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Nachdem sich der Trubel um die American Pie-Reihe ein wenig gelegt hat, kommt jetzt der 3.Teil in die deutschen Kinos. Viele befürchteten das Schlimmste, aber: Noch nie war American Pie - Wie ein heißer Apfelkuchen so gut!
Der American Pie-Kult ist zurück in den Kinos! Mit American Pie - Jetzt wird geheiratet wollten die Produzenten der Erfolgs-Franchise noch eins drauflegen, aber dennoch eine intelligente, weiterführende und natürlich witzige Geschichte erzählen. Mit American Pie - Jetzt wird geheiratet ist ihnen genau das ohne etwaige Nebenwirkungen gelungen. Bei den heutigen Sequels ist man im Vorfeld am besten immer ein wenig skeptisch, denn Ulk-Reihen wie Scary Movie schlachten spätestens nach dem zweiten Teil nur noch den erfolgreichen Namen aus und kümmern sich nicht mehr darum, einen guten Film zu machen. Daher war ich auch vor dem dritten Teil einer meiner Lieblings-Komödien äußerst vorsichtig und betete zu Gott, dass es hier anders sein wird. Anscheinend muss Gott meine Gebete erhört haben, denn als ich dann endlich in Kino saß und den lang ersehnten Streifen sah, konnte ich mich vor Lachen kaum noch auf dem Sitz halten!
Was mich besonders begeistert hat, war die Story. Denn es ist gelungen eine Idee zu schaffen, die genug Potential hat, um sowohl die Charaktere voranzutreiben, als auch genug Spielraum für den American Pie-typischen Humor zu lassen. Die Grundidee ist schnell erzählt: Jim und Michelle wollen heiraten und allein der Heiratsantrag artet nahezu in eine Katastrophe aus. Doch unser Liebespaar lässt sich davon nicht beeindrucken und plant eifrig die Hochzeit. Jim beste Freunde, Finch und Kevin, stehen dabei natürlich tatkräftig zur Seite, doch als Stifler von der Hochzeit erfährt, ist eines klar: Das wird keine normale, ruhige Hochzeit!
Besonders beeindruckend ist, dass Adam Herz (der Urvater von American Pie - Wie ein heißer Apfelkuchen) als wohl erster Drehbuchautor eingesehen hat, dass sich Charaktere entwickeln müssen, um über mehrere Film hinweg interessant zu sein. Nicht nur, dass wir es jetzt mit Erwachsenen zu tun haben, sondern vor allem auch das komplette Umfeld der einzelnen Charaktere hat sich entwickelt. Dadurch fällt es auch nicht auf, dass Personen wie Oz oder Heather komplett fehlen, denn wer hat als Erwachsener noch den gleichen Freundeskreis wie zu Schulzeiten?
Doch nicht nur die Story bzw. das Drehbuch ist bemerkenswert, sondern auch die schauspielerischen Leistungen der einzelnen Darsteller. Kein plumper Versuch leere Charaktere zu füllen, sondern der Anspruch schön gestaltete Charaktere mit Emotionen und Ausdruck zu versehen - dieses Motto geht voll auf, denn die Schauspieler hängen, wie sie selbst sagen, sehr an ihren American Pie-Charakteren und das trotz der Karrieren, die viele durch den Erfolg gemacht haben.
Alles in Allem ist American Pie - Jetzt wird geheiratet ein wunderbares Beispiel dafür, dass es doch noch möglich ist, Sequels von Komödien zu machen, die nicht nur noch abgedroschenen Humor bringen, sondern wirklich überzeugen können. Natürlich muss einem der Humor liegen, damit man auch den dritten Teil genießen kann, doch ich bin der Meinung, dass der Film durchaus auch für Otto-Normal-Kinogänger, die keine eingefleischten Pie-Fans sind, 96 Minuten Lachen pur bietet! Ich jedenfalls hab mich seit langem im Kino wieder mal so richtig wegschmeißen können und dazu braucht es schon Einiges! |