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Bad Santa

(Bad Santa, 2003)

Dt.Start: 18. November 2004 Premiere: 26. November 2003 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Billy Bob Thornton (Willie T. Stokes), Tony Cox (Marcus), Brett Kelly (Das Kind), Lauren Graham (Sue), Lauren Tom (Lois), Bernie Mac (Gin), John Ritter (Bob Chipeska), Ajay Naidu (Inder), Alex Borstein (Mutter mit Foto), Cloris Leachman (Großmutter)
Regie: Terry Zwigoff
Drehbuch: Glenn Ficarra, John Requa


Inhalt

Zwei Betrüger machen sich, als Santa Claus und sein Elf verkleidet, auf den Weg zu großen Einkaufszentren. Aber nicht etwa, um frohe Weihnachtsgrüße zu verbreiten, sondern jeden einzelnen Shop zu berauben, was allerdings schwierig wird, als sie einen 8jährigen treffen, der ihnen die wahre Bedeutung von Weihnachten nahe bringt.
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Kritik

Bad Santa hat eine Wertung von 82%
Oh du Fröhliche? Nicht mit Billy Bob Thornton! Als Ekel-Weihnachtsmann hat er in Bad Santa mit Weihnachten nicht viel am Hut und auch die Kinder die täglich zu ihm kommen, scheinen ihm nicht viel zu bedeuten. Er pöbelt sie einfach hemmungslos an. Aber gerade wegen des derben Humors ist es ist eine echte Freude zuzusehen, wie sich Thornton durch die festliche Zeit flucht.

Bild aus Bad Santa Weihnachten ist eigentlich ein Fest der Besinnung und der Freude. Für Willie T. Stokes, aber sind die vorweihnachtlichen Tage die schlimmsten des Jahres. Er arbeitet, zusammen mit seinem kleinwüchsigen Freund, als Kaufhausweihnachtsmann und muss sich täglich die Wünsche hunderter Kinder anhören. Seinen Unmut ertränkt er im Alkohol und seine Haushaltskasse bessert er dadurch auf, dass er an Heilig Abend den Kaufhaustresor ausräumt. Stokes ist eben ein Bilderbuch-Ekel. Daran ändert sich auch nichts, als er einen kleinen Jungen trifft, der ihm fortan nicht mehr von der Seite weicht und er die attraktive Sue kennen lernt. Doch es wäre kein amerikanischer Film, wenn am Ende nicht doch noch der gute Geist von Weihnachten in der Luft liegen würde.

Der eigentliche Star des Films ist Brett Kelly, der hier sein Leinwanddebüt gibt. Er geht in seiner Rolle als kleine, pummelige Nervensäge voll auf. Allein schon der Name des Jungen, den ich hier natürlich noch nicht nenne, ist zum brüllen komisch. Aber auch Billy Bob Thornton als alkoholabhängiges "A...loch vom Dienst" bringt, zumindest zu Beginn, mächtig Spaß. Leider verbraucht sich dieser Charakter nach einer Weile und die Gags in Bezug auf seine Dauertrunkenheit werden nach der Hälfte des Films fast schon zur Routine. Das heißt aber nicht, dass seine verbalen Entgleisungen nicht mehr amüsant sind, sondern nur, dass die Überraschung über die Skrupellosigkeit dieser Person verflogen ist.

Wer extrem derben Humor mag, wird Bad Santa lieben. Fraglich ist nur, ob Thorntons Fluchorgien in der deutschen Fassung genauso stimmungsvoll ausfallen werden wie im Original. Von der Story des Films darf man nicht allzu viel erwarten. Sie fängt zwar prächtig an, gerät aber gegen Ende etwas ins stottern. Doch das vermag den Spaß an diesem Streifen nicht zu mindern, denn die tollen Schauspieler und die harten Sprüche machen diesen kleinen Fehler locker wieder wett. Auch wenn es am Schluss den üblichen Fingerzeig auf das Gute in jedem Menschen gibt, ist Bad Santa eine ungewöhnliche Weihnachtskomödie, die es sich anzusehen lohnt.

von Toni Straßer


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