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Barber Shop(Barbershop, 2002)
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24. April 2003 DVD: 08. August 2003
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Premiere: |
07. August 2002 (USA) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
102 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Ice Cube (Calvin Palmer), Anthony Anderson (JD), Cedric the Entertainer (Eddie), Sean Patrick Thomas (Jimmy), Eve (Terri), Troy Garity (Isaac Rosenberg), Michael Ealy (Ricky Nash), Leonard Howze (Dinka), Keith David (Lester), Jazsmin Lewis (Jennifer Palmer), Lahmard Tate (Billy), Tom Wright (Detective Williams), Lorenzo Clemons (Bankmanager), J. David Shanks (Kunde Lamar), Carl Wright (Checkers Fred), Marcia Wright (verärgerte Frau) |
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Regie:
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Tim Story |
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Drehbuch:
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Mark Brown, Don D. Scott, Marshall Todd |
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 Inhalt
Calvin Palmer hat vor zwei Jahren den Friseursalon von seinem Vater übernommen, der diesen wiederum von seinem Vater übernommen hatte. Dieser "Barbershop" ist ein Kulturtreff für Schwarze im schwarzen Viertel von Chicago; dazu taugt er auch mehr, als als Quelle zum Geld scheffeln, denn der Laden, der mit den unterschiedlichsten Charakteren, gespickt ist, läuft mehr schlecht als recht, sodass er ihn an eine Untergrundgröße verkauft, seine Tat dann aber bereut, und nach einer Lösung sucht. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Tobias Wunsch
Tim Storys Komödie Barber Shop wird in näherer Zukunft in seine zweite Runde gehen. Kein Wunder, denn der erste Teil funktioniert sowohl als Komödie als auch als Sozialstudie mehr als gut, und war deshalb auch zurecht ein großer Boxoffice-Erfolg.
Barber Shop - der Name ist Programm, spielt der Film doch die meiste Zeit im begrenzten Raum des "Barbershop" und handelt von seinem Besitzer Calvin Palmer, der von Hip-Hop-Star Ice Cube hervorragend verkörpert wird. Calvin hat den "Barbershop" von seinem Vater übernommen, der ihn wiederum von seinem Vater, der das Geschäft 1958 eröffnet hatte, geerbt hat. Der Laden war von jeher ein Kulturtreff für Schwarze gewesen, die hier ihre Seele ausschütten können, und über Gott und die Welt "philosophieren". Dies ist im Wesentlichen auch schon die Themenvorgabe für Barber Shop. Was nicht besonders aufregend klingt, wird unter der Regie von Debütant Tim Story zu einem großen Ganzen entwickelt, das absolut berechtigterweise auf eine erfolgreiche Geschichte am Boxoffice zurückblicken kann.
Aber von vorn: Calvin ist, wie bereits erwähnt, der Besitzer des besagten "Barbershop", in dem sich die skurrilsten Gestalten tummeln, sei es, dass sie einer der sieben (!) Friseure oder einfach Dauergäste mit Sitzplatzgarantie sind. Zu den Friseuren: 1. Der Besitzer, Calvin, ist kein guter Geschäftsmann und sein Laden läuft sehr schlecht, sodass er ihn an einen ungeliebten Gangsterboss verkauft um seine Schulden los zu werden. 2. Eddie, der Älteste in der Truppe, der beinahe zum Ladeninventar zu gehören scheint. Er hat zu allem und jedem etwas zu sagen, und bringt seine altersgeprägten Lebensweisheiten lautstark unters Volk. Er ist quasi das Herzstück des Ladens, auch wenn er so gut wie nie zu arbeiten scheint. 3. Ricky, der nun, nach seinem Leben als kleiner Gauner, seinen Lebensunterhalt auf ehrliche Art und Weise verdienen will. Er ist der Sympathieträger unter den sieben Friseuren. 4. Jimmy, der Student; er gibt sich gegenüber den anderen arrogant und ist nicht mit Leib und Seele bei der Sache, er sieht das Friseur-Dasein lediglich als Sprungbrett an, nicht als Lebensauffassung. 5. Isaac, der einzige Weiße. Er fühlt sich als Schwarzer, doch niemand der schwarzen Kundschaft traut ihm aufgrund seiner Hautfarbe sein Heiligtum, seine Haare, an. Er zankt sich zudem ständig mit Jimmy, da dieser eigentlich weniger "schwarz" sei als er. 6. Terri, die einzige Frau im Team, wurde gerade von ihrem Freund betrogen, und einer ihrer Arbeitskollegen scheint sich an ihren Lebensmitteln (ein Running-Gag!) zu vergreifen; last but not least 7. Dinka. Er himmelt Terri an. Dinka ist ein gebürtiger Westafrikaner und die "gute Seele" im Team. Ergänzt wird das Ganze durch die bestimmt ebenso skurrile Kundschaft, von der keiner den Laden zu verlassen scheint.
Und so verlässt der Blickpunkt des Films selten den "Barbershop", der zweite Handlungsstrang folgt zwar einem vertrottelten Verbrecherduo, das einen Geldautomaten aus einem Geschäft geraubt hat, doch ist dieser Handlungsstrang der wesentlich uninteressantere, da die Sozialkomödie, was Barber Shop zweifellos ist, im und um den Friseurladen stattfindet. Dieser Kulturtreff scheint aber am Abgrund, als Calvin den Shop an Lester Wallace verkaufen will, der ihm ein Angebot unterbreitet hat. Nach der Abwicklung dieses Verkaufs bereut Calvin es aber bitterlich, als er sieht, wie wichtig der Laden für seine Angestellten und die gesamte Nachbarschaft ist. Auch bereitet es ihm große Sorgen, dass sein Vater und dessen Vater sich mit Leib und Seele dem Laden verschrieben hatten. So sucht er verzweifelt nach einer Lösung für seine Probleme...
An Barber Shop kann man wunderbar sehen, wie wichtig ein gutes Drehbuch für einen Film ist, wobei auch beim Cast Großartiges geleistet wurde. Dies lässt dem Regisseur Tim Story nur noch die Aufgabe zukommen, das Ganze adäquat umzusetzen, was ihm auch auch größtenteils gut gelingt. Das Drehbuch ist es aber, obwohl die Handlung die meiste Zeit nur an einem Ort verweilt, was Spannung, vor allem sozialer Art, schafft. Die meisten Gags sind zwar nicht neu, passen aber sehr gut in den Gesamtkontext. Die Charaktere werden aber, obwohl sie die meiste Zeit zu sehen sind, nicht weit genug entwickelt und bleiben somit in leicht stereotypem Licht zurück; dies ist die größte Schwäche des Films. Da aber der Rest - vor allem die Schauspieler - gut harmoniert, spielt dies eine eher untergeordnete Rolle. Zu gut ist die Sozialsatire, auch wenn sie weit weniger kritisch als beobachtend ist, zu gut sind die Leistungen vor allem von Ice Cube und Cedric The Entertainer, die ihre Charaktere glänzend in Szene setzen, zu gut porträtiert der Film die Atmosphäre des "schwarzen" Barbershop.
Es ist also nicht das große Budget, das einen guten Film ausmacht, sondern dessen Subtilität. Zwar hat Barber Shop seine (oben genannten) Schwächen, doch Tim Story versteht es, mit den Stärken spielend umzugehen, und mit gewitztem und intelligent angelegtem Humor zu begeistern. Dadurch erweist sich die zunächst als Komödie angelegte Handlung auch als eine Parabel auf die Freundschaft, die als einzige Konstante alle Krisen zu überdauern vermag. So gelingt es dem Film sogar, den Zuschauer emotional zu binden. Dies macht Barber Shop zu einem Erlebnis der wirklich besonderen Art, nämlich zu einem Überraschungshit!  Weitere interessante Filme
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