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Eine Strunzdumme Actionkomödie, welche allerdings gerade durch ihren hohen Trashfaktor teilweise recht gut unterhalten kann. Überzeugen können die waffenlosen Kampfszenen, der Humor sowie die Leistung des charismatischen Hauptdarstellers, dem wohl die Zukunft des Actionkinos gehören wird. Jedoch sollte man wissen auf was man sich einlässt.
Nach seinem größtenteils missglücktem Regiedebüt Very Bad Things versucht Schauspieler Peter Berg (unter anderem Cop Land) nun erneut sein Glück mit einer Komödie. Unterstützt wird er dabei von Dwayne The Rock Johnson, der schon in seiner zweiten Hauptrolle Ansprüche auf den Actionthron des neuen Schwarzeneggers stellen darf.
Der waffenhassende Kopfgeldjäger Beck ist wohl der Beste in seinem Job, obwohl er eigentlich viel lieber nur sein eigenes Restaurant aufmachen will. Jedoch muss er bevor ihn sein Chef aus dem Dienst entlässt, noch einen letzten Auftrag erledigen und zwar dessen Sohn Travis aus dem Dschungel zurückholen. Dieser denkt jedoch nicht daran nach Hause zu gehen, da er gerade auf der Suche nach einem wertvollen Schatz ist, aber auch die Bardame Marianna und der Minenbetreiber Hatcher haben ihre eigenen Pläne mit Travis.
Im Grunde hört sich die Story ja ganz in Ordnung an und weitestgehend genügt sie ja auch für einen Actioner mit einer ordentlichen Portion Humor, jedoch ist der Schwachpunkt des Filmes eher die häufigen unlogischen, sowie strunzdummen Handlungsstränge, bei denen man sich des Öfteren an den Kopf fasst. Dies kann zwar teilweise als selbstironischen Stil angesehen werden, aber man fragt sicht schon ob das Alles von den Macher gewollt war.
Weitestgehend überzeugend ist auch die Inszenierung des Filmes, die zwar meist nichts Großartiges hervorbringt, sich aber doch auf ordentlichem Niveau befindet. Vor allem gefällt, dass man sich (mit Ausnahme des Bruchs am Ende) auf reine Kämpfe ohne Feuerwaffen beschränkt hat, was dann teilweise noch so ironisch übertrieben inszeniert wurde, dass man sich manchmal an alte Bud Spencer und Terence Hill Filme erinnert fühlt.
Beim Cast ist man kein großes Risiko eingegangen und hat den The Scorpion King Dwayne Johnson für die Hauptrolle verpflichtet, der wohl hier inoffiziell von Schwarzenegger in einem kleinen Cameo das Zepter des Actionstars in die Hand gedrückt bekommt und durch sein Charisma und seine Ausstrahlung (also alles das, was einem Vin Diesel fehlt) auch eine überzeugende Leistung abliefert. An seiner Seite sieht man mal wieder Stifler Seann William Scott, der wie immer die gleiche Rolle spielt, sowie Christopher Walken, dessen Rollenwahl einmal mehr überrascht. Letzterer liefert seinem Minimalcharakter Hatcher durch seine schauspielerische Kunst zwar einen gewissen Hauch von selbstironischer Darstellung ab, dennoch wirkt er total unterfordert.
Wer weiß auf was er sich einlässt und damit leben kann richtigen Trash anzuschauen, der kann mit Welcome to the Jungle durchaus seinen Spaß haben, denn der Humor, die übertriebenen Szenen, sowie ein charismatischer Hauptdarsteller sorgen schon für eine gewisse Unterhaltung, jedoch auf sehr seichtem Niveau. |