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September

(September, 2003)

Dt.Start: 26. Juni 2003
DVD: 28. Januar 2005
Premiere: 23. Mai 2003 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 109 min Land: Deutschland
Darsteller: Justus von Dohnanyi (Philipp Scholz), Catharina Schuchmann (Julia Scholz), Susanne Herleth (Frau Breuer), Lili Färberböck (Isabell Scholz), Leopold Färberböck (Gregor Scholz), Haydar Zorlu (Benjamin Frank), Peter Fitz (Isidor Krantz), Kristina van Eyck (Klavierlehrerin), Anja Kling (Sandra), Moritz Rinke (Felix Baumberger), Albert Kitzl (Moshen), Stefanie Stappenbeck (Natascha), Michael Wittenborn (Waller), Rosa Enskat (Frau Peters), Jörg Schüttauf (Helmer), Solveig Arnarsdottir (Susanne), Vincent Heppner (Robert), Errol AC T. Harew (John Glenn), René D. Ifrah (Ashraf), Murali Perumal (Naim), Nina Proll (Lena), Christina Henny Reents (Bianca), Ercan Durmaz (Erkan), Zahra Kazim (Sarah), Grischa Huber (Gudrun)
Regie: Max Färberböck
Drehbuch: Sarah Khan, Max Färberböck


Inhalt

11. September 2001: Nicht nur auf amerikanische Bürger hatte die Tragödie Auswirkungen, nein, auch auf Bürger in Deutschland. Ein mit einer Deutschen verheirateter Moslem, ein Schriftsteller, der zum Fundamentalismus-Experten mutiert, ein Polizist und ein Vermögensberater, der an diesem Tag sein gesamtes Vermögen verliert, sind mit den Auswirkungen des Anschlages konfrontiert.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

September hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 13%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
September hat eine Wertung von 13%
Der schweren Thematik des 11.September ist der Film nicht gewachsen und bricht daher wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Bild aus September "Ein Film den man mag oder nicht mag" - so lautet wohl die Quintessenz. Aber kann man es sich so leicht machen? Ich denke nicht! Man sollte zumindest drüber diskutieren und seinen Standpunkt vertreten können. Gerade bei einer solch (ge)wichtigen Thematik, wie die des 11.September 2001 und seiner Ereignisse.

Bereits an diesem 11.09.2001 war es klar, dass der Terroranschlag Thema einiger Filme sein würde und schon damals war ich gespannt, wie diese Filme mit der Trauer und der Bedrückung umgehen würden. Genau da sind wir auch schon beim Thema: Wie soll man mit diesem ungeheuren Druck umgehen? Wie geht man mit dieser Traurigkeit um, die uns selbst heute noch erfasst, wenn wir die beiden Türme brennen sehen? Der sicherlich bekannteste Film zu diesem Thema ist wohl der Dokumentarfilm 11. September von den Gebrüdern Naudet. Sie waren während des Anschlags im Gebäude und veröffentlichten ihre Bilder, um "die Helden dieses Tages zu ehren".

Aber nun zu September: Max Färberböck (Aimee & Jaguar) hält es anscheinend nicht für nötig auf das Geschehen in New York einzugehen, er beschäftigt sich lieber damit, wie es ein paar Menschen "miterleben". Doch genau dies finde ich fast schon grausam, denn anstatt zu zeigen, wie es den wirklichen Angehörigen geht, werden uns hier ein paar schwache Charaktere aufgetischt, die nichts Besseres zu tun haben, als sich über zum Beispiel ihre zerbrochene Ehe Gedanken zu machen. Das an sich wäre nicht so schlimm, wenn die Drehbuchautoren nicht immer den 11.September als den "großen Tag des Denkens" benutzen würden.

Schon während des Films passierte es mir einige Male, dass ich mich fragte, ob es so gewollt ist, dass dieser Film so pietätlos mit dem Thema umgeht! Denn es wird kein Wort über die Toten in New York oder deren Hinterbliebene verloren; es geht tatsächlich nur um ein paar unwichtige Personen, die sich in (im Vergleich) winzige Probleme verstricken und daraus einen Elefanten machen und das Alles wird vor dem Hintergrund des Terroranschlags verkauft. Selten wurde mir so schlecht bei dem Gedanken, dass jemand so unsensibel sein kann und nur Profit aus seiner windigen und schlechten Geschichte macht, die er auf einem Berg von Trauer aufbaut und damit die Leute ins Kino ziehen will.

Aber selbst abgesehen von diesem menschlich fast schon verwerflichen Umgang mit dem Thema bekommt der Film nur Minuspunkte, denn nicht nur die Geschichte, sondern auch die Darsteller sind äußerst schwach und scheinen sich nicht mal die Mühe machen zu wollen, die flachen Charaktere mit ein wenig Leben zu füllen. September zählt damit für mich zu den Filmen, die lieber niemals produziert worden wären, denn gerade mit der Trauer und dem Tod so vieler Menschen sollte man sehr sehr vorsichtig umgehen. Max Färberböck zeigt hier das Fingerspitzengefühl eines Elefanten, der den Porzellanladen aufräumt.



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