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Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein

(Uptown Girls, 2003)

Dt.Start: 19. Februar 2004 Premiere: 15. August 2003 (USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie
Länge: 93 min Land: USA
Darsteller: Brittany Murphy (Molly Gunn), Dakota Fanning (Ray Schleine), Marley Shelton (Ingrid), Donald Adeosun Faison (Huey), Jesse Spencer (Neal), Austin Pendleton (Mr. McConkey), Heather Locklear (Roma Schleine), Marceline Hugot (Nurse), Pell James (Julie), Wynter Kullman (Holly)
Regie: Boaz Yakin
Drehbuch: Julia Dahl, Mo Ogrodnik, Lisa Davidowitz


Inhalt

Molly Gunn, die eigensinnige Tochter einer ehemaligen Rocklegende, wird gezwungen, einen Job anzunehmen, als ihr Manager ihr das gesamte Geld stiehlt. Als Babysitterin für die frühreife Ray, einer oft ignorierten Tochter eines Musikproduzenten, lernt sie, was es bedeutet, ein Erwachsener zu sein, während sie Ray beibringt, ein Kind zu sein.
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Kritik

Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein hat eine Wertung von 13%
Nicht mal ansatzweise wird dem Zuschauer das geboten, was ihm im gelungenen Trailer versprochen wird und trotz Dakota Fanning dümpelt "Uptown Girls" leider im Meer der Filme, die keiner braucht.

Bild aus Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein "Das könnte was werden", dachte ich mir nach dem erfrischend witzigen Trailer und die Tatsache, dass Brittany Murphy, noch mehr aber, dass Ich bin Sam-Star Dakota Fanning mit von der Partie sein werden, ließ meine Hoffnung an eine gelungene Komödie steigen.

Molly Gunn ist die Tochter einer Rocklegende und ein richtiges Partygirl. Sie braucht sich weder um Arbeit noch um sonst etwas zu kümmern, da ihr Daddy ja genug Kohle gescheffelt hatte. Als sie von Heute auf Morgen ihr gesamtes Vermögen verliert, bleibt ihr nichts Anderes übrig, als sich einen Job zu suchen. Nach einem missglückten Vorstellungsgespräch wird ihr angeboten als Kindermädchen für eine Musikproduzentin zu arbeiten. Deren neunjährige Tochter Ray ist das genaue Gegenteil von Molly, hat jedoch einen Hygienefimmel und ihr geht Kontrolle über alles. Grundverschieden wie die Beiden sind, müssen sie sich nun zusammenraufen und gegenseitig voneinander lernen.

Auch wenn es sich bei der Story mal wieder um eine äußerst klischeehafte Teeniekomödie handelt, wurde ich überrascht, denn eine so schlechte Umsetzung des üblichen Stoffes ist mir schon lange nicht mehr vor die Augen gekommen. Die Geschichte lahmt von Anfang an und ist für Leute die älter als... sagen wir mal 13 Jahre sind, einfach nicht zu ertragen. Zudem kommt noch hinzu, dass der Film einem das ganze Geschehen bierernst verkaufen will und dies ist ja wohl das Letzte, was man bei einem Genre wie diesem machen sollte.

Es mag sein, dass die Story und das Drumherum schlecht inszeniert wurde, jedoch würden mich ein guter Humor und witzige Szenen einigermaßen entschädigen, doch auch diese sind (wenn überhaupt) nur spärlich gesät. Die Bilanz der kompletten Laufzeit: Vier Schmunzler, kein Schenkelklopfer, ein Lacher und bestimmt über zehn mal mit den Augen Rollen wegen schlechter Gags.

Bleibt die Frage offen, ob denn wenigstens die Darsteller einen guten Job verrichtet haben? Hier kann sich Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein seine einzigen positiven Punkte, dank der liebenswürdigen Dakota Fanning, verdienen. Diese spielt zwar nicht mal ansatzweise auf dem Niveau von Ich bin Sam, holt aber dennoch das Beste aus ihrem schlichten Charakter heraus. Die zweite Hauptdarstellerin Brittany Murphy hingegen ist der Totalabschuss. Mit welch einer Präzision sie Reese Witherspoons Elle Woods aus Natürlich Blond! kopiert ist schon eine Leistung, nur bringt das nicht viel, da man ihr diese Rolle nicht im Geringsten abnimmt und ihr Getue nach einer Zeit einfach nur nervt.

Kann denn wenigstens die musikalische Untermalung, die sich bei Filmen dieser Art ja meist sehen lassen kann, noch etwas herausholen? Nein, sie zieht den Film sogar noch runter! Hörte man im Trailer noch Avril Lavignes klasse Song "Complicated", so bekam das Gesamtresultat nur Billigpop erster Güte ab, der um seine Qualität noch zu verstärken, in den unpassendsten Momenten des Filmes eingesetzt wird.

Uptown Girls - Eine Zicke kommt selten allein ist das perfekte Beispiel, dass ein gut zusammengeschnippselter und amüsanter Trailer keine Garantie für einen ordentlich Film ist, denn außer Langeweile, schlechten Gags und einer nervtötenden Brittany Murphy bekommt man nicht viel zu sehen.

von Daniel Licha


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