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Die Wutprobe

(Anger Management, 2003)

Dt.Start: 08. Mai 2003 Premiere: 05. März 2003 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 105 min Land: USA
Darsteller: Jack Nicholson (Dr. Buddy Rydell), Adam Sandler (Dave Buznik), Marisa Tomei (Linda), Luis Guzmán (Lou), Lynne Thigpen (Richterin Daniels), Woody Harrelson (Galaxia), John Turturro (Chuck), Krista Allen, Allen Covert (Andrew), Kurt Fuller (Frank Head), Heather Graham (Kendra), January Jones (Gina), Jonathan Loughran (Nate), Kevin Nealon (Sam), John C. Reilly (Arnie Shankman), Adrian Ricard (Rose Rydell), Peter Spruyt (Ricky)
Regie: Peter Segal
Drehbuch: David Dorfman


Inhalt

Ein Geschäftsmann gerät auf einem Flug mit dem Boardpersonal aneinander und wird zu einem Zornmanagementprogramm verurteilt. Sein Therapeut scheint ein Verrückter zu sein, der selbst schwer an einem Zornmanagementproblem leidet und dieser soll ihm jetzt helfen.
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Kritik

Die Wutprobe hat eine Wertung von 84%
Adam Sandler und Jack Nicholson zeigen sich in dieser Komödie von ihrer besten Seite und bescheren uns damit einen äußerst amüsanten Kinobesuch.

Bild aus Die Wutprobe Als ich so durch die Castliste las, wurde es mir heiß und kalt: Adam Sandler - "oh mein Gott", dachte ich mir als Sandler-Gegner, "dass kann ja nichts werden"! Jack Nicholson - "Yeah! Nicholson wird bestimmt wieder legendär" und dann dämmerte es mir: Sandler und Nicholson in einem Film? Sicherlich sorgte das unter anderem dafür, dass ich sehr gespannt darauf war, was sich Drehbuchautor David Dorfman für die beiden hat einfallen lassen.

Leider hielt die Einleitung noch nicht, was die Castliste versprach, denn es wird eine Rückblende in das Jugendleben von Dave Buznik (Adam Sandler) gezeigt, die nicht allzu erfreulich für Dave endet. Der kleine Junge erhält einen bleibenden Schaden, der sich sein Leben lang nicht mehr reparieren lässt und so ist Dave als Erwachsener ein liebenswerter, ruhiger und überaus friedliebender Mensch, der keiner Fliege was zu Leide tun könnte. Genau deswegen steht er auch unter der Fuchtel seines fiesen Chefs, der ihm keine ruhige Minute lässt und allen Ruhm für sich einheimst.

Wie ich schon sagte riss mich das nicht sonderlich vom Hocker. Sicherlich gab es nette Szenen und kurze Lacher, aber von Einfallsreichtum kann man hier wirklich nicht sprechen. Erst als Adam Sandler alias Dave ins Flugzeug steigt, wurde alles schlagartig besser: Jack Nicholson hatte seinen Auftritt. In legendärer Manier zeigt uns Nicholson wieder mal, was Schauspielkunst ausmacht: Coolness, Schlagfertigkeit und die Eigenschaft, dass allein beim Anblick seiner Grimassen sich das Kinopublikum vor Lachen zu Boden wirft, macht einen Nicholson zu dem was er ist. Durch Dr. Rydell (Jack Nicholson) aus der Reserve gelockt wird unser Dave aggressiv und schreit eine Stewardess an.

Nach diesem kleinen Wutausbruch wird Dave zu einer Therapie verurteilt und wird, wie der Zufall so spielt, in die Obhut von Dr. Buddy Rydell übergeben. Dass diese Behandlung nicht normal abläuft, ist bei den beiden Schauspieler ja von vornherein klar. Aber was sich Dr. Rydell dann alles für unseren Dave einfallen lässt, um ihn von seinem Trauma zu befreien, grenzt an Wahnsinn: Singkonzerte auf der Queensboro Bridge; Verführung mit einer irren, aber verdammt hübschen, Frau und last but not least: die Gruppentreffen!

Dieser Part des Films entschädigt einen sicherlich mehrere Male für den schwachen Beginn, denn Nicholson und Sandler präsentieren sich hier als gut funktionierendes Duo. Die Witze sind zwar oft vorhersehbar und zumindest zu erahnen, aber dennoch verfehlen sie ihre Wirkung nicht. Mehr als einmal musste ich zusehen wieder schnell in meinen Kinosessel zu kommen, um nicht den nächste Kalauer zu verpassen.

Alles in allem gefiel mir der Film also immer besser und ich konnte mich auch mit Adam Sandler ein wenig anfreunden, denn auch wenn er neben Nicholson ein wenig blass aussieht, macht er seinen Job eigentlich recht gut. Wie das bei einem solchen Film aber nun mal ist, müssen irgendwann die Drehbuchschreiberlinge durchdrehen und vollkommen den Boden unter den Füssen verlieren. So natürlich auch hier: Als der Film schon ein gutes und schönes Ende nahm, konnte es Dorfman wohl einfach nicht lassen und musste natürlich noch einen draufsetzen! Damit hat er dem Film leider schlappe 10% genommen, denn solch grausame 10 Minuten habe ich selten gesehen (vor allem nicht nach einem recht guten Film)! Also merket liebe Kinobesucher: Wenn der Film das erste Mal beendet scheint, packt Eure Sachen und flüchtet. Legt keinen Wert auf Kommentare wie: "He, der Film ist noch gar nicht zu Ende, bleib sitzen!" oder Ähnliches. Einfach straight zur Tür und raus aus dem Kino, dann habt ihr mit Die Wutprobe eine klasse Komödie gesehen, die ihr Eintrittsgeld wert ist.

von Markus Ostertag


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