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Club der Cäsaren

(The Emperor's Club, 2002)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 21. August 2003
Premiere: 09. September 2002 (Toronto Film Festival, Kanada)
FSK: o.A. Genre: Drama
Länge: 109 min Land: USA
Darsteller: Kevin Kline (Professor William Hundert), Emile Hirsch (Sedgewick Bell), Embeth Davidtz (Elizabeth), Rob Morrow (James Ellerby), Edward Herrmann (Woodbridge), Harris Yulin (Senator Bell), Paul Franklin Dano (Martin Blythe), Rishi Mehta (Deepak Mehta), Jesse Eisenberg (Louis Masoudi), Gabriel Millman (Robert Brewster), Chris Morales (Eugene Field), Luca Bigini (Copeland Gray), Michael Coppola (Russell Hall), Sean Fredricks (Mr. Harris), Katherine O'Sullivan (Nonne), Roger Rees (Mr. Castle), Caitlin O'Heaney (Mrs. Woodbridge), Charu R. Mehta (Deepaks Mutter), Joel Gretsch (alter Sedgewick Bell), Steven Culp (alter Martin Blythe), Rahul Khanna (alter Deepak Mehta), Patrick Dempsey (alter Louis Masoudi), Purva Bedi (Anna Mehta)
Regie: Michael Hoffman
Drehbuch: Neil Tolkin


Inhalt

William Hundert ist ein leidenschaftlicher Professor mit Prinzipien, dessen hochstrukturierte Welt erschüttert und unerbittlich verändert wird, als ein neuer Kursteilnehmer, Sedgewick Bell, sein Klassenzimmer betritt. Was wie eine Willensschlacht anfängt, mündet in einem engen Schüler-Lehrer-Verhältnis, endet aber in einer Lebenslektion für Hundert, die ihn noch ein Vierteljahrhundert später frequentiert.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Club der Cäsaren hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 75%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Club der Cäsaren hat eine Wertung von 75%
Michael Hoffman schuf mit diesem Film ein überzeugendes Schüler-/Lehrerdrama im Stile von "Dead Poets Society", in dem vor allem der überragende Kevin Kline zu überzeugen weiß.

Nach Dead Poets Society, Dangerous Minds und Lost and Delirious liefert One Fine Day-Regisseur Michael Hoffman nun das nächste ergreifende Schüler-/Lehrerdrama ab. Als Vorlage diente ihm die Kurzgeschichte The Palace Thief von Ethan Cann, welche er mit seinen eigenen Internatserfahrungen vermischte.

Professor William Hundert, der stellvertretende Direktor des Internats St. Benedict, war ein leidenschaftlicher Geschichts- und Lateinlehrer. Er liebte es schon immer zu unterrichten, ließ dabei sogar sein Privatleben auf der Strecke bleiben, was ihm seine Schüler hoch anrechneten und er somit auch sehr beliebt war. Eines Tages kam jedoch der aufsässige Senatorsohn Sedgewick Bell in seine Klasse, welcher alles andere als Lust zum Lernen hatte. Mit ihm hatte es Hundert nicht immer einfach und 25 Jahre später, bei der Fahrt zu einem Klassentreffen, erinnert sich Hundert noch einmal zurück an die schönen, aber auch an die traurigen Momente in den Jahren in denen Sedgewick Bell sein Schüler war.

Anfangs scheint es so, dass der Film eher altmodisch inszeniert wurde und dass die Botschaft sei: Zucht, Ordnung und Moral seien das Wichtigste! Doch so nach und nach schlägt der Film plötzlich ganz andere Töne an und dank einiger überraschenden Szenen, merkt man schnell, dass hier viel mehr geboten wird. Es kommt einem so vor, dass Regisseur Michael Hoffmann versuchte, mehrere Seiten und Möglichkeiten dieses Genres zu durchleuchten, was ihm meiner Ansicht nach auch gelungen ist. Zudem verliert der Film durch diese Wechsel auch nie an Spannung und schafft es locker, den Zuschauer die gesamte Spielzeit, ohne irgendwelche Langeweilephasen, zu unterhalten.

Doch was wäre Club der Cäsaren nur ohne seinen großartigen Hauptdarsteller Kevin Kline! Schon lange war er nicht mehr so gut aufgelegt, denn er spielt den Professor Hundert ähnlich genial wie Robin Williams vor 14 Jahren in Dead Poets Society. Wie er mit seinen ironischen Kommentaren, seiner Mimik und gleichzeitig mit seiner ruhigen einfühlsamen Stimme agiert, ist mehr als nur überzeugend. Auch die Leistungen der Nebendarsteller können sich sehen lassen, vor allem Emile Hirsch, der den jungen Sedgewick Bell verkörpert, liefert als frecher, aber charmanter Schüler eine gute Darbietung ab.

Ebenfalls hervorhebenswert ist die musikalische Untermalung von James Newton Howard (der erst Letztens mit seinem gelungenen Score von Signs - Zeichen mal wieder auf sich aufmerksam machte), dem es gelang mit einer seinen ruhigen und besinnlichen Tönen zum Nachdenken anzuregen.

Getragen von Kevin Kline ist Club der Cäsaren vor allem durch die ruhige und langsame Inszenierung von Michael Hoffman, aber auch durch die interessante, nie langweilig werdende Geschichte und den moralischen Untertönen, ein gelungenes Schüler-/Lehrerdrama, dass sich vor Filmen wie Dead Poets Soceity und Lost and Delirious nicht zu verstecken braucht.



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