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Die Stunde des Jägers(The Hunted, 2003)
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17. April 2003 DVD: 30. September 2003
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Premiere: |
14. März 2003 (USA) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Action |
| Länge: |
95 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Tommy Lee Jones (L.T. Bonham), Benicio Del Toro (Aaron Hallam), Connie Nielsen (Abby Durrell), Robert Blanche (Crumley), Jenna Boyd (Loretta Kravitz), Aaron Brounstein (Stokes), Ron Canada (Van Zandt), Caitlin Clements (kleines Kosovo Mädchen), John Finn (Chenowith), Carrick O'Quinn (Kohler), Mark Pellegrino (Hewitt), Patti Pelton, Bobby Preston (Michael Kennerly), Leslie Stefanson (Irene Kravitz), Mike White, Jose Zuniga (Bobby Moret) |
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Regie:
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William Friedkin |
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Drehbuch:
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David Griffiths, Peter Griffiths, Art Monterastelli |
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 Inhalt
Um den brutalen Mord an zwei Jägern zu untersuchen, wird L.T. Bonham, ein ehemaliger Ausbilder von Einzelkämpfern, vom FBI alarmiert. Er findet schnell heraus, dass sein früherer Schützling Aaron Hallam die Morde begangen hat und heftet sich an dessen Fersen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Straßer
Handlungsloser und nichtssagender Actionthriller, in dem sich Tommy Lee Jones an die Fersen von Benicio Del Toro heftet.
In der Fernsehserie Jackass: The Movie, dem Flagschiff der intellektuellen Bewegung des 21. Jahrhunderts, gab es vor kurzem einen Clip, der uns daran teilhaben lies, wie einer der wagemutigen Protagonisten Zutaten für ein Omelett in sich hineinstopfte, sich auf Grund dessen übergab und dann aus dem Erbrochenen ein Omelett zubereitete. Nette Geschichte fürs tägliche Abendmahl, aber was hat sie in der Review zu Die Stunde des Jägers verloren? Ganz einfach: Die Stunde des Jägers ist das beschriebene Gericht mit viel Ei. Die Zutaten lauten wie folgt: drei Esslöffel Rambo, drei Esslöffel The Fugitive, eine Messerspitze MacGyver und ein Traffic - Macht des Kartels-Darsteller auf der vergeblichen Suche nach einer guten Rolle. Das ganze kräftig durchpürieren und dann in der Pfanne unter Zugabe von Butter goldgelb braten. Tommy Lee Jones wurde übrigens keineswegs bei den Zutaten vergessen, er ist bei The Fugtive quasi inklusive.
Aber nun genug gekocht, lasset uns das köstliche Mahl analysieren. Als Aperitif gibt es einen kleinen Ausflug in die Krisenregion Kosovo, wo ein blutiger Krieg zwischen Albanern und Serben tobt. Mittendrin eine US-Spezialeinheit, die den Auftrag hat, den serbischen Kommandanten zu liquidieren. Diese heldenhafte Aufgabe übernimmt Aaron Hallam (Benico Del Toro), der im Rahmen einer Einzelkämpferausbildung zur perfekten Killermaschine ausgebildet wurde. Nach diesem pseudodüsteren und pyrotechnisch blamablen Aperitif wird uns noch ein kleiner Appetizer serviert, in dessen Rahmen wir L.T. Bonham (Tommy Lee Jones) kennenlernen, der im US Bundesstaat British Columbia in der Einsamkeit lebt und sich für den World Wildlife Fund engagiert. L.T. war früher Eliteausbilder bei der Army und lehrte das lautlose und schnelle Töten mit dem Messer, sowie das Überleben in der Wildnis. Nachdem unser Magen und unsere Seele nun optimal auf das bevorstehende Mahl vorbereitet sind, können wir ohne große Umschweife zum Hauptgericht übergehen.
Die Jagd beginnt, nachdem ein Irrer, der relativ schnell als Aaron Hallam identifiziert wird, in einem Wald zwei Jäger abgeschlachtet hat. Ex-Ausbilder L.T. wird hinzugezogen und nimmt schnell die Witterung seines ehemaligen Schützlings auf. Die Jagd läuft nach bewährtem Strickmuster ab, weshalb es sich nicht lohnt, näher darauf einzugehen. Jedoch soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass im Rahmen der Verfolgung teilweise extrem hanebüchene Dinge passieren, die den Film ungewollt und vor allem unnötig ins Lächerliche ziehen. Interessant hingegen ist der Hintergrund des Ganzen, der uns normalerweise die Erklärung liefert, warum Hallam wahllos tötet. Blöd nur, dass der Film diese Erklärung weglässt und den Zuschauer letztlich mit der unbefriedigenden Begründung, Hallam sei durchgedreht, nach Hause schickt. Dabei waren in Form des Kosovo-Kieges und in Form von mysteriösen Regierungsbeamten Ansätze vorhanden, um Hallams Handeln etwas plausibler darzustellen.
Der Gipfel dieses durchweg verkorksten Unterfangens war der Showdown zwischen Benicio Del Toro und Tommy Lee Jones, für den sich beide eine Waffe schmieden bzw. meißeln, um sich dann von oben bis unten aufzuschlitzen. Danach geht der Vorhang zu und man kommt sich irgendwie verschaukelt vor. Verschaukelt auf Grund von logischen Unzulänglichkeiten und nicht nachvollziehbaren Handlungssprüngen. Im Endeffekt ist Die Stunde des Jägers nicht mehr als eine nichtssagende Verfolgungsjagd, die ihre Spannung aus dem Warten auf die Aufklärung der Ereignisse bezieht und dann diese schuldig bleibt. Stümperhafter kann man nicht arbeiten...  Weitere interessante Filme
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