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Der neueste Freddyfilm beginnt in der ersten Hälfte wie ein durchschnittlicher Teenie-Horror-Streifen und braucht sehr lange um in Gang zu kommen, doch in der letzten halben Stunde wird man entschädigt: Die rockt ohne Ende!
Auch wenn die Nightmare on Elm Street-Reihe schon zwei geniale Horrorfilme hervorgebrachte (Teil 1 und 3) und obwohl ich die Reihe, insbesondere Freddy Krüger sehr sympathisch finde, hatte ich die niedrigsten Erwartungen an den Film. Das lag vor allem daran, dass ich die Idee, zwei Horrorfilmreihen miteinander zu verknüpfen als ziemlich bescheuert empfand. Doch zum Glück konnte ich mich eines Besseren überzeugen lassen.
Knapp zehn Jahre ist es nun her, dass Freddy Krüger zum letzten Mal zugeschlagen hat. Seitdem hat er seine Macht fast komplett verloren! Der Grund hierfür ist, dass die Kinder ihn "vergessen" haben und somit herrscht in der Elm Street keine Angst mehr, von der Freddy sich stärken könnte. Doch Abhilfe ist schnell geschaffen: Er lässt den Serienkiller Jason Voorhees auferstehen, damit dieser in der Elm Street mal ordentlich metzeln kann. Die Folge: Es verbreitet sich wieder Angst und Schrecken; die Älteren glauben Freddy sei wieder da und durch diese Ängste und Befürchtungen der Bewohner wächst Freddys Macht so weit, dass er nun wieder in den Träumen der Kinder herumspuken und sie auch umbringen kann. Jedoch gibt es ein Problem: Jason killt die Kids jedes Mal kurz bevor Freddy selber daran ist sie zu beseitigen, doch dieser lässt sich das natürlich nicht so einfach gefallen.
Überraschenderweise fing das Ganze schon mal nicht schlecht an. Das Intro ist überaus geglückt: Es beginnt alles mit dem üblichen stimmungsvollen Nightmaretheme und man erfährt von Freddy (damit auch die Unwissenden mitkommen) was denn bisher in der Nightmare-Reihe so alles geschehen ist. Dabei sieht man auch noch einmal die besten Sterbeszenen (fast alle aus Teil 1 und 3) und schon hätte der Spaß beginnen können. Nunja, dies ist leider nicht der Fall gewesen, da der Film eine ganze Weile braucht um in die Gänge zu kommen und so nach und nach erschleicht einem immer mehr das Gefühl, dass die Macher von Freddy Vs. Jason eher einen typischen Teeniehorrorfilm im Sinn hatten, als sich auf die alten Werte zu besinnen. Das ändert sich in der ersten Stunde kaum und man bekommt leider nicht mehr als einen durchschnittlichen Film geboten, doch was The 51st State-Regisseur Ronny Yu in der letzten halben Stunde des Films geschaffen hat entschädigt für Einiges, denn die rockt ohne Ende! Ich will jetzt nicht zu viel verraten, aber ich kann versprechen, dass dieses Finale für alle Horrorfans ein Genuss sein wird. Ebenso auch das obligatorische Ende, welches für Freunde der beiden Filmreihen besonders amüsant sein wird.
Ich bin auch froh, dass man darauf verzichtet hat den Film blutleer zu gestalten (auch das war eine Befürchtung meinerseits), denn ohne diese Szenen wäre kein richtiger Freddyfilm daraus geworden. Generell überzeugen die Morde fast alle; vor allem aber wenn Freddy und Jason sich die Opfer gegenseitig stibitzen und natürlich im schon mal angesprochenen Finale.
Normalerweise leben Horrorfilme ja nicht unbedingt von den Darstellerleistungen, doch was wäre dieser Film nur ohne Robert Englund? Was er mit seiner Freddy Krüger Rolle anstellt ist einfach klasse: Er darf einen coolen (und fast immer gelungenen) One Liner nach dem anderen zum Besten geben und seine Mimik, die Gestik... Das kam alles sehr gut und vor allem aber auch sehr amüsant rüber. Ansonsten kann man höchstens noch erwähnen, dass Destiny's Child Sängerin Kelly Rowland hier ihr Leinwanddebut zum Besten gegeben hat. Sie hat mit ihrer letzten Szene wohl die Witzigste des Filmes und liefert im Übrigen eine solide Vorstellung ab.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass Freddy Vs. Jason, trotz eines sehr durchschnittlichen Beginns, sehr positiv überraschen kann, was vor allem an dem wunderbar aufgelegten Robert Englund und der rockigen letzten halben Stunde liegt. Fans werden auf jeden Fall ihren Spaß haben. |