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Identität

(Identity, 2003)

Durchschnittliche Redaktionswertung

82%



Inhalt

Zehn Fremde sitzen auf Grund eines überraschenden Sturmes in einem einsamen Wüsten-Hotel fest und müssen feststellen, dass einer nach dem anderen ermordet wird. Auf der Suche nach dem Mörder verstrickt sich die Gruppe in ein Netz voller gegenseitiger Verdächtigungen und Misstrauen.

Kritik

von Martin Buchholz

Wertung Kritik

82%

Eine spannende, überraschende Handlung und eine effektvolle Inszenierung machen Identität zu einem echten Highlight für jeden Grusel- und Mysteryfan.

Bild aus Identität Identität dreht sich um eine Gruppe von zehn Menschen, die alle in einem Motel in der Wüste von Nevada Schutz vor einem Unwetter suchen. Doch schon bald wird der Erste von ihnen ermordet. Mehr wird von der Handlung aber auch nicht verraten, es sei nur soviel gesagt, im letzten Akt dreht der Film noch mal so richtig auf, und das in einer Form, die man schwer vorhersehen kann und die daher im Kino umso überraschender kommt.

Der Film fängt damit an, dass er in einer sehr guten Sequenz zeigt, wie es die einzelnen Charaktere in das besagte Motel verschlägt. In diesen Anfangsszenen springt der Film immer wieder zeitlich und räumlich zwischen den Charakteren hin und her, verknüpft die einzelnen Stränge miteinander bis sich schließlich alle in dem Motel eingefunden haben. Hier entwickelt Identität einen sehr faszinierenden Fluss, der Lust auf mehr macht. Leider muss man sagen, dass der Film im Mittelteil dieses Niveau nicht ganz halten kann. Dieser Teil fängt mit dem ersten Mord an und hier verfällt der Film etwas in eine leichte Routine, denn diese Art des Bodycounts, wo eine wahllose Gruppe von Menschen irgendwo gefangen ist und einer nach dem anderen stirbt, ist alles andere als neu. Aber auch wenn Identität das Genre nicht neu erfindet, bleibt doch auch dieser Mittelteil sehr spannend und unheimlich.

Dies ist vor allem der stylischen und effektvollen Inszenierung von Regisseur James Mangold und der guten Arbeit von Kameramann Phedon Papamicheal zu verdanken. Sie kreieren einen düsteren Look, in dem Dauerregen vorherrscht, Glühbirnen flackern und auch das Motel, laut Aussage von Mangold eine dominierende Figur in Identität, offenbart immer neue Seiten. So wirkt der Film nie langweilig und sorgt auch allein optisch für eine sehr gruselige Atmosphäre.

Dabei muss sich der Film gerade im letzten Teil nicht auf optische Tricks verlassen. Hier dreht die Story wieder richtig auf. In bester Die Üblichen Verdächtigen-Manier bekommen wir am Ende auch in Identität den Hammerschlag. Und wie in dem Kultfilm um den legendären Keyser Soze ist auch die Auflösung in Identität durchweg logisch, der Groschen fällt, man beginnt, den Film Revue passieren zu lassen und es wird einem alles klar. Mir sind zumindest keine Logikschnitzer aufgefallen, auch wenn uns Drehbuchautor Michael Cooney auf intelligente Weise mehr als einmal in die Irre führen will.

Den positiven Gesamteindruck von Identität komplettiert das durchweg gut aufgelegte Darstellerensemble. Allen voran John Cusack überzeugt, sein Charakter Ed ist eine Art Identifikationsfigur für den Zuschauer, er scheint ruhig, logisch und kontrolliert; dies wird von John Cusack exzellent auf die Leinwand gebannt. Gut gefallen haben mir auch Ray Liotta, um den es in letzter Zeit etwas ruhig geworden war und Amanda Peet, die hier eine nach außen harte und abgebrühte Prostituierte spielt. Noch ein Wort zu Regisseur James Mangold: Interessant finde ich, dass er in seinen bis jetzt 5 Kinofilmen immer unterschiedliche Genres bearbeitete. Da wären der Polizeifilm Cop Land, das Drama Durchgeknallt, die romantsiche Komödie Kate & Leopold und jetzt der Horrorthriller Identität. Man darf daher durchaus auf seinen nächsten Film Walk the Line, einer Johnny Cash Biographie, gespannt sein.

Aber zurück zu Identität - Nicht ohne Grund wurde er zum offiziellen Eröffnungsfilm des diesjährigen Fantasy Filmfests ernannt. Er ist gruselig, spannend und mysteriös. Wenn ihr auf solche Filme steht, dürftet ihr bei Identität voll auf eure Kosten kommen und solltet ihn euch beim Fantasy Filmfest oder aber beim deutschen Kinostart am 18. September nicht entgehen lassen.

Keine weitere Wertung


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