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Tricks

(Matchstick Men, 2003)

Dt.Start: 18. September 2003
DVD: 19. März 2004
Premiere: 12. September 2003 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie, Drama
Länge: 116 min Land: USA
Darsteller: Nicolas Cage (Roy Waller), Sam Rockwell (Frank Mercer), Alison Lohman (Angela), Bruce Altman (Dr. Klein), Bruce McGill (Chuck Frechette), Jenny O'Hara (Mrs. Schaffer), Steve Eastin (Mr. Schaffer), Tim Maculan (Apotheker), Bill Saito (Apotheker)
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Nicholas Griffin, Ted Griffin


Inhalt

Der von Ängsten gebeutelte Betrugskünstler Roy und sein Protégé Frank sind gerade dabei, einen lukrativen Schwindel abzuziehen, als die unerwartete Ankunft der jugendlichen Tochter von Roy sein sorgsam geordnetes Leben stört und sein risikoreiches Unterfangen gefährdet.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Tricks hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 86%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Tricks hat eine Wertung von 86%
Dank des großartigen Drehbuchs der Gebrüder Ted und Nicholas Griffin sowie den gut aufgelegten Darstellern Alison Lohman und Nicholas Cage schuf Ridley Scott eine der positivsten Überraschungen des laufenden Kinojahres.

Bild aus Tricks Sieht man sich den Trailer dieser Komödie an, so erwartet man sich nicht sehr viel, denn trotz Ridley Scotts Regie und den Stars Nicolas Cage, Sam Rockwell und Weißer Oleander-Star Alison Lohman, sieht das Ganze nur nach einem netten Film aus, den man sich nicht unbedingt im Kino anschauen muss, sondern man auch auf das DVD-Release warten kann. Doch wer ähnlich wie ich dachte, der wird spätestens am Ende von Tricks eines Besseren belehrt werden.

Roy (Cage) und sein Lehrling Frank (Rockwell) sind kleine Trickbetrüger und haben mit ihren krummen Dingern schon ordentlich Kohle gemacht. Im Privatleben Roys sieht es aber eher schlecht aus: Er leidet nämlich an einem neurotischen Putzfimmel und hat Platzangst; auch seine damals schwangere Frau hat ihn vor vierzehn Jahren verlassen. Um Pillen gegen seine Ticks zu bekommen, entschließt er sich zu einem Psychiaterbesuch. Nach einigen Sitzungen beschließt Roy sein Kind kennen zu lernen, doch er ahnt noch nicht, dass der quirlige Teenager Angela (Lohman) sein ganzes Leben verändern wird.

Mehr möchte ich euch zu dem Film und dessem Inhalt nicht erzählen und ich kann nur sagen: Informiert euch nicht mehr über als nötig über Tricks! Am besten schaut nur den Trailer an, denn wenn ihr zu viel gespoilert werden solltet, dann würde euch dies den kompletten Film verderben! Deshalb werde ich mich an dieser Stelle auch sehr kurz fassen:

Zu Beginn bekommt man genau das gezeigt, was der Trailer verspricht und zwar nette, gute Unterhaltung für Zwischendurch, doch je weiter sich das Geschehen entwickelt, umso komplexer und besser wird die Handlung und somit natürlich auch der Film! Vor allem gegen Ende beschleicht einen immer mehr das Gefühl, hier einen Topfilm zu sehen und das Finale bestätigt einen dann auch in dieser Ansicht, denn selten hab ich einen so gelungenen und zugleich überraschenden Schluss gesehen.

Aus diesem Grunde auch ein Hoch auf die beiden Drehbuchautoren Ted und Nicholas Griffin, die mit Tricks ein mehr als nur überzeugendes Debüt ablieferten! Aber auch Ridley Scott beweist, dass er mehr als nur Action kann, denn die Inszenierung seiner ersten Komödie kann sich wahrlich sehen lassen. Mit Hans Zimmer wurde zudem noch ein Mann verpflichtet, der einen ordentlichen Score auf die Beine gestellt hat.

Das Drehbuch und die Inszenierung würden noch lange keinen so guten Film machen, wenn nicht auch die Hauptdarsteller sehr gute Leistungen abliefern würden! Nicolas Cage brilliert nach Adaption gleich noch einmal mit einer oscarreifen Leistung und schafft es, neben der gelungenen Darstellung seiner Neurosen, durch seine herrliche Mimik für einige Lacher zu sorgen. Sam Rockwell hinkt da klar etwas hinterher: Zwar spielt auch er seine Rolle nicht schlecht, jedoch muss er sich ganz deutlich in den Schatten von Cage stellen. Die Dritte im Bunde ist Alison Lohman, die wie schon in ihrem letzten Film Weißer Oleander, eine sehr überzeugende Darbietung zur Schau stellt. Von ihr wird in Zukunft hoffentlich noch viel zu sehen sein.

Ich kann jedem ans Herz legen sich Tricks anzuschauen, denn es wird einfach für jeden etwas geboten: Sympathische Charaktere, eine Prise Humor, ein grandioses Drehbuch (wird wohl bei den Oscars mit unter den Nominierten sein), gute Darsteller und ein Finale wie es nur wenige Filme haben! Geht ins Kino und ihr werdet alle positiv überrascht werden.



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