Aber bitte nicht auf so überzogene, pathetische und patriotische Weise, wie sie uns Antoine Fuqua vorsetzt.
Dabei beginnt der Film recht vielversprechend. Skrupellose nigerianische Militärs überfallen ganze Dörfer und rotten die Bewohner auf grausame Art aus. Ein schrecklicher Anblick, der die Sympathie für die hilflosen Flüchtlinge festigt. Beim Versteckspiel im dunklen Baumwald kommt eine unheimliche Stimmung auf, die Hoffnung auf einen spannenden Fortlauf macht. Doch dann passiert das Tragische: nach 30 Minuten ist die Rettungsaktion bereits vorbei und der Film hätte nach einem gelungenen Höhepunkt ein Ende finden können.
Leider wollen noch gut 90 Minuten ausgefüllt werden. Was jetzt kommt, sind grausige Bilder von gefolterten Männern, vergewaltigten Frauen und gequälten Kindern, die in den Nachrichten oder einer Dokumentation eine sinnvollere Wirkung erzielen würden. Mittendrin unsere tollen Helden der Navy SEAL, die zu acht gegen die gesamte Rebellen-Armee kämpfen, ohne dabei das strahlende Weiß ihrer Zähne einzubüßen. Tom Skerritt, dank Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel auf dem Flugzeugträger heimisch, gibt schön brav hirnlose Befehle. Monica Bellucci rückt noch das ein oder andere Mal ihr Dekoltée zurecht, um dem für seine Rolle völlig verschwendeten Bruce Willis mild zu stimmen. Das Ganze zu einem Score von Allzweckwaffe Hans Zimmer, der gerne mal einen Touch zu viel Dramatik in seine Töne legt, und es wieder einmal glorios geschafft hat, die Handlung mit seinen Kompositionen völlig zu erdrücken.
Natürlich ist es an der Zeit, auf die schrecklichen Zustände in Teilen Afrikas aufmerksam zu machen. Noch viel wichtiger scheint jedoch einmal mehr das Image des US Militärs, das durch eine Heldenstory schnell wieder ins rechte Licht gerückt werden soll. Aber ganz so leicht kann man sein Publikum dann zum Glück doch nicht ködern. |