Also ich hab ja nichts gegen düstere Thriller, in denen psychopathische Serienkiller das Handwerk gelegt werden muß, aber Der Knochenjäger war alles andere als ein Meisterwerk. Die Story ist unoriginell und die Handlung ist wirklich schrecklich langweilig. Das einize Interessante an diesem Film ist die morbide Atmosphäre, aber da gibts genug Filme, die genauso inszeniert und weitaus besser sind.
Man hat den ganzen Film über dieses "Das hab ich doch alles schon mal gesehen"-Feeling. Warum müssen Serienkiller eigentlich immer irgendwelche verschlüsselten Hinweise hinterlassen? Ist das irgend eine geheime Hollywood-Abmachung? Ich mein da arbeitet dieser Psychopath in diesem Film jahrelang an dieser Geschichte, baut die tollsten Spuren auf, ist der Polizei natürlich immer einen Tick voraus und läßt sich am Ende dann doch schnappen. Wobei wir auch beim Tiefpunkt dieses Films sind, nämlich dem Schluß. Das kann dem armen Zuschauer doch nicht ernsthaft zugemutet werden! Der Killer läuft am Ende bei Lincoln ein, packt seine Mordinstrumente aus, palabert noch was von wegen Schicksal und Rache und läßt sich dann original von einem total gelähmten Denzel Washington, der gerade mal noch seinen Kopf und einen Finger bewegen kann überwältigen. Das gibts doch nicht. Und natürlich kommt gerade im allerletzten Moment, bevor der Killer doch noch die Oberhand gewinnt die süße Polizistin rein und feuert ein ganzes Magazin auf den Wahnsinnigen. Alles klar! Ich kenne fünfjährige Kinder, die schreiben überzeugendere und originellere Geschichten.
Ich für meinen Teil hab nach etwa einer halben Stunde damit aufgehört dem unsinnigen Plot zu folgen, da das Strickmuster des Films überaus eindeutig war. Statt dessen hab ich mich mehr auf die weibliche Hauptdarstellerin konzentriert. Diese Angelina Jolie ist schon eine süße Maus, da ist nichts dran zu rütteln. Auf alle Fälle ist Der Knochenjäger allerhöchstens Mittelmaß und kann unter keinen Umständen einem Vergleich mit Thrillern wie Sieben oder Das Schweigen der Lämmer standhalten.