Knallharte Action, flotte Sprüche, fiese Ganoven: S.W.A.T. - Die Spezialeinheit ist mehr um Action als um eine realistische Darstellung des Polizeialltags bemüht. Dabei kommt der Film jedoch recht uninspiriert und langatmig daher.
S.W.A.T. - Die berühmten Buchstaben stehen für "Special Weapons and Tactics" und dahinter verbirgt sich eine Spezialeinheit der amerikanischen Polizei, die immer dann gerufen wird, wenn es besonders dick kommt, bei Geiselnahmen und Flugzeugentführungen zum Beispiel. Dass wir von dem harten und vor allem realen Alltag dieser Eingreiftruppe nur wenig zu sehen bekommen, wenn sich Hollywood mit einem Multimillionen Dollar Budget und jeder Menge Stars dem Thema annimmt, sollte sich ja eigentlich von selbst verstehen. So geht es auch in Clark Johnsons Film S.W.A.T. - Die Spezialeinheit in erster Linie um Action, um Schiessereien, explodierende Hubschrauber und darum, möglichst cool daher zu kommen und flotte Sprüche zu klopfen.
Sergeant Hondo (Samuel L. Jackson) soll ein neues junges S.W.A.T.-Team zusammenstellen. Er rekrutiert den coolen schwarzen Deke (LL Cool J), die knallharte Sanchez (Michelle Rodriguez) und Jim Street (Colin Farell), der schon einmal bei S.W.A.T. war, wegen Befehlsmissachtung aber degradiere wurde. Hinzu kommen noch zwei Cops und das Team ist komplett. Nach einigem Training und einer Abschlussprüfung stehen die ersten richtigen Fälle an, die auch alle ohne Probleme erledigt werden. Doch dann soll das Team den Drogenbaron Alex Montel in ein Gefängnis eskortieren. Das Problem ist, dass Montel 100 Millionen Dollar an denjenigen zahlt, der ihn befreit. Dieses Angebot weckt nicht nur das Interesse der gesamt Unterwelt von Los Angeles, sondern führt auch den ein oder anderen Polizisten in Versuchung. Das Team von Sergeant Hondo steht vor seiner größten Prüfung.
Die Handlung ist bis auf den einen oder anderen Scherz sehr geradlinig und vorhersehbar aufgebaut. Viele Klischees werden in S.W.A.T. - Die Spezialeinheit bedient, es gibt herzlich wenig Neues. Leider trifft dies auch auf die Action-Szenen zu, auf die Regisseur Clark Johnson eindeutig das Hauptaugenmerk legte. Sicherlich, es geht schon ordentlich zur Sache und das sieht auch recht ansprechend aus, aber im Grunde genommen ist das doch heutzutage Standart für einen Actionstreifen. Um das Publikum mitzureißen benötigt es schon einige Innovationen, und die fehlen in S.W.A.T. - Die Spezialeinheit leider komplett. Alles hat man schon mal irgendwo gesehen, nichts ist wirklich neu. So macht sich dann irgendwann im Laufe das Films eine gewisse Langeweile breit; die Handlung vermag nicht zu fesseln, die Optik auch nicht so recht, eigentlich ein Todesurteil für einen Blockbuster.
Nur die gut aufgelegten Darsteller sowie die Witzchen, die die Autoren eingebaut haben sind ein kleiner Lichtblick. Ein gewisses Unterhaltungspotential ist also vorhanden, alles in allem ist dies aber einfach zu wenig für einen 80 Millionen Dollar Film, sodass man S.W.A.T. - Die Spezialeinheit nicht wirklich empfehlen kann.