Der erste wirklich demokratische Kinofilm! Michael "Bully" Herbig und seine Crew haben ihren Wahlversprechen Taten folgen lassen und so dürfen wir die drei Raumschiff-Tucken endlich auf der Leinwand erleben! Eine Qual? Nein, ganz sicher nicht! Denn Bully hat es wieder einmal geschafft: Das (T)Raumschiff schwebt und macht Schluss mit dem Eierschaukeln.
Wie gerne hätte ich es spannend gemacht; wie gerne hätte ich die Prozentzahl verschwiegen und damit die Spannung in dieser Filmbesprechung ins Unermessliche gesteigert. Genau das tat Michael "Bully" Herbig seit mehr als einem Jahr mit uns Journalisten! Am 01. April 2003 begannen die Dreharbeiten zu (T)Raumschiff Surprise: Periode 1 und am 17. Juni 2003 war auch schon alles wieder vorbei - zumindest beim Dreh. Denn mehr als ein Jahr verbrachten Bully und seine Crew in den Räumen der Special Effects-Genies von CA Scanline.
Was dabei herausgekommen ist, wollte uns keiner zeigen und so mussten wir warten - warten bis die Premiere gekommen war. Exakt drei Tage vor Filmstart durften wir endlich die 90 Minuten Film sehen! Was wurde nicht alles vorab spekuliert: "Bully zeigt uns den Film nicht, weil er Angst hat!", "Drei Tucken im Weltall, das geht kein kompletten Film lang gut" und so weiter. Doch dann kam der Tag und Bully hielt noch kurz eine Ansprache vorab, erzählte uns Anekdoten und war sichtlich stolz: "Wir haben das Prädikat wertvoll bekommen. Wir wissen auch nicht wieso."
Als es dann endlich losging, war die Spannung förmlich zu spüren. Doch schon die ersten Minuten ließen erkennen, dass die anfänglichen Zweifel deplaziert waren. Sogleich fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit, als man Der Schuh des Manitu das erste Mal sah: Überrascht, verblüfft und einfach hervorragend unterhalten! Auch wenn einige Witze nicht richtig zündeten, so hatten die Drehbuchautoren einen wichtigen Faktor immer im Auge behalten: "Spucky, Kork und Schrotty dürfen nicht die zentralen Figuren sein". Denn genau genommen gehört die Hauptrolle eigentlich Til Schweiger, der eine erstaunlich gute und ansehnliche Performance abliefert. Aber auch Deutschlands berühmteste Schwulenbesatzung zeigt sich in bester Manier und feuert Gags und Anspielungen im Minutentakt.
Eine Riesenleistung haben vor allem die Special Effects-Leute vollbracht, denn (T)Raumschiff Surprise: Periode 1 muss sich nicht hinter den Budget-Boliden Star Wars oder Stark Trek verstecken, sondern kann den Kampf getrost aufnehmen - für einen deutschen Film ist das sicherlich eine Premiere! Die Story ist natürlich weder tiefgründig noch hochintelligent, aber das erwartet man in diesem Genre auch nicht.
Als Fazit kann man sagen, dass es Herbig wieder einmal geschafft hat! Mit seinem neuen Streifen wird er wieder traumhafte Einspielergebnisse erzielen, auch wenn diese sicherlich nicht an Der Schuh des Manitu herankommen werden. Aber Bully begnügt sich nicht mit einem guten Film, denn für seine Wählerinnen und Wähler hat er einige Überraschungen in den Film eingebaut, die an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten werden! Also am besten mit Mopsgeschwindigkeit ins Kino - Viel Spaß!