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Ein Highlight für alle Extremsportler, aber auch alle Anderen kommen bei Extreme Ops auf ihre Kosten.
Ich kann mir persönlich zwar keine Unsportlichkeit nachsagen, aber so extrem wie unsere Charaktere in Extreme Ops bin ich bei Weitem nicht (ich und 99% der Bevölkerung dieses Planeten). Bei diesem Actionstreifen, der von Johanna von Orleans-Regisseur Christian Duguay inszeniert wurde, muss man sich vorher im Klaren darüber sein, dass man kein tiefgründiges Kino erwarten kann. Es gibt hier nur um eines: Die Actionsequenzen! Davon hat der Film auch mehr als genug, denn fast die kompletten 93 Minuten rasen unsere Freaks die verschneiten Berge hinunter und das alles nur... aus Spaß!
Um einem Werbefilm für eine neue Videokamera noch den letzten Kick zu geben werden die beiden Snowboard-Freaks Kittie (Jana Pallaske) und Silo (Joe Absolom) engagiert. Um eine hübsche Frau in Szene setzen zu können wird die Abfahrtslauf-Weltmeisterin Chloe noch mitgeschleppt. Sie alle sollen einer Lawine per Snowboard bzw. Ski davonfahren und immer schön in die Kamera lächeln. Als Drehort wurde Österreich gewählt und dort schlafen sie in einem - im Rohbau befindlichen - Hotel auf einem Berggipfel. Was sie nicht wissen: Der gesuchte serbische Kriegsverbrecher Pavle (Klaus Löwitsch) wohnt gleich nebenan.
Dass die Story nicht der Brüller ist, war eigentlich zu erwarten, aber hey: War Vertical Limit besser? Wie schon gesagt: Auf die Stunts und Actionsequenzen kommt es an und die sind wirklich allererste Sahne! Die Kamerafahrten durch die schneebedeckten Berge, die Hubschrauberaufnahmen des Teams und nicht zuletzt die ziemlich genialen Stunts von Kittie und Silo machen den Film sehenswert.
Man darf sich nicht zuviel erwarten, aber wenn man seine Erwartungen tief genug schraubt, dann wird man positiv überrascht. Lässt man die Story außen vor, bietet der Film doch einiges an Action und Kameraeinstellungen, die man so nicht alle Tage sieht. Die Darsteller sind sicherlich nicht das Gelbe vom Ei, aber machen ihre Sache nicht schlecht. So sieht man Devon Sawa nach dem Film mit anderen Augen (ich hab immer gewartet bis er den berühmten Satz sagt: "You can't cheat the death") und der kurz nach der Fertigstellung verstorbene Klaus Löwitsch hinterlässt, als Kriegsverbrecher einen nicht sonderlich beeindruckenden, aber ganz annehmbaren Eindruck. |