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Liegen lernen

(Liegen lernen, 2003)

Durchschnittliche Redaktionswertung

76%



Inhalt

Obwohl mittlerweile 32 Jahre alt, hat Helmut immer noch nicht viel in seinem Leben bewegt, was er sich mit den verpassten Chancen der Vergangenheit erklärt - insbesondere der einen großen Liebe, die sich niemals erfüllt hat: Britta. Doch jetzt will er etwas ändern und so reflektiert er seine Vergangenheit um seine Probleme zu lösen.

Kritik

von Martin Buchholz

Wertung Kritik

79%

Lustig, romantisch, charmant; der deutsche Coming-Of-Age Film Liegen lernen ist eine schöne Zeitreise durch das Liebesleben eines jungen Mannes und durch die jüngere Geschichte Deutschlands.

Bild aus Liegen lernen Helmut (Fabian Busch) ist eigentlich ein ganz normaler Mann, Anfang 30, hat einen geregelten Beruf und eine nette Freundin namens Tina (Birgit Minichmayr). Doch eines Tages findet er deren Schwangerschaftstest und der ist auch noch positiv. Tina will das Kind und stellt ihn vor die Wahl: Er kann bleiben oder gehen. Helmut geht, denn er ist "eine gefühlsgehemmter, bindungsunfähiger und feiger Penner", wie es Tina formuliert. Helmut weiß, dass sie Recht hat, aber er weiß nicht, warum er so ist, wie er ist. Um das herauszufinden, rekapituliert er noch einmal die Beziehungen in seinem Leben. Helmut geht also zurück, zurück in die 80er, zurück ins geteilt Deutschland, zurück zu seiner erster großen Liebe, Britta (Susanne Bormann).

Liegen lernen liegt voll im Trend. Die ganze Thematik rund um die DDR ist zur Zeit super In, siehe allein den Erfolg von Filmen wie Good Bye, Lenin!, und die 80er Jahre erleben ja sowieso ein Revival. Und in dieser Zeit, in diesem Rahmen spielt ein Grossteil der Films. Zwar lebt Helmut nicht in der DDR, er besucht aber das geteilt Berlin und erlebt Berlin zur Zeit des Mauerfalls, zwei entscheidende Szenen des Films. Die Geschichte mit dem erwachsenen Helmut und seiner schwangeren Freundin bildet nämlich nur eine Art Rahmenhandlung, eigentlich dreht sich alles um den jungen Erwachsenen Helmut und dessen Erlebnisse in der 80er Jahren. In liebevoller Kleinarbeit rekonstruiert der Film diese Zeit; Requisite, Frisuren, alles stimmt. Dazu kommt ein wundervoll ausgesuchter Soundtrack, die Lieder passen in den Szenen wirklich immer 100%ig. So entsteht in Liegen lernen eine unbeschwerte Atmosphäre, die sich auch sofort in positiver Art und Weise auf das Gemüt des Zuschauers überträgt. An diesem Effekt hat natürlich auch das gute Drehbuch einen großen Anteil. Charmant und witzig schildert es die Erfahrungen, die Helmut mit seinen Freundinnen macht. Natürliche Dialoge und eine herrlich präzise Situationskomik geben dem Film einen Fluss, der die 90 Minuten wie im Fluge vergehen lässt.

Und wie Helmut vor dem Erwachsenwerden steht, ist Liegen lernen auch für die Beteiligten vor und hinter der Kamera eine Art "Großwerden". Es ist der zweite Kinofilm von Regisseur Hendrik Handloetgen, der erst vor drei Jahren sein Studium an der Film- und Fernsehakademie in Berlin abschloss und der mit Sicherheit eine Bereicherung für den deutschen Film ist. Gleiches gilt auch für die Darstellerinnen und Darsteller, die allesamt bis jetzt hauptsächlich im Theater und im Fernsehen Erfahrungen gesammelt haben, in Liegen lernen aber durch die Bank auch im Kino eine gute Figur abgeben.

Kleiner Kritikpunkt bleibt für mich, dass der Film den guten Unterhaltungswert, den gerade der erste und der mittlere Teil hat, also die Parts, die in den tiefen 80ern spielen, zum Ende hin nicht ganz halten kann. Hier ist inhaltlich wie inszenatorisch ein leichter Abfall zu bemerken, zum Ende hin wirkt der Film nicht mehr 100%ig stimmig. Trotzdem bleibt Liegen lernen ein schöner und ansprechender Film, der uns ähnlich wie Almost Famous - Fast berühmt einen liebvollen und unterhaltsamen Blick auf eine bestimmte Zeit und auf das Erwachsenwerden gewährt.

Kurzkritik

von Benjamin Schieler

Wertung Kurzkritik

73%

Ein bisschen sieht Fabian Busch (Der Vorleser) ja aus wie die deutsche Version von Rob Schneider. Doch mit den Albernheiten seines vermeintlichen Doppelgängers hat der Film mit Busch in der Hauptrolle wenig zu tun. Von einer sympathischen deutschen Variante von High Fidelity zu sprechen, liegt da näher. Ein "beziehungsunfähiger feiger Penner" macht sich auf die Suche nach den Ursprüngen seiner Schwierigkeiten im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Die gedankliche Reise in die eigene Vergangenheit konfrontiert ihn mit geplatzten Träumen und naiven Vorstellungen. Ein deutscher "Geschichtsfilm", der Spaß macht.



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