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Der eigenwillige Stil des Films sorgt entweder für Spaß oder Abneigung, doch mehr als kurzweilige Unterhaltung bietet er grundsätzlich nicht.
Das der Film nicht als "gewöhnlich" abzustempeln ist, war bereits im Vorfeld klar, denn wenn sich Jonas Akerlund, der Macher von Madonnas Musik-Videos, mit Schauspielern wie Brittany Murphy (8 Mile), Mena Suvari (American Beauty) und Mickey Rourke (9 1/2 Weeks) umgibt, um einen Drogenfilm zu drehen, dann ist das Ergebnis alles andere als gewöhnlich. Jonas Akerlund produzierte mit Spun einen Film, der sich nahtlos in die Ruhmeshalle des Drogen-Kinos zwischen Trainspotting - Neue Helden und Requiem for a Dream einreiht.
Spun ist sicherlich ein etwas anderer Film, der aber auf seine Art sowohl künstlerisch als auch erzählerisch sehr witzig und schön anzusehen ist. Akerlund bedient sich in einigen Szenen typischer Musikvideo-Elemente, die man zuvor im Kino kaum zu Gesicht bekam, doch manchmal wirkt der Streifen einfach zu schnell, so dass man ein wenig den Faden verliert. Wem Trainspotting - Neue Helden gefallen hat, dem wird auch sicherlich Spun gefallen, soviel ist klar, denn die Geschichte um den Abhängigen Ross, der seine Probleme mit der Droge Meth lösen will und dabei dem großen Koch vorgestellt wird, erinnert doch sehr an den Kulthit des Drogen-Cinema.
Durch die Bekanntschaft mit seinem selbsterkorenen Meister, bei dem Ross als Chauffeur arbeitet, kommt er dessen Freundin Nikki näher. Als diese den Koch verlassen will, ist er natürlich zur Stelle und fährt sie prompt zum nächsten Busbahnhof. Im nächsten Atemzug ist er allerdings zurück bei seinem Chef, um ein wenig Meth zu schniefen und dadurch alle Probleme aus dem Weg zu räumen.
Alles in Allem ist Spun keine Glanzleistung, doch unterhaltsames Abendprogramm ist garantiert. Die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut und vor allem witzig in den etwas ungewöhnlichen Rollen anzusehen und so kann sich das Leinwanddebüt von Jonas Akerlund durchaus sehen lassen. Ob wir allerdings mehr von diesem durchgeknallten Zeug brauchen ist eher fraglich, daher wäre Akerlund sicherlich gut beraten den nächsten Film etwas ruhiger anzugehen. |