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Opulent inszeniertes Martial-Arts Abenteuer mit brillanten Kampfszenen und einer grandiosen Optik.
Nachdem es Ang Lee im Jahre 2000 mit Tiger & Dragon gelang, das asiatische Kino dem internationalen Publikum ein Stück näher zu bringen, schickt sich nun der renommierte Visionär Zhang Yimou an, mit seinen Hero gleiches zu tun. Angesichts der hervorragenden Besetzung, den hochgradig ästhetischen Bildern und den atemberaubenden Kampfszenen wird es dem aufwendig produzierten Martial-Arts-Spektakel voller Legenden und Mythen nicht schwer fallen, in den westlichen Kinosälen für Furore zu sorgen. Die Geschichte spielt im dritten Jahrhundert vor Christus, einer Zeit in der China in sieben Königreiche aufgeteilt war, die einen erbitterten Krieg um die Vorherrschaft führten. Allen voran der machbesessene König von Qin, der alle sieben Reiche unter sich vereinigen will, um der erste Kaiser Chinas zu werden. Viele Krieger trachten ihm nach dem Leben, doch niemand ist so gefürchtet wie die drei Attentäter Broken Sword, Flying Snow und Sky.
Zhang Yimou greift bei Hero die Legenden über diese drei Attentäter auf und erzählt sie in Form von Rückblicken, die während einer Audienz des Kriegers Nameless beim König von Qin stattfinden. Nameless hat die drei gefürchteten Krieger getötet und darf nun dem König von seiner glorreichen Tat berichten. Der König jedoch hinterfragt dessen Erzählungen, wodurch dem Zuschauer verschiedene Versionen der Geschichte präsentiert werden. Regisseur Yimou wählte für jede der unterschiedlichen Versionen einen etwas anderen Look, was sich in erster Linie in der Farbwahl der Kleidung niederschlug. Wir erleben somit eine rote, eine blaue und eine weiße Version der Geschichte, die sich teilweise auch an unterschiedlichen Orten zuträgt. Beispielsweise spielt eine Version ausschließlich in der Wüste, wogegen sich andere zusätzlich in einem Eichenhain oder an einem idyllischen See abspielen.
In den Hauptrollen von Hero erleben wir neben den vier hauptsächlich in Asien bekannten Darstellern Maggie Cheung Man-Yuk, Tony Leung Chiu-Wai, Donnie Yen und Chen Dao Ming die Tiger & Dragon Darstellerin Zhang Ziyi und Romeo must Die Star Jet Li. Alle sechs gefallen selbstverständlich in schauspielerischer Hinsicht und brillieren in den virtuos photographierten Kampfszenen. Während der Kämpfe mit Schwert, Stock, Pfeilen oder bloßen Händen bewegen sich die Charaktere nahezu schwerelos durch die Lüfte oder schreiten wie Jesus über das Wasser. Außerdem werden Wassertropfen zu gefährlichen Geschossen und Blätter zu einem verheerenden Wirbel aufgeblasen.
Regisseur Zhang Yimou, der außerdem am Drehbuch mitarbeitete und als Produzent wirkte, schuf mit Hero ein wahrlich opulentes Epos, das weniger von der mit der Story überzeugt, als mit hervorragenden Martial-Arts Sequenzen und einer grandiosen Optik. Gepaart mit dem oben bereits erwähnten visuellen Konzept der unterschiedlichen Farben, ist der Film eine erfrischende und auch willkommene Abwechslung zum restlichen Programm in unseren Kinos. |