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Die Fortsetzung der Gangsterkomödie mit Bruce Willis und Matthew Perry kann dem ersten Teil nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen. Der Story mangelt es an Klasse und der Humor bewegt sich teilweise weit unter der Gürtellinie. Nicht einmal die Schauspieler können den Karren aus dem Dreck ziehen, da sie durch ihr überdrehtes Agieren selbst auf die Nerven gehen.
"Keine halben Sachen" - an dieses Motte hätte man sich bei der Umsetzung von Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht besser gehalten, denn die Fortsetzung der überaus gelungenen Gangsterkomödie mit Bruce Willis und Matthew Perry aus dem Jahre 2000 ist wahrlich eine Schande. Die Story von George Gallo (Bad Boys) kommt in keinster Weise an die des ersten Teils heran und plätschert während des ganzen Films unmotiviert vor sich hin. Der Humor lässt teilweise sehr zu wünschen übrig und erreicht seinen negativen Höhepunkt mit einer unentwegt furzenden Großmutter. Nicht einmal die beiden Hauptdarsteller können überzeugen und enttäuschen durch die vollkommen überdrehte Interpretation ihrer Charaktere.
Die Handlung von Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht setzt einige Zeit nach der des ersten Teils ein. Jimmy Tudeski (Bruce Willis) ist zusammen mit seiner Frau Jill (Amanda Peet) in Mexiko untergetaucht und übt sich als Hausmann, während Jill vergeblich versucht eine Profikillerin zu werden. Nicholas Oseransky (Matthew Perry) lebt derweilen mit seiner Frau Cynthia (Natasha Henstridge) in LA, wo er sein Haus zum Hochsicherheitstrakt umfunktioniert hat. Als Lazlo Gogolak (Kevin Pollak), der Vater des durch Jimmy ermordeten Janni Gogolak (damals auch Kevin Pollak), aus dem Gefängnis entlassen wird, will er Rache an Jimmy Tudeski. Um seinen Aufenthaltsort herauszufinden, kidnappt er kurzerhand Cynthia und bringt damit Oz auf die stumpfsinnige Idee, zu Jimmy nach Mexiko zu fahren. Selbstverständlich heftet sich Gogolack an seine Fersen und so kommt es in Mexiko zu einer riesen Ballerei, die unsere Helden aber unbeschadet überstehen.
Die beiden Hauptfiguren Jimmy Tudeski und Nicholas Oseransky harmonieren in der Fortsetzung ähnlich gut, wie im ersten Teil. Nur leider sind die beiden Figuren etwas überdrehter und gehen daher zeitweise etwas auf die Nerven. Matthew Perry hätte beispielsweise gut daran getan, eine Schippe weniger Slapstick aufzulegen, denn gegen jeden Türstock zu rennen, der sich ihm in den Weg stellt, ist irgendwann nicht mehr lustig. Bruce Willis Figur ist so sprunghaft wie Flubber in einer Telefonzelle und so ist er mal der brave Hausmann, mal der verlassene Ehemann mit Kinderwunsch und mal der abgebrühte Auftragskiller. Ein bisschen zu viel für einen Charakter. Der absolute Tiefpunkt des Films ist jedoch Lazlo Gogolak, der von Kevin Pollak verkörpert wird. Sein greisiger Ostblock-Mafiosi ist wirklich eine Zumutung.
Auch der Humor des Films bewegt sich nicht auf dem Level des ersten Teils. Das Herumgehampel von Matthew Perry hat nach kurzer Zeit den Witz eingebüßt und auch die restlichen Witze zünden nur in Ausnahmefällen. Es sei denn, man steht auf furzende Großmütter oder strunzdoofe Mafiosis. Kurzum gehört Keine halben Sachen 2 - Jetzt erst recht in die Kategorie Filme, die die Welt nicht braucht. Noch dazu, wenn damit der Charme und die Klasse des ersten Teils mit Füßen getreten wird. |